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Dakar: Patagonien als Alternative?

06. Januar 2008 - 11:43 Uhr

Nach der Absage der Rallye Dakar hat die Suche nach Alternativen begonnen - Eine erste Option: Der Wüstenklassiker könnte nach Südamerika auswandern

Dakar
Patagonien wäre eine mögliche Alternative zu Senegal und Co
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - "Wir werden 2009 eine Großveranstaltung haben", hatte Dakar-Chef Etienne Lavigne nach der Absage der Rallye Dakar versprochen. Nur wo, das hat er offen gelassen. Die Mehrheit der Beobachter ist sich aber sicher: Nach Afrika wird der Klassiker nicht zurückkehren. Sindiely Wade, die Tochter des senegalesischen Staatspräsidenten, die selbst an der "Dakar" teilgenommen hätte, erklärte laut 'AS' nach der Absage in Lissabon: "Es ist meine persönliche Meinung, nicht die der Tochter des Präsidenten meines Landes und nicht die einer Teilnehmerin - aber ich glaube, dass diese Rallye nicht nach Afrika zurückkehren wird, denn wir haben sie von unserem Kontinent vergrault." Der frühere Dakar-Sieger Marc Eat ergänzte: "Die Dakar hat sich von Afrika verabschiedet."

Und schon beginnen die Spekulationen über einen möglichen Umzug der Marathonrallye. Als erste Alternative wird genannt: Patagonien. In dem südamerikanischen Landstrich wurden schon häufig Langstrecken-Rallyes gefahren, wie die "Las Pampas Rallye", die zur Marathon-Weltmeisterschaft zählt. In Lissabon wurde gemunkelt, man könne im Dezember 2008 und Januar 2009 dort fahren.

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Laut 'AS' soll Dakar-Veranstalter ASO schon im September Gespräche mit den Organisatoren der "Las Pampas Rallye" geführt haben. Der Plan war schon damals, in Patagonien eine Rallye zu veranstalten, die mit der "Dakar" vergleichbar ist. Die Route würde durch Argentinien, Chile und Brasilien führen, durch Wälder, Wüsten, Steppen bis ans Meer.

Die nächste Auflage der "Las Pampas Rallye" ist für September geplant, doch dieses Datum ließe sich wohl im Notfall noch ändern. Große Vorteile wären, dass in Südamerika die nötige Infrastruktur bereits vorhanden ist und dass die Transportkosten dorthin sich in einem tragbaren Rahmen befinden.

Auch Australien wäre eine Möglichkeit, das weite Outback käme von der Charakteristik her der afrikanischen Wüste am nächsten. Der Aufwand, mit dem gesamten Dakar-Tross nach Australien umzuziehen, wäre aber wahrscheinlich zu groß. Eine weitere Möglichkeit wäre eine europäisch-asiatische Rallye, von Europa durch die Wüste Gobi nach China.

Aber vielleicht versucht es die ASO nochmals mit einer Rallye in Afrika. Nur könnte dann die Route nicht mehr durch Mauretanien nach Dakar führen, sondern im Norden des Kontinents bleiben. Schon 2000 und 2003 waren Kairo und Sharm El Sheik die Zielorte. Eine mögliche Route wäre Tunesien, Lybien, Ägypten. Die Frage ist nur, ob die Teilnehmer noch genügend Vertrauen in die Sicherheit in Afrika haben.

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