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Jubiläum in einem "Ozean aus Sand"

03. Januar 2008 - 12:45 Uhr

Vorschau auf die Rallye Dakar: VW will Mitsubishi-Serie beenden, Dieter Depping als Neuling, Jutta Kleinschmidt fehlt diesmal

Stéphane Peterhansel
Stéphane Peterhansel ist der Rekordsieger bei der Rallye Dakar
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Durch einen "Ozean aus Sand" zum historischen Sieg: Bei der 30. Auflage der Dakar-Rallye will der Wolfsburger Automobilkonzern Volkswagen den ersten Erfolg eines Diesel-Autos feiern und die Siegesserie von Rekordgewinner Mitsubishi beenden, der seit 2001 ungeschlagen ist.

Während VW im früheren deutschen Rallye-Meister Dieter Depping aus Wedemark auch wieder auf einen deutschen Fahrer setzt, ist die einzige deutsche Siegerin diesmal Zuschauerin. Erstmals nach 17 Jahren fehlt "Wüstenkönigin" Jutta Kleinschmidt beim Rallye-Klassiker.

Die Siegerin von 2001 hatte nach ihrem 15. Platz im vorigen Jahr das hessische X-raid-Team von Sven Quandt im Frühjahr verlassen und kein neues Engagement angenommen. "Allerdings bleibe ich der Wüste treu und werde in dieser Zeit nicht auf Sand und Dünen verzichten", sagt Kleinschmidt.

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Während ihre früheren Kollegen sich am Samstag in Lissabon auf den 9.273 Kilometer langen Weg nach Dakar machen und auf der schweren Route vor allem insgesamt acht Tage lang mit den Dünen Mauretaniens kämpfen werden, arbeitet Kleinschmidt in Tunesien für eine Filmproduktion.

Stattdessen wird neben einigen Privatfahrern wie der früheren DTM-Pilotin Ellen Lohr (Mönchengladbach) vor allem Depping die deutschen Farben vertreten. Mit seinem Berliner Co-Piloten Timo Gottschalk sitzt der erstmals in einem der vier Werks-Touareg von VW, nachdem er 2003 schon einmal in einem VW-Buggy und 2007 am Steuer eines Renn-LKW Dakar-Erfahrung gesammelt hatte.

"Hinter jedem Hügel kann einem etwas in die Quere kommen."
Dieter Depping

"Allerdings ist es mit dem Touareg ein ganz anderes Rennen als mit einem Race-Truck", sagt Depping in einem Interview des 'Sport-Informations-Dienstes': "Wir sind natürlich deutlich schneller. Dadurch lauern ganz andere Gefahren. Hinter jedem Hügel kann einem etwas in die Quere kommen."

Daher will Depping die Rallye auch zunächst vorsichtig angehen. "Die Maßgabe ist, zwar möglichst schnell, dabei aber auch sicher zu fahren. Das kann bedeuten, dass man sich am Anfang erstmal vorne ein bisschen heraus hält", sagt der Norddeutsche, der als gelernter KFZ-Mechaniker auch seinen Teamkollegen bei Defekten eine wertvolle Hilfe sein könnte.

Sainz und de Villiers als VW-Speerspitzen

Die VW-Speerspitzen im Duell mit Vorjahressieger Stephane Peterhansel und dem früheren Ski-Weltcupsieger Luc Alphand (beide Frankreich), der 2006 triumphiert hatte, werden wieder der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz (Spanien) und Giniel de Villiers (Südafrika) sein.

Sainz, der 2007 fünf Etappensiege holte und bis zu technischen Problemen die Rallye vier Tage lang angeführt hatte, bringt als Empfehlung den Titel des Marathon-Weltcupsiegers mit. De Villiers war 2006 mit seinem Co-Piloten Dirk von Zitzewitz (Karlshof) Zweiter.

Den vierten Touareg fährt wieder Mark Miller (USA), der 2007 als Vierter bester "Wolfsburger" war. In einem zusätzlichen Touareg des privaten Lagos-Teams sitzen erneut der Portugiese Carlos Sousa mit dem Münchner Beifahrer Andreas Schulz, der 2001 Jutta Kleinschmidt und 2003 den Japaner Hiroshi Masuoka zum Sieg führte. Masuoka fährt jetzt wie der frühere Motorradsieger Joan Roma (Spanien) für Mitsubishi. Sie vervollständigen das Quartett um Rekordsieger Peterhansel (sechsmal Motorrad, dreimal Auto) und Alphand.

"Ich glaube, dass die Touaregs sogar ein bisschen schneller sind als die Mitsubishis."
Stéphane Peterhansel

Peterhansel schätzt VW sehr stark ein. "Ich glaube, dass die Touaregs sogar ein bisschen schneller sind als die Mitsubishis", sagte Peterhansel zuletzt der 'Frankfurter Allgemeinen': "Ich glaube, dass es jetzt für VW wirklich möglich ist, die Dakar zu gewinnen." VW-Motorsportdirektor Kris Nissen meint: "Wir sind gut gerüstet und freuen uns auf eine anspruchsvolle Dakar mit einem sportlich hochkarätigen Wettkampf."

Auch X-Raid hat Chancen

Außenseiterchancen räumt nicht nur Nissen auch den BMW X3 des X-Raid-Teams ein, das den früheren Dakar-Sieger Bruno Saby (Frankreich) verpflichtete. Daneben setzt Quandt weiter auf Sabys Landsmann Guerlain Chicherit und Nasser Al-Attiyah aus Katar, der mit seiner neuen Co-Pilotin Tina Thörner (Schweden) bei der Genaralprobe in Dubai sehr schnell unterwegs war.

Rallye-Fans können die Dakar regelmäßig nicht nur wie in den letzten Jahren abends bei 'Eurosport', sondern auch bei 'RTL' verfolgen. Der Kölner Privatsender berichtet täglich in den Hauptnachrichten "RTL aktuell" sowie bei "Punkt 6", "Punkt 9" und "Punkt 12".

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