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SS15: Die große Solberg-Show

27. Oktober 2007 - 07:24 Uhr

Petter Solberg hat keine Chancen mehr, aber holt Bestzeiten für die Fans, Bruder Henning Zweitschnellster, Kupplungsprobleme werfen Manfred Stohl zurück

Petter Solberg
Petter Solberg möchte den japanischen Subaru-Fans eine tolle Show bieten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Petter Solberg hat nach seinem Getriebeschaden gestern eigentlich keine Chance mehr auf ein gutes Ergebnis. Nach seinem Re-Start liegt der Norweger weit abgeschlagen hinten im Feld. Das hält ihn aber nicht davon ab, schnell zu sein. In der 15. Wertungsprüfung, der 2,73 Kilometer langen "Rikubetsu 4" holte sich der Subaru-Pilot die zweite Bestzeit in Folge mit 2:05.6 Minuten.

"Ich fahre für die Fans", erklärte Solberg im Ziel. "Wir können ihnen leider keine Topergebnisse mehr liefern, aber wir können ihnen eine gute Show zeigen - und das will ich tun. Es ist einfach unglaublich, die vielen Subaru-Fans zu sehen, von denen viele norwegische Fahnen schwenken - toll!"

Ein bisschen angefeuert fühlte sich durch die Flaggen wohl auch sein Bruder Henning Solberg. Der Stobart-Pilot holte mit 2:07.0 Minuten die zweitschnellste Zeit, im Gesamtklassement liegt er auf dem hervorragenden dritten Platz. "Ich bin sehr happy bisher, aber es ist noch eine lange Rallye", sagte Solberg der Ältere. "Es kann noch sehr viel passieren und ich will nur meine Position halten."

Hirvonen: 51 Sekunden Vorsprung

Gesamtleader Mikko Hirvonen holte sich die drittschnellste Zeit vor dem Gesmatzweiten Daniel Sordo. Damit hat der finnische Ford-Pilot jetzt 51 Sekunden Vorsprung auf den Spanier. "Ich will noch nicht denken, dass ich die Rallye gewonnen habe", erklärte er zu seinem komfortablen Polster. "Ich muss konzentriert bleiben und vor allem versuchen, das Auto auf der Strecke zu halten. Leicht ist es nicht, wenn man so ohne Druck fährt."

Citroën-Pilot Sordo lauert darauf, dass auch Hirvonen das Schicksal von Grönholm, Loeb und Latvala ereilt. Aber er weiß: "Ich darf nicht nur nach vorn schauen, ich muss auch nach hinten schauen, denn Henning ist sehr schnell", so der Zweitplatzierte. Solberg hat 26,4 Sekunden Rückstand auf ihn.

Stobart-Youngster Matthew Wilson holte sich die fünftschnellste Zeit, auch in der Gesamtwertung ist er Fünfter: "Ich will auf Platz vier aufholen", lautete seine Kampfansage, obwohl er auch mit Platz fünf ein sensationelles Ergebnis holen würde. "Das ist schon toll, aber man will immer mehr."

Stohl froh, noch dabei zu sein

Manfred Stohl schaffte es mit Verspätung zum Start der Prüfung. Zuvor hatte er massive Kupplungsprobleme und schaffte es nur zum Mittagsservice, weil er in den Servicepark geschoben wurde. Nun scheint aber wieder alles gut zu laufen, Stohl holte die siebtschnellste Zeit hinter Federico Villagra (Munchi's) und liegt in der Gesamtwertung weiter auf Rang sechs vor dem Argentinier. "Ich habe Zeit verloren, aber ich bin froh, dass ich noch im Rennen bin", sagte Stohl.

Groß ist der Jubel beim Munchi's-Team: Luis Perez Companc ist Gesamtvierter, sein Teamkollege Villagra Siebter. "Das ist einfach unglaublich, wir haben hier sehr viel Spaß", berichtete Perez Companc. "Wir müssen jetzt aber sehr verantwortlich fahren, damit wir unsere Positionen halten."