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Der Fahrer bekommt nur Flüssignahrung

29. Dezember 2007 - 17:12 Uhr

Lange Tage am Steuer: Die Rallye Dakar hat für die Piloten neben den schwierigen Strecken noch ganz andere Herausforderungen parat

Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz
Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz erwarten wieder harte Tage
© Volkswagen Motorsport

(Motorsport-Total.com) - Für Carlos Sainz ist die Rallye Dakar das größte Abenteuer überhaupt, viele andere Piloten nehmen vor allem teil, um ihre eigenen Grenzen auszuloten. Der Wüstenklassiker ist hart, nicht nur, weil es 9.200 Kilometer durch Wüsten und Dünen, über Stock und Stein geht. Acht bis neun Stunden am Tag sitzen die Piloten und ihre Beifahrer im Auto, und das nicht nur einen Tag lang, sondern mehr als zwei Wochen.

Dass der Trip durch die Wüste in allen Bereichen alles andere als alltägliche ist, beschrieb Dirk von Zitzewitz im Interview mit der 'Bild'-Zeitung. Er hat noch Glück: Er uns sein Pilot Giniel de Villiers haben in ihrem VW Race Touareg eine Klimaanlage. Die kühlt die Temperatur im Auto von 65 Grad auf "erträgliche" 55 Grad herunter. Ganz wichtig in der Wüstenhitze: Viel trinken. "Ich habe in gekühlten Flaschen drei Liter dabei, die ich aber selten komplett austrinke. Giniel hat Zugriff auf bis zu 7 Liter. Die braucht er auch", berichtete von Zitzewitz.

Wer mehrere Liter am Tag trinkt, bekommt logischerweise auch menschliche Bedürfnisse. Aber: Die Rallye Dakar ist ein Wettrennen und keine Urlaubsfahrt. "Du kannst nicht anhalten. Also geht es kurz vorm Start in den Busch, der letzte Tropfen muss raus", erklärte er. "Du darfst morgens nicht zu viel trinken. Auch wenn dir jeder Sport-Physiologe sagt, du musst. Manche pinkeln in den Sitz. Ich brauch das echt nicht."

Nach mehreren Stunden Schwerstarbeit am Steuer und beim Navigieren meldet sich natürlich auch der Magen, aber auch das ist nicht so einfach: "Für den Fahrer kommt nur Flüssig-Nahrung in Frage, weil er die Hand nicht lange vom Lenkrad nehmen kann", so von Zitzewitz. "Ich gönne mir auch mal einen Riegel. Giniel bekommt von mir alle 100 km was zugeteilt."

Die Rallye Dakar - eine Herausforderung für Mensch und Maschine, und zwar in allen Bereichen.

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