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Dakar-Absage kostet die ASO 35 Millionen

05. Januar 2008 - 13:34 Uhr

Allein beim Veranstalter ASO sorgt die Dakar-Absage für einen Schaden von 35 Millionen Euro - Spekulationen um wahren Grund der Absage

Lissabon
Der spektakuläre Start der Rallye Dakar sollte heute in Lissabon stattfinden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Eine private Urlaubsreise aus Angst vor Terroranschlägen abzusagen, ist die eine Sache. Eine Mega-Veranstaltung wie die Rallye Dakar, die ein Millionengeschäft ist und ein enormes Umfeld hat, abzusagen, ist jedoch ein weit größerer und auch mutiger Schritt. Denn es ist ein Schritt, der weitaus größere Konsequenzen hat als der abgesagte Urlaubstrip von Otto Normalverbraucher. Eine Konsequenz ist der finanzielle Schaden für alle Beteiligten, der sich jetzt noch gar nicht richtig abschätzen lässt.

Allein der Veranstalter ASO, der die Sicherheit vor das Geld gestellt hat, wird ersten Schätzungen zufolge einen Verlust von 35 Millionen Euro hinnehmen müssen. Dazu können noch Schadensersatzforderungen in unbekannter Höhe kommen, von Teams, Piloten und auch Veranstaltungsorten. Die erste Kommune, die Ansprüche angemeldet hat, ist die portugiesische Hafenstadt Portimão, die eigentlich hätte Etappenziel sein sollen.

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Bürgermeister Manuel da Luz fordert nun von der ASO 1,5 Millionen Euro zurück. "Wir haben schon viel Geld ausgegeben und sprechen nun mit der Rennleitung darüber, wie wir unser Geld zurückbekommen", sagte er. "Wir müssen irgendwie entschädigt werden."

Ein herber finanzieller Schlag ist die Absage auch für die großen Teams wie VW, Mitsubishi und KTM, die jährlich zweistellige Millionenbeträge in das Projekt 'Dakar' stecken. Richtig hart trifft es allerdings die Privatfahrer. Hier könnten sogar Existenzen bedroht sein, denn viele bekommen nun keine Sponsorengelder und müssen die immensen Kosten, die sie in die Vorbereitung ihres 'Dakar'-Auftritts gesteckt haben, selbst irgendwie decken.

Fand sich keine Versicherung?

Unterdessen gibt es Spekulationen über die Gründe für die Absage. Dakar-Chef Etienne Lavigne hatte erklärt, man habe sich auf dringendes Anraten der französischen Regierung zu diesem Schritt entschlossen. Nachdem es direkte Terrordrohungen gegen die Rallye gegeben hatte, konnte niemand mehr für die Sicherheit garantieren.

Wie 'GPupdate.net' von Insidern der Rallye erfahren hat, soll da aber noch etwas ganz anderes dahinter stecken. Demnach wurde die Veranstaltung abgesagt, weil sich nach den Terrordrohungen keine Versicherung mehr gefunden habe, die die Rallye abdecken wollte.