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Kalkulierter Sieg von Loeb - Freude bei Citroën

15. Oktober 2007 - 20:59 Uhr

Sébastien Loeb gewann die Rallye Korsika mit einer kontrollierten Fahrt am letzten Tag - Freude bei Citroën auch über Platz drei von Dani Sordo

Sébastien Loeb
Sébastien Loeb feierte auf Korsika einen für die WM wichtigen Heimsieg
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Voller Erfolg für Citroën bei der Rallye Koriska: Nachdem die Truppe am Samstagabend wegen der Niederlage des französischen Rugbyteams noch recht niedergeschlagen war, gab es am Sonntag wie erwartet Grund zur Freude, weil sich Sébastien Loeb und sein Copilot Daniel Elena den Sieg beim Heimspiel nicht mehr nehmen ließen.

Aufgrund der 27,5 Sekunden Vorsprung vor dem Schlusstag musste der amtierende Weltmeister keine großen Risiken mehr eingehen, um seinen WM-Rivalen Marcus Grönholm in Schach zu halten: "Unsere Aufgabe war es, den Abstand zur Konkurrenz im Auge zu behalten und unsere Pace anzupassen. Trotzdem fuhr ich schnell, um nicht die Konzentration zu verlieren. Das ist nicht die Art und Weise, wie ich den Rallyesport genieße, aber wenn man in Führung liegt, kann man damit leben."

Freitagnachmittag war der Wendepunkt

"Dieser Event liegt mir besonders am Herzen, daher freue ich mich, wieder gewonnen zu haben."
Sébastien Loeb

"Dieser Event liegt mir besonders am Herzen, daher freue ich mich, wieder gewonnen zu haben", fügte Loeb an. "Wir hatten nicht den besten Start, aber mit einigen Setupänderungen am C4 lief es dann besser. Ab Freitagnachmittag kam ich viel besser zurecht - und dadurch konnten wir die Führung übernehmen und gewonnen. Wir haben auf Korsika zwei Punkte aufgeholt. Die letzten drei Rallyes, in denen ich noch vier Punkte aufholen muss, werden besonders spannend."

Für Sordo war die Ausgangsposition eine ganz andere, denn der Spanier sah durchaus noch Chancen, Grönholm in der Gesamtwertung abzufangen, entschied sich daher für eine aggressivere Reifenwahl. Schlussendlich fehlten ihm gut 20 Sekunden auf den zweiten Platz, aber mit dem Podium war er an und für sich keineswegs unzufrieden - trotz eines Drehers während der 13. Sonderprüfung.

Sordo wäre gerne Zweiter geworden

"Ich bin enttäuscht, nicht Zweiter geworden zu sein."
Dani Sordo

"Ich bin enttäuscht, nicht Zweiter geworden zu sein, aber ich fühlte mich am Samstag im Auto nicht wohl und fiel daher zu weit zurück, um noch eine echte Chance auf einen weiteren Doppelsieg für Citroën zu haben. Dennoch hat es Riesenspaß gemacht, obwohl es erst mein zweiter Auftritt in einem WRC-Auto auf Korsika war", erklärte der 24-Jährige.

Sportchef Guy Fréquelin zog abschließend Bilanz: "Wir haben - wie immer auf Asphalt - einen Superjob gemacht. Seb und Daniel haben ihren Erfolg brillant aufgebaut und sich die Zeit genommen, ihre Autos optimal abzustimmen. Sie sind in der Fahrer-WM näher herangekommen - schade nur, dass Dani und Marc (Marti; Anm. d. Red.) nicht auch noch vor Grönholm kamen. Dani hat vielleicht ein bisschen die Erfahrung gefehlt, um sich auf den Untergrund ideal einzustellen."

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