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Grönholm: "Ich gebe noch nicht auf"

16. November 2007 - 20:01 Uhr

Der schwere Unfall in Irland hat Marcus Grönholm im Titelkampf zurückgeworfen, doch "Bosse" sagt seinem Rivalen Sébastien Loeb weiter den Kampf an

Marcus Grönholm
Marcus Grönholm blieb bei seinem schweren Unfall wenigstens unverletzt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Saisonendspurt 2007 ist an Dramatik nicht zu überbieten. Bei der Rallye Japan schied erst WM-Leader Marcus Grönholm aus, am Tag später folgte sein Rivale Sébastien Loeb. So änderte sich an der Spitze der Fahrerwertung nichts: Mit vier Punkten Vorsprung kam Ford-Werkspilot Grönholm zum vorletzten Lauf nach Irland. Doch auch hier erlebte er dramatische Momente - und muss nun wieder um den Titel bangen.

In der vierten Wertungsprüfung flog er von der Strecke ab und krachte mit seinem Focus in eine Mauer. Nach dem heftigen Einschlag wurden Grönholm und sein Co-Pilot Timo Rautiainen ins Krankenhaus nach Sligo gebracht. Nach einigen Untersuchungen gab es aber Entwarnung: Beide sind unverletzt und durften die Klinik wieder verlassen.

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"Der Unfall ist kurz vor dem Ziel in einer weiten Rechtskurve passiert", schilderte Grönholm. "Ich habe die Kurve angebremst, aber es war extrem rutschig und das Auto ist von der Straße gerutscht. Ich habe noch geschafft, es querzustellen, bevor wir die Steinmauer frontal getroffen hätten. Es war wirklich ein sehr, sehr heftiger Einschlag, das Auto blieb schlagartig stehen. Auf meiner Seite des Autos hat es beide Räder abgerissen. Wir wurden ins Krankenhaus gebracht, aber es wurde nichts diagnostiziert. Ich habe nur einen steifen Nacken, aber sonst ist alles okay."

Unterdessen hat sein Erzrivale Loeb die erste Etappe in Führung liegend beendet. Sollte er gewinnen, würde er mit sechs Punkten Vorsprung auf Grönholm zum letzten WM-Lauf nach Wales kommen. Doch "Bosse" gibt sich kämpferisch - er will zum Ende seiner Karriere noch einmal Weltmeister werden: "Es wird schwer in der Meisterschaft, falls Sébastien gewinnt. Aber hier stehen noch viele Kilometer aus und auch das Finale in Großbritannien ist lang - ich gebe die Hoffnung noch nicht auf!" Und vielleicht sind ihm die Rallyegötter so wohl gesonnen wie in Japan: Da wendete sich das Blatt am Samstag ja auch wieder zu Grönholms Gunsten.

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