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X-raid baut Führung in Dubai aus

30. Oktober 2007 - 21:34 Uhr

Nasser Al-Attiyah und Beifahrerin Tina Thörner bauten auf der zweiten Etappe ihre Gesamtführung bei der UAE-Desert-Challenge weiter aus

Nasser Al-Attiyah/Tina Thörner
Das hessische X-raid-Team befindet sich in Dubai weiterhin auf Siegeskurs
© X-raid

(Motorsport-Total.com) - Das hessische X-raid-Team sorgt bei der UAE-Desert-Challenge weiter für Furore. Auf der 328 Kilometer langen zweiten Etappe rund um Moreeb bauten Nasser Al-Attiyah aus Katar und seine schwedische Co-Pilotin Tina Thörner im BMW X3 ihre Führung auf Dakar-Sieger Luc Alphand (Mitsubishi) auf 7:20 Minuten aus. Volkswagen-Werkspilot Carlos Sainz fuhr unterdessen vom dritten auf den fünften Rang vor.

Die zweite Etappe war über weite Strecken ein Zweikampf zwischen Al-Attiyah und Alphand. Letzterer erlitt jedoch gegen Ende des Tages Probleme mit der Kraftübertragung und fiel daher noch auf den dritten Platz zurück, während Al-Attiyah leichtes Spiel hatte und sich weiter von den Verfolgern absetzen konnte. Für Sainz lief diesmal indes alles nach Plan. Pech hatte dafür Giniel de Villiers, dessen Volkswagen sich im Sand festsetzte.

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Volkswagen mit zufriedener Zwischenbilanz

"Für die Fahrer und Beifahrer war es ein langer und anstrengender Tag", erklärte VW-Sportchef Kris Nissen. "Carlos Sainz und Michel Périn haben einen Superjob gemacht und sich im Gesamtklassement verbessert. Beide Race Touareg sind technisch einwandfrei gelaufen. Für die drei kommenden Etappen erwarte ich einen harten Kampf um die Vergabe der Podiumsplätze."

Sainz sprach von einer "problemlosen" Etappe: "Während einige Teams im Sand stecken blieben, hatten wir Glück und kamen ohne Probleme durch. Wir haben uns auf die tückischen Dünenüberquerungen konzentriert, denn der Sand war extrem weich und schwer einzuschätzen. Wir haben zuerst Giniel überholt und später zu Stéphane Peterhansel aufgeschlossen. Als er mit Reifenschaden anhalten musste, kamen wir an ihm vorbei."

De Villiers nahm seine Probleme indes gelassen hin: "Anfangs sind wir Stéphane Peterhansel gefolgt, bis wir stecken blieben und viel Zeit verloren. Die Prüfung war extrem knifflig mit plötzlichen, sehr tiefen Abhängen, von denen einige nicht im Roadbook verzeichnet waren. Später hatten wir eine unerwartete und harte Landung. Dabei ist ein Reifen von der Felge gesprungen und wir mussten ihn wechseln."

Al-Attiyah ohne nennenswerte Probleme

Etappensieger Al-Attiyah war umso glücklicher: "Ich habe auf dem ersten Abschnitt heute Morgen nicht alles gegeben. Eine Etappe wie diese habe ich noch nie erlebt. Der Sand war so weich, die Dünen waren sehr schwierig und voller Sandlöcher. Da musste man wirklich vorsichtig sein. Unser Tag war jedoch fast perfekt - keine Probleme! Tina hat mit dem Roadbook auch wieder einen fantastischen Job gemacht."

Carlos Sainz
Carlos Sainz kommt immer besser in Fahrt, ist schon Gesamtdritter
© Volkswagen

X-raid-Teamchef Sven Quandt zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Dies war eine Superetappe für Nasser und der dritte Sieg für X-raid. Nasser ist ein Topfahrer und er ist heute eine Topetappe für uns gefahren." Allerdings lief für die hessische Truppe nicht alles ganz nach Plan, denn ein weiterer BMW X3 litt heute an Überhitzungsproblemen.

Die UAE-Desert-Challenge, die noch bis Freitag andauert, ist das Finale des Marathon-Weltcups und gleichzeitig die Generalprobe für die Dakar-Rallye 2008. Am Mittwoch wird sie mit einer 277 Kilometer langen Schleife durch das Dünengebirge südlich von Abu Dhabium fortgesetzt.

Resultat, 2. Etappe:

1. Nasser Al-Attiyah/Tina Thörner (QT/S) BMW 4:12.51 Stunden
2. Carlos Sainz/Michel Perin Volkswagen (E/F) 4:17.40
3. Luc Alphand/Gilles Picard Mitsubishi (F/F) 4:19.45
4. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (F/F) Mitsubishi 4:23.27
5. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (RSA/D) Volkswagen 4:31.58

Gesamtstand:

1. Nasser Al-Attiyah/Tina Thörner (QT/S) BMW 6:55.49 Stunden
2. Luc Alphand/Gilles Picard (F/F) Mitsubishi + 7,20 Minuten
3. Carlos Sainz/Michel Périn (E/F) Volkswagen + 9,11
4. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (F/F) Mitsubishi + 11,32
5. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (RSA/D) Volkswagen + 22,22

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