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Grönholm: "Die Fahrer-WM ist noch offen!"

26. Oktober 2007 - 18:21 Uhr

Ford zwischen Enttäuschung und Freude: WM-Favorit Marcus Grönholm ist in Japan ausgeschieden, dafür liegt Mikko Hirvonen in Führung

Marcus Grönholm
Die Rallye Japan endete für Marcus Grönholm schon sehr früh
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Schock kam in der vierten Wertungsprüfung: Ford-Werkspilot Marcus Grönholm hatte gerade eben die Führung bei der Rallye Japan übernommen, als der Lauf auch schon für ihn beendet war. Das Verhängnis nahm seinen Lauf in einer Kurve, für die der Finne bei der Recce seinen Aufschrieb geändert hatte, weil man dort Bäume gefällt hatte. Grönholms Ford Focus geriet ins Rutschen, rammte einen Strohballen und wurde durch den Aufprall die Böschung hinter gegen einen Baumstamm geschleudert.

Dabei wurden Rahmen und Überrollkäfig so schwer beschädigt, dass auch ein Re-Start morgen nicht mehr möglich ist. Grönholm, der sich eigentlich vorgenommen hatte, seinen Vorsprung in der Fahrer-WM wieder auszubauen, muss sich mit einer Nullnummer abfinden. Sein Rivale Sébastien Loeb liegt unterdessen nach dem ersten Tag auf Rang zwei. Sollte dem Franzosen nicht ein ähnliches Missgeschick widerfahren, wird Grönholm die Führung in der Weltmeister wohl verlieren.


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Dass der Unfall die Weltmeisterschaft entschieden hat, hofft "Bosse" jedoch nicht: "Das Rennen um dem Fahrertitel ist noch offen, egal wie diese Rallye hier ausgeht", sagte Grönholm. "Ein vorzeitiges Ausscheiden macht es natürlich schwieriger. Der Unfall war so ähnlich wie der, den ich letztes Jahr in Australien hatte. Da bin ich von der Strecke abgekommen und habe drei Baumstümpfe gerammt. Das hat mich den Titel gekostet - ich hoffe, dass es dieses Jahr anders läuft."

Alles hofft auf Hirvonen

Hat der eine ein Problem, springt der andere ein: Das gilt auch beim Ford-Werksteam. Zwei Prüfungen, nachdem Grönholm ausgeschieden war, stürmte sein Teamkollege Mikko Hirvonen an die Spitze der Gesamtwertung. Er beendete den ersten Tag als Führender mit 10,3 Sekunden Vorsprung auf Loeb.

"Platz eins ist natürlich die denkbar beste Position, aber ich weiß, dass noch zwei schwere Tage kommen", bilanzierte der 27-Jährige. "Ich hatte genau dasselbe fantastische Gefühl im Auto wie bei der Rallye Finnland im August. Die Bedingungen heute Morgen waren schwierig, weil es neblig und eisig war und die Straßen eng und rutschig. Aber wir sind durchgekommen."

"Es war ein Schock, als Marcus ausgefallen ist, jetzt fahre ich, um ihm im Titelkampf zu helfen", fuhr Hirvonen fort. "Morgen wird ein besonders harter Tag, weil wir lange Prüfungen haben, viele Kilometer fahren müssen und die Strecken nach dem Regen heute Nacht extrem rutschig sein werden. Die Straßen sind noch enger als heute und jeder Fehler kann einen teuer zu stehen kommen."

Teamchef Malcolm Wilson fasste den erfreulich-bitteren Tag zusammen: "Es lief in dieser Saison bisher fantastisch für uns, aber das Team ist wegen Marcus natürlich enttäuscht. Leider war der Überrollkäfig beschädigt, ansonsten war das Auto in Ordnung. Mikko ist großartig gefahren und jetzt hoffe ich, dass er und Jari-Matti Latvala uns im Titelrennen halten."

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