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Grönholm: Nie mehr Nebel, Regen und Matsch!

03. Dezember 2007 - 11:09 Uhr

Marcus Grönholm gab sich bei seiner letzten Pressekonferenz recht cool, sein Co-Pilot Timo Rautiainen zeigte mehr Gefühle

Timo Rautiainen, Marcus Grönholm
Auch der Weihnachtsmann hat Rautiainen und Grönholm verabschiedet
© Ford

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Marcus, Gratulation, du hast eine fantastische Karriere auf dem Podest beendet. Was fühlst du jetzt, wo deine lange und sehr erfolgreiche Karriere vorbei ist?
Marcus Grönholm: "Jetzt fühle ich mich ganz gut, aber vielleicht sieht es in zwei Monaten anders aus, da musste man mich dann noch einmal frage. Ich bin etwas enttäuscht, dass ich nicht Weltmeister geworden bin, aber es war schon vor dem Start der Rallye recht klar, dass es nach Irland schwer werden würde. Ja, es ist vorbei, aber es ist auch schön, dass ich nie wieder in Nebel, Regen und Matsch fahren muss!"

Frage: "Hat dir dieses Jahr Spaß gemacht?"
Grönholm: "Es war eine sehr gute Saison für mich. Die letzten beiden Rallyes waren nicht gut, aber ansonsten lief es perfekt ohne jedes Problem mit dem Auto."

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Frage: "Und du Timo, bist du froh, dass es vorbei ist oder bist du jetzt ein bisschen traurig?"
Timo Rautiainen: "Ich bin überhaupt nicht traurig. Am Ende der letzten Prüfung, als wir in die letzten Kurven vor dem Ziel gekommen sind, habe ich Marcus gefragt 'Darf ich jetzt den Aufschrieb weglegen?' und er sagte, das könne ich. Und dann habe ich mich bei ihm für all die Jahre bedankt. Wir sind zur Zeitkontrolle gefahren, da sah ich Seb und Daniel und zwei Minuten später kamen auch Mikko und Jarmo. Das war ein großartiger, aber auch sehr emotionaler Moment. Und außerdem bin ich erleichtert, dass ich keine RAC Rallyes mehr fahren muss - kein Nebel, kein Matsch und keine Splitzeiten mehr!"

"Die letzten beiden Jahre bei Ford haben mir sehr viel bedeutet. 2002 hatte alles so gut angefangen. Nach all den Jahren als Privatier wurde ein Traum wahr, einen Vertrag zu bekommen und Meisterschaften zu gewinnen. Dann hatten wir ein paar schlechte Jahre und wir dachten schon 'sind wir wieder schnell genug?'. Aber die Karriere mit zwei Jahren in so einem Team zu fahren, das zu erreichen, was wir erreichen konnten, fast ohne technische Probleme - das war ein schönes Gefühl. Wir hören auf mit dem Wissen, dass wir gewinnen können."

Frage: "Marcus, wie schwierig war diese Rallye für dich - darauf zu warten, dass Sébastien etwas passiert? Hast du überhaupt versucht, Mikko den Sieg streitig zu machen?"
Grönholm: "Nein, nicht wirklich. Wir haben recht langsam angefangen und Mikko war ziemlich schnell. Es war schnell klar, dass sich keiner zwischen uns drängt, deshalb wäre es keine gute Idee gewesen, anzugreifen und einen Fehler zu machen."

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