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Loeb: "Konnten uns die Chance nicht entgehen lassen"

18. November 2007 - 20:14 Uhr

Sébastien Loeb hat nach seinem Sieg in Irland den Titel wieder zum Greifen nah - Citroën-Teamchef Guy Fréquelin ist nach dem Doppelerfolg "im siebten Himmel"

Daniel Elena, Sébastien Loeb
Sébastien Loeb und Daniel Elena konnten das Blatt in der WM wenden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die matschigen und unebenen Straßen in Irland haben sich als gutes Pflaster für das Citroën-Team erwiesen. Mit Sébastien Loeb und Daniel Sordo feierten die Franzosen einen ungefährdeten Doppelsieg. Doch was noch viel wichtiger ist: Loeb hat seinen vierten WM-Titel plötzlich wieder zum Greifen nah. Vor dem letzten Saisonlauf, dem großen Showdown in zwei Wochen in Wales, hat er sechs Punkte Vorsprung auf seinen Rivalen Marcus Grönholm. Damit würde Loeb in Großbritannien ein fünfter Platz reichen, um erneut Weltmeister zu werden.

Auch die heutigen letzten 55,91 Kilometer hielten für die Piloten feuchte und schmierige Straßenverhältnisse bereit. Dazu regnete es zunächst, bevor später die Sonne etwas durchspitzelte. Schon beim Frühstück war den Citroën-Piloten klar, dass auch der letzte Tag in Irland kein Zuckerschlecken werden würde. Maximale Vorsicht war deshalb die oberste Devise.

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"Das war eine große Herausforderung, aber wir haben sie mit Bravour bestanden."
Guy Fréquelin

"Nach diesem Doppelsieg bin ich im siebten Himmel", freute sich Teamchef Guy Fréquelin. "Als wir uns auf diesen Lauf vorbereitet haben, haben wir schon geahnt, dass es richtig heftig wird. Keiner von uns hatte jemals zuvor so etwas wie diese irischen Prüfungen gesehen. Aber wir konnten und den Bedingungen anpassen und haben die nötigen Lösungen für diese sehr speziellen, engen, schnellen und unebenen Straßen gefunden. Und als ob das Profil der Prüfungen nicht ausreicht, hatten wir auch noch mit Regen, Schlamm und sogar Nebel kämpfen müssen. Das war eine große Herausforderung, aber wir haben sie mit Bravour bestanden."

Start war "stressig" für Loeb

Loeb holte seinen achten Saisonsieg und den 36. seiner WRC-Karriere. Doch mehr als die Statistik interessiert ihn, was damit für ihn möglich geworden ist. "Wegen eines defekten Dämpfers war der Start in die Rallye recht stressig, aber wir waren bald auf Siegkurs und haben unsere Chancen im Titelkampf immer weiter vergrößert", so der Franzose, dessen Rivale Marcus Grönholm bereits am Freitag nach einem Unfall ausschied.

"Ich bin so glücklich, dass wir heute in Sligo gewonnen haben!"
Sébastien Loeb

Diese Chance konnten wir uns nicht entgehen lassen", fuhr Loeb fort. "Die größte Herausforderung in diesen sehr schwierigen Prüfungen war, eine Pace zu finden, mit der wir kontrolliert fahren, aber gleichzeitig den maximalen Speed aus dem C4 herausholen konnten. Das war nicht einfach und ich bin so glücklich, dass wir heute in Sligo gewonnen haben!"

Nicht minder groß war die Freude bei Dani Sordo, der zum zweiten Mal in Folge Zweiter wurde: "Es war mehr eine Schlammrallye als ein Asphaltlauf", bemerkte der Spanier. "Es gab so viele Fallen und das war wirklich nicht einfach. Unser C4 war bei diesen Bedingungen extrem gut und so konnte ich zum vierten Mal in Folge aufs Podest fahren."

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