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Stohl: Wer sein Auto liebt, der schiebt

27. Oktober 2007 - 14:23 Uhr

Manfred Stohl wurde von einer defekten Kupplung fast aus dem Rennen geworfen, dank übermenschlicher Kräfte konnte er aber Platz sechs halten

Manfred Stohl
Manfred Stohl hat einen ereignisreichen zweiten Tag hinter sich
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das OMV Kronos Citroën World Rally Team schwankt bei der "Rally Japan" zwischen Lust und Frust, wobei letztendlich doch die positiven Seiten überwiegen. Nachdem der 35-jährige OMV Pilot am zweiten Tag seinen Rhythmus gefunden hatte, warf ihn ein Kupplungsschaden wieder zurück. Der Österreicher benötigte seine ganze Routine, um überhaupt noch ins Mittags-Service zu kommen. Nach der zweiten Etappe liegt er auf dem sechsten Platz. Doch das große Ziel des Österreichers ist, als Vierter das Ziel in Obihiro zu erreichen.

Manfred Sohl kam in den frühen Morgenstunden auch mit den schwierigsten Bedingungen bestens zurecht. Nach dem Ausfall von Loeb und Latvala lag der OMV Pilot auch schon an vierter Stelle. Doch ein Kupplungsschaden verhinderte vorerst die Top-Platzierung. Stohl: "Die Probleme haben sich schon auf der zweiten Prüfung des Tages angekündigt. Danach musste ich voll konzentriert sein, damit mir nicht durch irgendeine Unachtsamkeit der Wagen auf der Sonderprüfung abstirbt, denn dann wären wir ewig und noch länger im Wald stehen geblieben."

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350 Meter Schwerstarbeit

Auch auf der rund 80 Kilometer langen Verbindungsetappe vom Ziel der SP 14 ins Service war vollste Konzentration gefragt. Nur nicht stehen bleiben hieß die Devise, denn die Kupplung war nicht mehr zu gebrauchen. So "schlenderte" das OMV Duo in Schlangenlinien dahin, um jeder roten Ampel auszuweichen. Stohl: "Wir hatten Glück, denn es war auf der ganzen Strecke nur eine einzige Ampel rot. Da haben wir uns mit dem Starter geholfen. Aber das kann man eben nicht zu oft machen."

"Das war wirklich nicht lustig, doch manchmal verleiht der Kampf um Sekunden übermenschliche Kräfte."
Manfred Stohl

Schwer wurde es erst vor der Einfahrt in die Zeitkontrolle. Als das Auto nicht mehr zu bewegen war mussten Stohl/Minor das 1,3 Tonnen schwere Citroën Xsara WRC 350 Meter leicht bergauf schieben. Dadurch kamen Stohl und Minor vier Minuten zu spät zur Zeitkontrolle. Dies bedeutete 40 Strafsekunden, die sich in der Aufholjagd noch auswirken können. Stohl: "Das war wirklich nicht lustig, doch manchmal verleiht der Kampf um Sekunden übermenschliche Kräfte."

Stohl liegt vor der Schlussetappe am Sonntag über 97,33 SP-Kilometer nur 32,4 Sekunden hinter Matthew Wilson (5./GB/Ford Focus WRC) und 54,1 Sekunden hinter Luis Perez Companc (4./RA/Ford Focus WRC). "Das sollte, wenn alles nach Plan läuft, noch zu schaffen sein", ist der OMV Pilot optimistisch.

Nicht viel später als am Samstag startet der Finaltag der Rallye Japan schon um 05:40 Uhr (Ortszeit). Auf dem Programm stehen sieben Sonderprüfungen mit 97,33 SP-Kilometern. Die Siegerehrung findet nach der abschließenden Superstage um 15.00 Uhr (Ortszeit) im Servicepark Kita Aikoku nahe Obihiro statt.