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SS16: Loeb nach Tag zwei deutlich in Front

17. November 2007 - 17:40 Uhr

Sébastien Loeb eilt in Richtung Sieg und WM-Führung, Daniel Sordo und Jari-Matti Latvala weiter auf dem Podest, Manfred Stohl vorzeitig draußen

Sébastien Loeb
Sébastien Loeb ist ungefährdet unterwegs zum Sieg bei der Rallye Irland
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der zweite Tag der Rallye Irland hatte es zwar auch in sich, alles in allem verlief er aber weit weniger dramatisch als der gestrige Freitag. Mann des Tages war Sébastien Loeb. Mit vier Bestzeiten in sechs Wertungsprüfungen baute er als Führender seinen Vorsprung auf Verfolger und Teamkollege Daniel Sordo auf jetzt 59,3 Sekunden aus. "Ich hatte überhaupt keine Probleme, es war ein perfekter Tag", bilanzierte Loeb im Ziel. "Ich habe keine Fehler gemacht, ich bin keine Risiken eingegangen - perfekt."

Diesmal sieht es so aus, als könne er das Geschenk des Grönholm-Ausfalls nutzen. Vier Prüfungen muss Loeb noch heil überstehen, den Sieg kann er sich eigentlich nur noch selbst nehmen. Als Irland-Sieger würde er zehn Punkte auf sein Konto holen und er käme mit einem recht guten Vorsprung von sechs Zählern auf seinen Erzrivalen Grönholm zum Saisonfinale nach Wales. "Das wäre natürlich schön", sagte Loeb dazu. "In Japan habe ich meine Chance nicht genutzt, hier möchte ich es tun. Wichtig ist jetzt, konzentriert zu bleiben."


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Sordo geht es nun langsamer an

Teamkollege Sordo verlor nach einem Fehler heute Vormittag etwas Zeit, am Nachmittag lief es aber wieder besser für ihn. Da auch Verfolger Jari-Matti Latvala patzte, hat Sordo nun einen komfortablen Vorsprung von 1:09.5 Minuten. "Jetzt kann ich morgen etwas langsamer fahren", sagte der Gesamtzweite. "Es war heute sehr schwierig mit dem vielen Wasser auf der Strecke, aber die Lücke auf Latvala ist nun groß genug, das ist okay."

"Was richtig gefährlich ist, sind die Wasserlöcher - man lernt immer etwas dazu."
Jari-Matti Latvala

Stobart-Pilot Latvala konnte seinen dritten Platz an diesem Samstag halten, und das, obwohl er sich einen gewaltigen Ausritt in der 14. Wertungsprüfung leistete. In einer Wasserpfütze rutschte er gerade aus in eine Wiese. Zuschauer schoben den Finnen zurück auf die Strecke. Er verlor zwar Zeit, blieb aber Dritter. "Ich bin zufrieden", bilanzierte er. "Ich habe zwar diesen Fehler gemacht, aber ich hatte Glück. Jetzt muss ich konzentriert bleiben. Ich habe keine Angst mehr vor den rutschigen Kurven. Was richtig gefährlich ist, sind die Wasserlöcher - man lernt immer etwas dazu."

Ford-Werkspilot Hirvonen verbrachte den gesamten Samstag auf Rang vier. Er haderte mit seinem Rhythmus und demolierte sich in der 14. Prüfung ein Rad. Mit seiner Performance ist Hirvonen nicht sonderlich zufrieden, ihm ist aber nur wichtig, die drei Punkte zu holen, die Ford vorzeitig zum Hersteller-Weltmeister machen.

Solberg kämpft um Herstellerpunkte

Petter Solberg ist weiter Fünfter: "Der Morgen war schwer, aber am Nachmittag hatte ich dann die richtigen Reifen aufgezogen", berichtete der Subaru-Pilot. "Es ist enorm wichtig, dass ich Fünfter bleibe, deshalb riskiere ich nichts. Wir brauchen die Punkte unbedingt für die Herstellerwertung, damit wir dort Dritter bleiben." Den Kampf um Platz drei liefert sich Subaru mit Stobart - und da könnte Latvala als Dritter gewaltig punkten.

Guy Wilks im privaten Subaru beendete den zweiten Tag auf Rang sechs, Stobart-Pilot Matthew Wilson als Siebter und Gareth MacHale sicherte sich als Achter den letzten Punkterang. Für Manfred Stohl, der den Tag als Siebter gestartet und sich viel vorgenommen hatte, war die Etappe zur Mittagspause beendet. In der elften und in der 13. Prüfung flog der Österreicher ab. Beim ersten Mal schaffte er es dank Zuschauerhilfe noch mit sechs Minuten Rückstand ins Ziel, beim zweiten Mal musste er aufgeben.

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