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Mitsubishi auf Rekordjagd im Wüstensand

28. Dezember 2007 - 17:18 Uhr

Der Dakar-Countdown läuft auch für Titelverteidiger Mitsubishi: Mit vier Autos wollen die Japaner ihre Erfolgsserie bei der Rallye Dakar 2008 fortsetzen

Mitsubishi Dakar 08
Die Mitsubishi-Mannschaft will die Siegesserie bei der Dakar fortsetzen
© Mitsubishi

(Motorsport-Total.com) - Das Ziel, das sich Mitsubishi für die 30. Auflage der Rallye Dakar gesteckt hat, ist ein hohes Ziel: Die Japaner wollen gewinnen und damit einen neuen Rekord aufstellen. Gelingt es einem der vier Mitsubishi-Piloten, als Erster nach 16 Tagen und 9.200 Kilometern am 20. Januar in Dakar ins Ziel zu kommen, wäre es für den Hersteller der 13. Sieg bei der Dakar und der achte in Folge. Eine Mission, die Vorjahressieger Stéphane Peterhansel, Luc Alphand, Joan Roma und Hiroshi Masuoka erfüllen sollen.

Roma ist mit seinen 35 Jahren der Jüngste im Team und er räumt ein, dass er weniger Erfahrung hat als seine Kollegen. Er ist sich allerdings sicher, dass er sich seit der Dakar 07 verbessern konnte. "Ich denke, dass ich mich vor allem im Sachen Speed enorm steigern konnte", sagte der Spanier, der bei der Rallye Transsyberia und der Baja Espana jeweils Zweiter wurde. "Ich brauche aber noch mehr Erfahrung auf Sand und Kamelgras. Ich habe das Gefühl, dass ich schnell lerne, aber es ist schwer, während des restlichen Jahres auf so einem Terrain zu üben. Und leider war meine Rallye in Dubai wieder schneller vorbei, als ich wollte."


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"Wenn man, wie das 2006 der Fall war, nur wenige Sekunden hinter dem Sieger auf das Podest fährt, dann sieht man sich im nächsten Jahr leicht als potentieller Gewinner", fuhr Roma fort. "Man muss aber auf dem Boden bleiben. Der Erfolg kommt nicht über Nacht, nicht für Stéphane, nicht für Luc, nicht für Hiroshi. Ich glaube aber, dass ich mich in der Spitzengruppe behaupten kann und gebe mein Bestes, um jede sich bietende Chance zu nutzen, aber es wird nicht leicht."

Peterhansel setzt auf die Erfahrung

Peterhansel war 2004 der erst zweite Pilot, der nach einem Sieg mit dem Motorrad die Dakar auch auf vier Rädern gewinnen konnte. 2005 und 2007 ließ er zwei weitere Siege folgen. Jetzt peilt der 42-Jährige den nächsten Triumph an: "Niemand sagt, dass es einfach wird, aber ich habe ein Jahr mehr Erfahrung sammeln können. Dazu habe ich dasselbe Auto und denselben Co-Piloten, mit denen ich vergangenes Jahr gewonnen habe - wir beginnen also nicht bei Null", sagte der Franzose. "

"Das neue Reglement für 2008 schränkt zwar die Leistung unseres MPR13 ein, aber wir haben das ganze Jahr über am Chassis und am Fahrkomfort gearbeitet", erklärte Peterhansel weiter. "Es gibt viele Gründe, zuversichtlich zu sein - auch wenn unsere Gegner auch auf einem sehr hohen Niveau arbeiten."

"Genau abzuwägen, wie schnell man fahren kann, ist mehr als ein Instinkt."
Stéphane Peterhansel

Bei der langen Distanz von 9.200 Kilometern sei die Zuverlässigkeit essentiell wichtig, so der Franzose, "und mein Sieg in Dubai gibt mir für diese Art von Terrain große Motivation. Obwohl die Abschnitte der Dakar in Mauretanien und die UAE Desert Challenge ähnlich zu sein scheinen, sind sie doch recht unterschiedlich. Bei der Dakar braucht man über einen längeren Zeitraum eine schnellere Pace, gleichzeitig ist uns das Terrain aber auch vertrauter. Damit kann man Gefahren leichter vorhersehen und seinen Speed anpassen. Genau abzuwägen, wie schnell man fahren kann, ist mehr als ein Instinkt - und hier kommt die Erfahrung ins Spiel..."

Alphand lobt den Teamspirit

Peterhansels Landsmann Alphand ist der Umstieg von der Ski- auf die Sandpiste gelungen. Der frühere Ski-Abfahrts-Weltmeister konnte die Dakar 2006 gewinnen und belegte 2005 und 2007 jeweils den zweiten Platz hinter Peterhansel. "Teamgeist und Solidarität sind das A und O", erklärte der 42-Jährige. "Man kann nie wissen, wann man selbst einmal Hilfe braucht, vor allem 2008, wo die Route sehr hart werden wird. Auch die Zuverlässigkeit ist der Schlüssel zu einem guten Ergebnis - wie immer. Du kannst dich aber nicht zurücklehnen und darauf warten, dass dein Rivale ein Problem bekommt. Du musst kämpfen, um vorn dabei zu sein und darfst niemand aus den Augen verlieren. Denn bei der Dakar hast du nur wenig Gelegenheit, verlorene Zeit wieder aufzuholen."

"Ich bin optimistisch und nach unserem Fitnessprogramm sind wir alle gut in Form."
Luc Alphand

Für Alphand ist deshalb wichtig, in Marooko schon zur Führungsgruppe zu gehören, bevor es dahin geht, wo sich seiner Meinung nach die Rallye entscheidet - auf den Marathonetappen in Mauretanien. "Deshalb ist unser Sieg in Dubai, wo es teilweise ähnlich ist wie in der westlichen Sahara, so motivierend. Wir können aus unserer Performance in Dubai natürlich nicht zu viele Schlüsse ziehen, aber wir waren dort sehr konkurrenzfähig. Jetzt kann ich es kaum erwarten, bis die Dakar beginnt. Ich bin optimistisch und nach unserem Fitnessprogramm sind wir alle gut in Form - und das Wichtigste: Wir sind ein sehr enges Team."

Der 21. Auftritt des "Samurai"

Horishi Masouka wird 2008 bereits zum 21. Mal an der Dakar teilnehmen, 2002 und 2003 konnte er den Klassiker für sich entscheiden. "Ich denke, es ist für 'Samurai' Masouka an der Zeit, seinem Lebenslauf einen weiteren Sieg hinzuzufügen", sagte der 47-Jährige lächelnd. "Obwohl Mitsubishi schon so viel Siege holen konnte, geht man jede Rallye als völlig neue Herausforderung an und ich werde wieder alles tun, um zu gewinnen. Wir werden sehr unter Druck stehen und haben mit VW und BMW starke Gegner. Es wird also nicht einfach und ich rechne mit einem harten Fight."

"Es heißt, dass es 2008 mehr Sand und Dünen geben wird", fuhr der Japaner fort. "Das macht es natürlich schwieriger, auf der anderen Seite könnte das dem Montero entgegen kommen, der auf solchem Terrain sehr stark ist. Mir persönlich macht das Fahren auf Sand sehr viel Spaß, vor allem, nachdem das Team bei den Tests in Afrika sehr gut mit dem MPR13 gearbeitet hat. das Auto wurde rundherum verbessert, angefangen bei der Aufhängung. Der Motor konnte zwar nicht mehr weiter entwickelt werden, aber das gesamte Set Up wurde komplett überarbeitet. Ich denke, das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend."

Der Teamschef unterschätzt die Rivalen nicht

Teamchef Dominique Serieys kann es kaum erwarten, bis sich sein Team der Herausforderung Dakar stellt: "Bei der 30. Dakar werden wir eine sehr harte Route durch Marokko und Mauretanien erleben, wobei ich denke, dass es in Mauretanien am schwierigsten wird. Unser Team und all seine Mitglieder sind sehr erfahren, was ein großer Vorteil ist. Auch die Zuverlässigkeit des Montero Evolution sollte uns von Nutzen sein."

Der Teamchef will aber auch die Rivalen nicht unterschätzen: "Volkswagen hat mit Carlos Sainz und Villiers ein starkes Line-Up. Wir dürfen auch BMW nicht vergessen, die Unterstützung vom Werk und sehr erfahrene Piloten haben. Und wir müssen auch auf Schlesser achten."

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