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Stobart und die Herausforderung Asphalt

01. Oktober 2007 - 15:37 Uhr

Jari-Matti Latvala und Henning Solberg haben Extra-Trainings auf Asphalt eingelegt und wollen in Spanien mindestens Punkte holen

Jari Matti Latvala
Jari-Matti Latvala möchte auf Asphalt weniger aggressiv fahren
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach der vierwöchigen Pause wird auch das Stobart-Team am kommenden Wochenende in Spanien wieder ins Rallye-Geschehen eingreifen. Die meiste Erfahrung mit katalanischen Straßen hat dabei Jari-Matti Latvala. Der junge Finne hat seit 2004 dreimal an der Rallye Catalunya teilgenommen. 2005 holte er in der Gruppe N Platz zwei. Im vergangenen Jahr war Latvala zum ersten Mal im Ford Focus von Stobart in Spanien am Start. Dabei lieferte er überzeugende Zeiten ab, auch wenn er am ersten Tag schon vorzeitig ausschied.

"Ich habe mit einem finnischen Rundstreckenspezialisten trainiert, der mehrmals die finnische Meisterschaft gewonnen hat", berichtete Latvala über die Vorbereitung auf die Asphaltrallye. "Er hat festgestellt, dass ich auf Asphalt viel zu aggressiv fahre und hat mir gezeigt, wie ich weicher fahren kann. Ich hoffe, dass ich das Gelernte in Spanien in die Praxis umsetzen kann. Ich verstehe, worum es geht, aber es wird seine Zeit dauern, bis ich es kann. Mein Ziel für diesen Lauf ist es, in die Punkte zu fahren. Und was mich persönlich angeht, werde ich versuchen, sanfter zu fahren."

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Teamkollege Henning Solberg ist bisher zweimal bei der Rallye Spanien gefahren - 2000 und 2002. Nach fünf Jahren Pause kehrt der Norweger nun zurück nach Katalonien. Er hat sich auf die anstehenden Asphaltrallyes mit GoKart-Fahren vorbereitet.

"Ich habe in diesem Jahr sehr viel darüber gelernt, wie man auf Asphalt fahren muss."
Henning Solberg

"Ich habe in diesem Jahr sehr viel darüber gelernt, wie man auf Asphalt fahren muss", so Solberg. "Durch das GoKart-Fahren bekomme ich ein Verständnis für die Linien und den nötigen Fahrstil. Am letzten Tag der Rallye Deutschland konnte ich richtig gute Zeiten fahren, das war sehr gut für mein Selbstvertrauen. Es wäre toll, wenn ich in Spanien in die Punkte fahren könnte, aber mein Ziel ist es, jede Prüfung zu Ende zu fahren und so viel Asphalt-Erfahrung wie möglich zu sammeln."

Auch Youngster Matthew Wilson will in Spanien vor allem dazulernen und an seinen neunten Platz bei der Rallye Deutschland anknüpfen: "In Deutschland lief es ganz gut für uns und deshalb freue ich mich schon auf diese Rallye", erklärte der 20-Jährige. "Ich mag die breiten, schnellen Strecken hier. An Stellen, wo Schotter in den Kurven liegt, kann es allerdings ganz schön tückisch werden. Da die Rallye Korsika gleich im Anschluss stattfindet, dürfen wir uns keine Dummheiten erlauben, sondern müssen versuchen, heil durchzukommen."

"Sowohl Jari-Matti als auch Henning haben das Potential, in Spanien gute Ergebnisse zu holen", sagte Teamchef Malcolm Wilson. "Unter allen Asphaltrallyes ist das wohl diejenige, die ihnen am meisten entgegenkommt. Ich sehe keinen Grund, warum sie nicht in die Punkte fahren sollten. Wenn es trocken bleibt, könnten alle drei Stobart-Piloten gute Ergebnisse holen."

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