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Lausitz: Mohe bot Turbo-Allradlern die Stirn

22. Oktober 2007 - 16:35 Uhr

Renault-Rallye-Pilot Carsten Mohe holte mit dem Fronttriebler in der Lausitz ein bemerkenswertes Resultat und zeigte, was mit seinem Auto möglich ist

Carsten Mohe
Carsten Mohe schlug sich beim DRM-Finale in der Lausitz achtbar
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Erfolgreiches Saisonfinale: Renault Clio R3-Rallyepilot Carsten Mohe hat die Rallye Lausitz, fünfter und letzter Lauf zur diesjährigen Deutschen Rallye-Meisterschaft, als bester Fahrer eines zweiradgetriebenen Fahrzeugs beendet. Der Crottendorfer tummelte sich mit seinem rund 230 PS starken Fronttriebler, eine direkte Ableitung des serienmäßigen Clio Renault Sport 2.0 16V, auf den zum Teil recht tiefen Schotterpisten des riesigen Braunkohle-Tagebaus rund um Weißwasser inmitten der zumeist deutlich kraftvolleren Turbo-Allradler. Mit seinem engagierten Fahrstil eroberte Mohe die Herzen der überaus zahlreichen Fans im Nu und erreichte im Ziel mit dem 15. Gesamtrang ein bemerkenswertes Resultat.

"Der Renault lief erneut tadellos", freute sich der Super-1600-Meister von 2003. "Über die gesamte Saison betrachtet hatten wir kein einziges technisches Problem, obwohl das Auto für uns Neuland darstellte - dafür kann ich meine Mechaniker gar nicht genug loben."


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Auf die anspruchsvollen Wertungsprüfungen in der Lausitz hatte sich der schnelle Mann aus dem Erzgebirge, der am Freitag seinen 35. Geburtstag feierte, intensiv vorbereitet. Dabei kam dem Kfz-Meister auch sein enger Kontakt zum Renault Werksteam um Super-1600-Weltmeister Patrick Sandell zugute.

"Unser Fahrwerk basierte auf jener Abstimmung, mit der Patrick in diesem Jahr die Junior-Wertung der WM-Rallye Finnland gewonnen hat", so Mohe, der das Set-up im Hinblick auf die zu erwartenden größeren Bodenwellen und tiefe Spurrinnen weiter modifizierte: "Wir haben die Testmöglichkeit, die der sogenannte 'Shake-down' vor der Veranstaltung bietet, intensiv genutzt und die Bodenfreiheit etwas höher sowie die Dämpfer etwas weicher eingestellt."

Mohe hat alles genossen - die Fans auch

Obwohl die sandigen Schotterstrecken eher als Eldorado für Allradler gelten, sorgte der Clio-Pilot von Beginn an mit Top-20-Zeiten für Aufsehen. "Ich konnte das Fahren und die fantastischen Prüfungen vollauf genießen", bilanzierte der Frontantriebs-Experte. "Auf einer künstlich angelegten Sprungkuppe legten wir beispielweise einen 30-Meter-Flug hin - das macht Spaß und begeistert die Fans."

In der Gesamtwertung der Deutschen Rallye-Meisterschaft belegt Carsten Mohe aufgrund einer für ihn ungünstigen Klasseneinteilung seines Renault Clio R3 trotz durchgehend positiver Resultate "nur" Rang sieben. Für ihn kein Grund, an dem neuen Konzept seines Rallye-Geräts zu zweifeln: "Unser Auto hat bewiesen, welches Potenzial in im steckt. Es ist schnell, gut fahrbar, vergleichsweise günstig und überaus standfest - also eine echte Alternative zu einem viel teureren Super 1600."

Sein persönliches Saisonfinale plant der Renault-Spezialist beim "ADAC Rallyesprint.eu" im nordhessischen Storndorf (Vogelsberg-Kreis) am 15./16. November. Danach heißt es für ihn wie für alle Motorsportler: Nach der Saison ist vor der Saison ...

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