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Dakar-Absage: Die Begründung der ASO

04. Januar 2008 - 13:47 Uhr

Zum ersten Mal wurde die Rallye Dakar komplett abgesagt: Nach direkten Terrordrohungen ging die Sicherheit vor - Zukunft nicht gefährdet

Rallye Dakar
In diesem Jahr werden keine Autos durch die Wüstendünen der Dakar rasen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Am Vormittag sickerte die Hiobsbotschaft durch, am Mittag wurde sie offiziell bestätigt: Ausgerechnet die Jubiläumsauflage, die 30. Rallye Dakar musste komplett abgesagt werden. Die 570 Teilnehmer und die Hersteller wie VW, Mitsubishi und KTM, die sich ein Jahr lang nur auf dieses Saisonhighlight vorbereitet und dafür auch viel Geld investiert haben, müssen unverrichteter Dinge wieder zusammenpacken. Diesmal fiel die Entscheidung zu Gunsten der Sicherheit. Dem Veranstalter, der ASO, war das Risiko von Terrorattacken in Mauretanien zu groß. In einem Statement begründete die ASO die Absage.

"Nach mehreren Treffen mit der französischen Regierung - vor allem mit dem Außenminister - und auf Grund ihrer dringenden Empfehlung haben die Organisatoren die Entscheidung getroffen, die 2008er Auflage der Rallye Dakar abzusagen", hieß es darin. Und weiter: "Angesichts der derzeitigen internationalen politischen Spannungen, der Ermordung von vier französischen Touristen am 24. Dezember 2007, die mit einer Gruppierung von "Al-Qaïda au Maghreb islamique" im Zusammenhang steht, und vor allem in Anbetracht der direkten Drohungen, die von terroristischen Strömungen gegen die Rallye ausgesprochen wurden, sieht ASO keine andere vertretbare Lösung, als das Sportereignis abzusagen."

"Die erste Verantwortung der ASO ist, die Sicherheit aller garantieren zu können, der Bevölkerung in den besuchten Ländern, der Amateure und Profi-Teilnehmer, des technischen Personals, der Journalisten, Partner und Mitarbeiter ", hieß es weiter. "Die ASO betont deshalb, dass bei der Sicherheit der Rallye Dakar keine Kompromisse gemacht werden, das war noch nie so, ist nicht so und wird nie so sein."

"Nichts kann ein Symbol zerstören"

"Die ASO verurteilt die Terrordrohungen, die ein Jahr harter Arbeit, Engagement und Leidenschaft aller Teilnehmer und verschiedenen Beteiligten an der größten Offroad-Rallye der Welt zunichte machen", teilten die Veranstalter weiter mit. Man sei sich bewusst, wie groß nun die Enttäuschung sei, vor allem in Portugal, Marokko, Mauretanien und Senegal. Zudem habe die Absage auch für die Staaten entlang der Dakar-Route große finanzielle Auswirkungen, direkte und indirekte. "Die ASO wird die Werte von großen Sportveranstaltungen weiter verteidigen und sich auch weiter in der Entwicklungsarbeit von 'Actions Dakar' engagieren," hieß es. Dieses Hilfsprogramm wurde vor fünf Jahren gestartet und unterstützt die Bevölkerung in den ärmeren Anliegerstaaten der Rallye.

"Die Dakar ist ein Symbol und ein Symbol kann nichts zerstören", lautete der Schluss des Statements. "Die Absage der Auflage 2008 stellt in keiner Weise die Zukunft der Dakar in Frage. Unserem Engagement und unserer Begeisterung für den Sport treu bleibend, wird sich ASO in den nächsten Monaten der Herausforderung stellen, ab 2009 allen Anhängern des Rallye Raids ein neues sportliches Abenteuer zu bieten."

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