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RALLYEBERICHT
 
"Mysterious Ways" auf der "Grünen Insel"
 
12. November 2007 - 19:29 Uhr
 
Die Vorschau von BFGoodrich auf die Rallye Irland: Der neue WRC-Lauf stellt Fahrer und Teams vor viele neue, unbekannte Herausforderungen
 
Chris Atkinson
Enge Straßen in toller Landschaft - das erwartet die Piloten auch in Irland
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - "Mysterious Ways" - einer der großen Hits der irischen Kultband "U2" - eignet sich wunderbar als Soundtrack für die Rallye Irland am kommenden Wochenende: Die Veranstaltung auf der "Grünen Insel", der 15. von 16 Läufen zur Rallye-Weltmeisterschaft 2007, feiert das Debüt im Kalender. Für die WRC-Protagonisten stellen die anspruchsvollen Prüfungen somit Neuland dar. BFGoodrich und seine Partner nahmen daher in der jüngeren Vergangenheit an verschiedenen Läufen zur irischen Rallye-Meisterschaft teil, um den Geheimnissen der winkligen und engen Asphaltstraßen Irlands auf den Grund zu gehen.

"Where the streets have no name": Auch wenn sich die Fahrer am kommenden Donnerstagabend beim Start der Rallye Irland auf für sie unbekanntes Terrain begeben - dass sie sich großen Herausforderungen gegenübersehen, steht bereits heute fest. So zeigte sich beispielsweise BFGoodrich Partner und Citroën-Pilot Dani Sordo nach seinem zweiten Rang bei der Cork International Rally Anfang Oktober beeindruckt: "Die Prüfungen stellen eine echte Herausforderung dar", beschrieb der Spanier seine Eindrücke von der allgemein als Generalprobe für das WM-Event angesehenen Veranstaltung. "Die Strecken sind ausgesprochen schnell, gleichzeitig aber auch sehr eng und uneben - ganz anders als alles, was ich sonst kenne."

 

Auch Sordos Teamkollege und Cork-Sieger Sébastien Loeb äußerte Respekt. "Ich war von dem Schwierigkeitsgrad der Prüfungen überrascht", gab der amtierende Weltmeister zu, der im Juni bereits in Donegal an den Start gegangen war. Die für das kommende Wochenende zu erwartende herbstliche Witterung dürfte die Aufgabe zusätzlich erschweren.

 
Zuschauerprüfung in Belfast

Neben den anspruchsvollen Strecken dürfen sich Fans und Aktive auch auf die atemberaubende Landschaft von Irlands Nordwesten freuen. Bemerkenswert übrigens: Vom Rallye-Hauptquartier Sligo City aus führt die Route nicht nur durch die Republik Irland, sondern auch über die Grenze nach Nordirland. So startet die Rallye Irland am Donnerstagabend mit einer 1,82 Kilometer langen Super Special-Prüfung rund um Stormont Castle in Belfast.

Auf der ersten Etappe am Freitag - mit insgesamt 168 WP-Kilometern die längste des Wochenendes - bewegen sich die Teams durch die weitläufigen Moorlandschaften und hügeligen Regionen östlich von Sligo. Am Samstag macht die Rallye-Elite einen Abstecher in die Seenlandschaft der nordirischen Grafschaft Fermanagh, bevor es am dritten Tag hauptsächlich entlang der Küste der Donegal Bay geht. Die Rallye Irland endet mit einer weiteren Super Special (2,38 km) in dem kleinen Fischerdorf Mullaghmore.

Insgesamt 90 Fahrzeugbesatzungen haben für die "Rally Ireland" gemeldet, darunter auch 36 World Rally Cars (WRC) - so viele wie bei keinem anderen WM-Lauf in dieser Saison. Ein würdiger Rahmen für die äußerst spannende Auseinandersetzung um den Weltmeistertitel zwischen dem amtierenden Champion Sébastien Loeb (BFGoodrich-Citroën) und Altmeister Marcus Grönholm (BFGoodrich-Ford). Wir dürfen gespannt sein, für welchen Drift-Künstler es am Sonntagnachmittag - in Abwandlung eines weiteren U2-Klassikers - heißt: "Sunday, happy Sunday..."

 
Das erwarten die Partnerteams von BFGoodrich

BP Ford kann am kommenden Wochenende für die Entscheidung in beiden WM-Wertungen sorgen: In der Teamwertung fehlen dem Team lediglich noch drei Punkte zur erfolgreichen Titelverteidigung. In der Fahrerwertung behauptet Marcus Grönholm einen Vorsprung von vier Punkten auf Sébastien Loeb. "Diese Situation macht mir richtig Spaß", versichert der "fliegende Finne". "Es ist einfach toll, um beide WM-Titel kämpfen zu können. Sie beide zu gewinnen, wäre der denkbar schönste Abschluss meiner Rallye-Karriere."

Trotz aller Wertschätzung für seinen Kontrahenten - einen derart glanzvollen Abschied von der WM-Bühne möchte Citroën Total-Ass Sébastien Loeb dem Finnen dann doch nicht bereiten. "Unser Duell ist etwas ganz Besonderes. Wir schätzen und mögen uns. Ich finde es schade, dass er jetzt aufhört", verteilt der der ehemalige Kunstturner aus dem Elsass Komplimente. Und fügt lächelnd an: "Deshalb wünsche ich ihm, dass er eine tolle Rallye fährt - und hinter mir Zweiter wird. Und beim großen Saisonfinale in Wales wiederholen wir diesen Einlauf einfach ..."

Anders als die Konkurrenz ging das Subaru-Team in diesem Jahr bei keiner Rallye in Irland an den Start. Die "Blauen" reisen dennoch nicht als Irland-Greenhorns auf die "Grüne Insel": So trat Chris Atkinson im vergangenen Jahr als einziger der WRC-Piloten bei der Generalprobe für die Veranstaltung an - wenn auch "nur" mit einem Gruppe N-Impreza. "Wir profitieren zudem von den Erfahrungen unserer Kundenteams", so Subaru World Rally Team-Geschäftsführer Richard Taylor. "Die Subaru Impreza sind die dominierende Kraft unter den in der irischen Meisterschaft vertretenen World Rally Cars."

Kronos-Citroën schickt in Irland Manfred Stohl und François Duval ins Rennen. Während der Österreicher offen zugibt, dass der enge und wellige Asphalt ihm mit dem Xsara WRC nicht sonderlich liegt, hofft der Belgier, an seine Vorstellung bei der Rallye Deutschland im August anknüpfen zu können, als er auf Rang zwei fuhr.

Für Stobart-Ford geht einmal mehr das bewährte Trio Henning Solberg, Jari-Matti Latvala und Matthew Wilson an den Start. So wie Solberg mit Sicherheit viel daran setzen wird, den Vier-Punkte-Rückstand in der Fahrerwertung auf seinen jüngeren Bruder Petter wettzumachen, hat das Team in der Gesamtwertung mit 71 Punkten Rang drei im Visier, der momentan von Subaru (73 Punkte) eingenommen wird.

 
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Zur Newsübersicht Irland ein gutes Pflaster für Stobart?Wenn Irland der Mittelmeerküste gleicht
 
 
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