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RALLYEBERICHT
 
Irland ein gutes Pflaster für Stobart?
 
von Britta Weddige 12. November 2007 - 16:13 Uhr
 
Die Rallye Irland ist neu in der WRC, das englische Stobart-Team kennt sich auf dem irischen Asphalt aber bestens aus - Ersatz-Beifahrer für Henning Solberg
 
Stobart
Das Stobart-Trio will in Irland an die Erfolge bei der Rallye Japan anknüpfen
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - Die neue Messlatte, die sich das Stobart-Team mit den Erfolgen bei der Rallye Japan gesetzt hat, ist hoch. Am kommenden Wochenende in Irland will das Trio wieder ähnlich auftrumpfen. Zwar steht die Rallye Irland erstmals im WRC-Kalender, für das englische Team ist der Asphalt auf den Grünen Insel allerdings vertrautes Terrain, zumindest für Jari-Matti Latvala und Matthew Wilson. Beide haben schon an irischen Asphalt-Rallyes teilgenommen, Wilson konnte die erste Rallye Irland 2005 sogar mit deutlichem Vorsprung gewinnen.

Neuland ist Irland allerdings für Henning Solberg. Zum vierten Mal in Folge muss sich der Norweger auf einen für ihn neuen Lauf einstellen - diesmal hat er jedoch den Vorteil, dass das für viele der Kollegen gilt. Außerdem hat Solberg am kommenden Wochenende einen anderen Co-Piloten. Cato Menkeruud wird Vater und bleibt zu Hause bei seiner hochschwangeren Frau Charlotte. Er wird vertreten durch den Schweden Göran Bergsten.

 

Wie bei der Rallye Monte Carlo und der Rallye Sanremo wird auch diesmal grenzüberschreitend in mehreren Staaten gefahren - in der Republik Irland und im zu Großbritannien gehörenden Nordirland. Die unebenen Asphaltpisten gelten als große Herausforderung. In der irischen Meisterschaft ist der Ford Focus in dieser Saison das dominierende Auto - ein Umstand, der dem Stobart-Team Anlass zur Hoffnung gibt.

 
"Es wird schwierig, aber ich habe in diesem Jahr ja schon etwas Erfahrung auf Asphalt gesammelt."
Henning Solberg
"Wieder einmal weiß ich wirklich nicht, was mich erwartet", sagte Solberg. "Man hat mir erzählt, dass es eine sehr schwere Rallye werden kann, sehr eng, kurvenreich und schnell. Und bei schlechtem Wetter kann es extrem rutschig werden. Es wird schwierig, aber ich habe in diesem Jahr ja schon etwas Erfahrung auf Asphalt gesammelt, das wird mir sicher weiterhelfen. Ich werde versuchen, in die Punkte zu fahren."

"Es wird eine interessante Rallye, aber ich bin recht zuversichtlich", ergänzte Teamkollege Latvala. "Wir sind zwar diese Prüfungen noch nicht gefahren, aber schon auf Straßen, die recht ähnlich sind. Ich habe also eine Ahnung davon, wie knifflig diese Oberfläche ist. Meine einzige Sorge ist das Wetter. Wenn es regnet, kann es richtig rutschig werden. Aber in letzter Zeit hatte ich ein gutes Gefühl im Auto und beim letzten Asphaltlauf in Korsika habe ich ein gutes Ergebnis geholt."

Auch Teamyoungster Wilson weiß, wie tückisch die Verhältnisse in Irland sein können. "Als wir hier 2005 gewonnen haben, war das eigentlich eine ziemliche Überraschung", erinnerte er sich. "Es wurde nämlich auf verschiedenen Oberflächen gefahren und wir dachten, dass wir auf Schotter einen Vorteil haben, auf Asphalt allerdings Zeit verlieren würden. Der erste Tag wurde auf Asphalt gefahren und danach hatten wir schon einen großen Vorsprung auf die starke irische Konkurrenz. Einige Prüfungen werden jetzt in der selben Gegend gefahren - ich habe also den Vorteil, dass ich die Straßen und die tückische Oberfläche schon kenne."

 
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