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RALLYEBERICHT
 
Trotz Grönholm-Ausfall: Ford zufrieden
 
29. Oktober 2007 - 13:48 Uhr
 
Den Markentitel hat Ford nach der Japan-Rallye schon so gut wie in der Tasche - Freude über den Sieg von Mikko Hirvonen und Jarmo Lehtinen
 
Mikko Hirvonen
Das Duo Hirvonen/Lehtinen sicherte sich in Japan einen wichtigen Sieg
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - Jubel in Japan um Mikko Hirvonen und Jarmo Lehtinen: Das finnische Duo in Diensten des BP-Ford-Werksteams gewann im Land der aufgehenden Sonne bereits seinen zweiten Saisonlauf. Mindestes der dritte WM-Rang ist dem 27-jährigen Hirvonen damit bereits sicher. Der Finne im Ford Focus RS WRC triumphierte nach drei dramatischen Tagen letztlich klar mit 37,4 Sekunden Vorsprung.

Die WM-Spitzenreiter Marcus Grönholm und Timo Rautiainen mussten ihren Focus nach einem Unfall bereits am ersten Vormittag der Rallye abstellen. Dennoch verteidigten sie ihren Vierpunktevorsprung in der Fahrerwertung, da Titelrivale Sébastien Loeb - ebenfalls nach Unfall - in Japan ohne Punkte blieb.



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Überragendes Wochenende für Ford

Durch Hirvonens Sieg vergrößerte Ford die Führung in der Marken-WM auf 34 Punkte. Bei den beiden noch ausstehenden Läufen in Irland und Großbritannien sind maximal 36 Konstrukteurspunkte zu vergeben. In den Top 5 platzierten sich nicht weniger als vier Ford Focus RS.

Die in Obihiro auf der japanischen Nordinsel Hokkaido stationierte Rallye war gekennzeichnet von frühwinterlicher Witterung: Nebel und vereiste Straßen erwarteten die Piloten am Freitag, in der Nacht zum Samstag verwandelte starker Regen die Wertungsprüfungen in Rutschbahnen. Erst auf der dritten Etappe ließ sich die sprichwörtliche japanische Sonne tatsächlich sehen.

Hirvonen hatte die Führung bereits am Nachmittag der ersten Etappe übernommen. Nach Unfällen der Verfolger Sébastien Loeb und Jari-Matti Latvala ging der Finne mit komfortablen 38,2 Sekunden Vorsprung vor Dani Sordo in den Schlusstag. Dort beschränkte sich Hirvonen darauf, den Abstand zu kontrollieren und sicherte sich letztlich unangefochten seinen insgesamt dritten WM-Sieg.

"Eine ungewöhnliche und schwierige Rallye endete mit einem perfekten Ergebnis", bilanzierte Hirvonen. "Nebel, Eis und Regen sorgten für sehr schwierige Verhältnisse. Als mein Teamkollege Marcus Grönholm am Freitag ausfiel, lastete der ganze Druck auf mir. Ich musste Loeb schlagen, um Marcus im Titelkampf zu helfen. Das habe ich geschafft - und ich holte wichtige Punkte für BP-Ford."

 
Grönholm lag zu Beginn in Führung

Marcus Grönholm
Marcus Grönholm hat noch immer alle Chancen auf den Gewinn des WM-Titels
Zoom © Ford
Seine Teamkollegen, die Tabellenführer Grönholm/Rautiainen, führten die Rallye Japan zu Beginn an. Bei einem Unfall wurde der Überrollkäfig ihres Focus dann aber so schwer beschädigt, dass sie aufgeben mussten. "Nachdem auch Sébastien ausgefallen ist, hat sich an der WM-Situation nichts geändert", zeigte sich Grönholm nach dem Nuller seines Konkurrenten erleichtert.

Und weiter: "Nach dem Unfall am Freitag können wir von Glück reden, dass wir die WM noch anführen. Es wird nicht einfach, doch wir fahren sehr zuversichtlich nach Irland. Wir müssen unseren Fehler gutmachen und beide ausstehenden Läufe gewinnen. Es sieht nach einer extrem spannenden Schlussphase der Meisterschaft aus."

Malcolm Wilson, Direktor des BP-Ford-Teams, zeigte sich von Hirvonens Leistung begeistert: "Seit Mitte der zweiten Etappe stand er unter immensem Druck und fuhr dennoch eindrucksvoll. Da Mikko im kommenden Jahr im Team eine noch wichtigere Rolle spielen soll, ist dieser Sieg umso wichtiger für ihn - er hat seine Chance perfekt genutzt. Nachdem es am Freitag zunächst nicht gut aussah, stehen wir nun kurz vor dem erneuten Gewinn des Herstellertitels."

Und Jost Capito, Direktor des Ford-RS-Teams, sagte: "Der Sieg in Japan, einem der größten Automobilmärkte der Welt, bedeutet uns sehr viel. Gleich vier Ford Focus RS unter den besten Fünf zu sehen, sagt alles über die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unserer Fahrzeuge. Als Spitzenreiter in beiden WM-Wertungen freuen wir uns auf zwei spannende Finalläufe."

 
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