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Grönholm: Kein Stress und ein Mysterium

01. Dezember 2007 - 23:08 Uhr

Während Ford-Teamkollege Mikko Hirvonen weiter führt, gibt sich Marcus Grönholm mit Platz zwei zufrieden: "Der Sieg wäre schön, aber ich will den Titel"

Marcus Grönholm
Marcus Grönholm riskiert nichts: Der Titel ist wichtiger als der letzte Sieg
© Ford

(Motorsport-Total.com) - Das Ford-Werksteam hat die Wales Rallye GB mit einem erfolgreichen zweiten Tag fortgesetzt. Zwar gingen sechs der sieben Bestzeiten an Kollege Jari-Matti Latvala aus der B-Mannschaft Stobart, aber die Werkspiloten Mikko Hirvonen und Marcus Grönholm liegen auch nach dem zweiten Tag ungefährdet an der Spitze. Vor den letzten vier Prüfungen hat Hirvonen dabei einen Vorsprung von 35,5 Sekunden auf seinen Teamkollegen.

Hirvonen war die heutigen Prüfungen seit 2004 nicht mehr gefahren und ging den Tag deshalb langsamer an. In der letzten "richtigen" Prüfung konnte er seinen Vorsprung allerdings wieder etwas ausbauen, weil Grönholm plötzlich Handling-Probleme an seinem Focus bekam.

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"Heute war es sicher einfacher zu fahren als gestern", sagte Hirvonen. "Obwohl es etwas geregnet hat, war die Sicht besser und ich habe gesehen, wo ich hinfahre. Nach zwei Tagen bin ich immer noch vorn, also will ich mich auch über die Bedingungen nicht allzu sehr beschweren. Es wird schön sein, morgen als Führender aufzuwachen, aber noch habe ich den Sieg nicht in der Tasche. Marcus wird mir vor seiner Rente sicher noch einmal zeigen wollen, wo es langgeht, also muss ich achtsam bleiben und eine hohe Pace fahren, damit ich ihn hinter mir halte."

Grönholm will nichts riskieren

Grönholm jedoch scheint kein großes Interesse daran zu haben, seinen jungen Teamkollegen zu jagen. Solange sein Rivale Sébastien Loeb Dritter ist, würde ihm auch ein Sieg nichts nützen. Während er auf Fehler des Franzosen wartete, ging Grönholm selbst heute keine Risiken ein. Nur in der letzten Wertungsprüfung bekam der Finne ein Problem, als sein Auto plötzlich übersteuerte.

"Ich weiß nicht, was da passiert ist, aber in den Rechtskurven hat das Auto übersteuert, es war wie eine Schlange. Ich bin nirgendwo dagegen gefahren und auf der Autobahn in Richtung Cardiff, wo die Zuschauerprüfung stattfand, war es plötzlich wieder in Ordnung. Das war ein Mysterium", erklärte "Bosse". Er hakte die Probleme schnell ab und legte bei der Super Special Stage gleich noch die Bestzeit hin.

"Ich hatte heute keinen Stress und keinen Druck, denn ich kann ja nichts anderes machen als abzuwarten, was mit Loeb ist", fuhr Grönholm fort. "Ich habe nicht vor zu pushen, um Mikko noch einzuholen. Es wäre dumm, wenn ich das täte und dabei einen Fehler machen würde. Mein Plan ist, Zweiter zu bleiben. Es wäre schön, wenn ich meine letzte Rallye gewinnen könnte, aber das hat für mich nicht die Priorität - die hat der Titel. Der Sieg im Millenium Stadion war klasse. Die Stimmung war fantastisch und weiß die Standing Ovations der Fans wirklich zu schätzen."