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Galli: Endlich Kontinuität

06. Januar 2008 - 13:19 Uhr

Stobart-Neuzugang Gigi Galli ist froh, dass er eine komplette WRC-Saison bestreiten kann und will nach einer Eingewöhnungsphase voll angreifen

Gigi Galli
Gigi Galli freut sich darüber, dass endlich wieder Kontinuität einkehrt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die turbulenten Zeiten sind für Gigi Galli erst einmal vorbei. Zwei Jahre lang lebte der Italiener zwischen Hoffen und Bangen, ob er seine geplanten WRC-Einsätze als Privatier fahren kann oder nicht. Jetzt hat er mit dem festen Vertrag beim Stobart-Team einen sicheren Hafen erreicht. Endlich kann er wieder eine komplette WRC-Saison bestreiten.

Das sei sehr wichtig, sagte Galli im Interview mit 'Crash.net Radio', denn in den letzten beiden Jahren sei er ja nur bei vereinzelten Läufen dabei gewesen: "Dabei konnte ich keinen guten Rhythmus finden und konnte bei den Rallyes meine Pace nicht beibehalten", erklärte er. "Deshalb werde ich das erste halbe Jahr - in Absprache mit dem Stobart-Team - als 'Taxifahrer' bestreiten. Ich muss das Auto kennen und verstehen lernen, muss mich ans Cockpit gewöhnen und alles zum Laufen bringen. Wenn ich mich dann im Auto wohl fühle, kann ich mehr versuchen."

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Das heißt aber nicht, dass Galli nicht angreifen will. Sein oberstes Ziel sei, in der Meisterschaft so viele Punkte wie möglich für Stobart zu sammeln. Gemeinsam mit Henning Solberg kann er dabei ein gutes Team bilden, denn die beiden kennen sich schon aus gemeinsamen Zeiten bei Peugeot.

"Ich habe lieber diesen Druck als gar keinen, wenn ich zu Hause in meinem Wohnzimmer sitze!"
Gigi Galli

In den letzten beiden Jahren ist Galli nur für sich gefahren, um seine persönlichen Punkte in der Fahrermeisterschaft. Nun ist er einer der beiden nominierten Piloten, die für das Team Zähler für die Herstellerwertung sammeln müssen. Doch der immer fröhliche Italiener kann diesem Druck standhalten: "Alles bedeutet Druck", sagte er. "Aber so ist das nun einmal, wenn man in der WRC ist. Ich habe lieber diesen Druck als gar keinen, wenn ich zu Hause in meinem Wohnzimmer sitze!"

Gespannt ist Galli auch darauf, wie es sich mit den neuen Pirelli-Reifen fahren lässt. Und vor allem darauf, wie sich das Verbot der "Mousse-Reifen" auswirken wird: "Das wird ein Schlüsselfaktor in dieser Saison sein", erklärte er. "Wir wissen noch nicht genau, wie es sein wird, wie sehr wir die Kurven schneiden können, wie robust die Reifen sein werden und so weiter. Nach ein paar Jahren mit 'Mousse-Reifen' werden sich die Dinge jetzt ändern. Ich weiß zwar noch nicht genau wie - aber sie werden sich ändern. Ich denke, dass sich der Fahrstil ändern wird und dass wir versuchen müssen, Reifenschäden zu verhindern."

Nach Testfahrten in den nächsten Tagen, wo Galli erstmals in den Ford Focus RS steigen wird, wird es am 24. Januar bei der Rallye Monte Carlo ernst. Nach dem Saisonauftakt, so Galli, könne man dann auch eine erste Standortbestimmung abgeben.

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