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30. Dakar ohne die Königin der Wüste

04. Januar 2008 - 10:46 Uhr

Ausgerechnet bei der Jubiläumsausgabe der Rallye Dakar fehlt Jutta Kleinschmidt - Filmprojekt in Tunesien hat diesmal Vorrang

Jutta Kleinschmidt
Wüstenkönigin Jutta Kleinschmidt muss die Rallye Dakar diesmal auslassen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Die Dakar feiert Jubiläum, aber die Königin der Wüste fehlt: Ausgerechnet bei der 30. Auflage des Klassikers ist der Name Jutta Kleinschmidt nicht auf der Starterliste zu finden - und das zum ersten Mal nach 17 Jahren.

Anstatt wie 570 ehemalige Kollegen auf der 9.273 Kilometer langen Hatz von Lissabon nach Dakar um Minuten und Sekunden zu kämpfen, kreist die 45-Jährige im Januar im Hubschrauber über Tunesien und arbeitet bei einer Filmproduktion mit.

Einzige deutsche Dakar-Siegerin

"Ich bleibe der Wüste treu und werde in dieser Zeit nicht auf Sand und Dünen verzichten", sagt Kleinschmidt, die sich bei der Dakar in den Geschichtsbüchern verewigt hat. Nach zuvor vier Etappensiegen hatte die gebürtige Kölnerin 2001 in einem Mitsubishi die Rallye gewonnen - als bislang einzige Frau und einziger deutscher Rallyeprofi.

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Nach Platz zwei im Jahr darauf verließ sie Mitsubishi und heuerte bei VW an. Dort baute sie das Rallyeteam mit auf, ihr Traum vom zweiten Sieg erfüllte sich aber nicht. Platz drei 2005 blieb die beste Platzierung.

Nach der Trennung von den Wolfsburgern nach der Dakar 2006 fuhr sie im vorigen Jahr für das X-raid-Team von Sven Quandt, landete nach vielen technischen Problemen aber nur auf Rang 15. Auf eine Vertragsverlängerung verzichtete sie danach, auch auf die Gefahr hin, 2008 nicht am Start zu sein.

"Ich möchte gerne meine Karriere mit einem wettbewerbsfähigen Rennauto fortsetzen. Sollte das im kommenden Jahr nicht möglich sein, müsste ich bei der Rallye Dakar 2008 pausieren", hatte Kleinschmidt im Frühjahr 2007 gesagt und damit letztlich Recht behalten. 1992 fuhr sie erstmals auf dem Motorrad die Dakar und gewann wie auch zwei Jahre später die Damenwertung.

Karriereende noch nicht geplant

Abgeschlossen hat sie mit ihrer Rallyekarriere noch nicht. Die Frau, die die Dakar bei den deutschen Fans bekannt machte, will auch "künftig Marathonrallyes erfolgreich bestreiten", wie sie auf ihrer Homepage berichtet.

In diesem Jahr hält sie aber Abstand von der Dakar - auch gedanklich. Deshalb lehnte sie in den vergangenen Wochen alle Interviewanfragen ab. Und räumlich durch ihre Mitarbeit am US-Kinofilm "Nine Miles Down" von Regisseur Anthony Waller.

"Ich bin intensiv in diese Dreharbeiten eingebunden. Das ist nach meiner Mitarbeit in den französischen Filmen 'Taxi' und 'Taxi Taxi' meine dritte Kinoproduktion", sagt Kleinschmidt über dieses Projekt. "Eine weitere spannende Erfahrung, auf die ich mich sehr freue, besonders weil diesmal in der Wüste gedreht wird."

Sogar eine Nebenrolle soll sie in dem Streifen übernehmen. An ihre Hauptrolle bei der Dakar wird das aber nicht rankommen...

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