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Ein "fantastischer Start" für Latvala

26. Oktober 2007 - 13:05 Uhr

Stobart-Pilot Jari-Matti Latvala lag bei der Rallye Japan lang vorn und ist nach der ersten Etappe Dritter - Guter Tag auch für Teamkollege Henning Solberg

Jari-Matti Latvala
Jari-Matti Latvala lag zum Auftakt der Rallye Japan lange Zeit in Führung
© Stobart

(Motorsport-Total.com) - Das Stobart-Team hatte sich für die Rallye Japan einiges vorgenommen, aber dass es gleich so gut los legt, hätte sich die B-Mannschaft von Ford wohl selbst nicht träumen lassen. Jungstar Jari-Matti Latvala, beflügelt durch gute Ergebnisse bei den letzten beiden Asphaltrallyes, holte sich gleich in der ersten Prüfung des Morgens die Bestzeit und startete als Führender in den Lauf. Diese Führung behielt er, bis er in der dritten Prüfung Marcus Grönholm überholen lassen musste. Doch als der Ford-Werkspilot eine WP später ausfiel, übernahm Latvala wieder die Spitze.

Erst in der sechsten Wertungsprüfung konnte Mikko Hirvonen im zweiten Werksford an ihm vorbeiziehen. Als Gesamtzweiter lieferte sich Latvala dann einen Zweifronten-Kampf: Er versuchte, nach vorn wieder auf Hirvonen aufzuschließen und sich gleichzeitig gegen den Drittplatzierten Sébastien Loeb zu erwehren. Das gelang ihm recht gut, in der ersten der beiden Zuschauerprüfungen am Abend patzte er jedoch leicht und verlor seinen zweiten Platz an Loeb. Latvala beendete den ersten Tag als Dritter mit 13,7 Sekunden Rückstand auf Hirvonen und 3,4 Sekunden Rückstand auf Loeb.


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"Bei diesen schweren Bedingungen die Rallye anzuführen war ein fantastischer Start in die Rallye für mich", freute sich der 22-jährige Latvala, der in Japan seinen 50. WRC-Lauf bestreitet. "Die Gripverhältnisse haben heute Morgen sehr oft gewechselt, mal waren die Wege trocken, dann feucht und manchmal auch matschig - vor allem unter den Bäumen. Am Nachmittag wurde es schwerer für mich, weil Mikko viel schneller war als ich. Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl im Auto. Aber in WP 6 und 7 hat mir ein bisschen das Vertrauen gefehlt, ich wollte keine dummen Fehler machen und habe deshalb Zeit verloren. Wir müssen unbedingt ins Ziel kommen, die Erfahrung, die wir hier sammeln, ist extrem wichtig. In Führung zu liegen, war ein unglaubliches Gefühl, aber ich möchte nicht zu aufgeregt sein. Als ich in Sardinien und Finnland in Führung lag, habe ich Fehler gemacht. Deshalb werde ich mich jetzt nur aufs Fahren konzentrieren. Wir verändern heute Abend noch ein bisschen was am Auto für die morgigen Prüfungen, die ich ganz gut kenne."

Solberg hat Platz vier in Reichweite

Latvala war die Speerspitze des auch sonst erfolgreichen Stobart-Teams. Henning Solberg ist bei seinem ersten Auftritt in Japan von Anfang an Vollgas gefahren und beendete den ersten Tag als Fünfter. Platz vier ist in Reichweite - der Norweger hat nur einen knappen Rückstand von 7,8 Sekunden auf den Gesamtvierten Daniel Sordo. Solbergs einziges Problem war heute ein Dreher, der ihn etwa zehn Sekunden gekostet hat.

"Die erste Prüfung heute Morgen war wegen des dichten Nebels etwas schwierig, aber sonst war es ein guter Rallye-Auftakt für mich", bilanzierte Solberg im Ziel. "Das Auto fühlt sich gut an und jetzt zurück auf Schotter habe ich auch wieder größeres Selbstvertrauen. Ich bin mit dem ersten Tag sehr zufrieden. Manche Prüfungen waren ganz schön heftig und rutschig. Wenn es über Nacht weiterregnet, wird es morgen noch schwieriger. Ich bin heute so schnell gefahren, wie es nur ging, aber bin dabei kein Risiko eingegangen."

Wilson könnte auch punkten

Der "Lehrling" im Stobart-Team, Matthew Wilson, zeigte wieder eine solide Leistung und liegt nach dem ersten Tag auf Platz neun. Auf einen Punkterang fehlen ihm nur 30 Sekunden. "Die Bedingungen heute Morgen waren recht schwer, erst hatte es Nebel und dann wurde es matschig", berichtete der 20-Jährige. "Trotzdem hatte auch ich alles in allem einen guten Start in die Rallye." Bis auf die sechste Wertungsprüfung, wo ihm das Selbstvertrauen gefehlt habe, sei er auch mit seinen Zeiten zufrieden, so Wilson.

"Jari-Matti hat heute eine außergewöhnliche Leistung gezeigt", freute sich Teamchef Malcom Wilson, der auch darüber zu entscheiden hat, wer Marcus Grönholms Nachfolger im Werksteam wird. "Er hat erneut einen WM-Lauf angeführt und eine fantastische Pace gezeigt. Damit hat er das Stobart-Team im Kampf gegen Subaru um Herstellerpunkte in eine tolle Ausgangslage gebracht. Natürlich hoffen wir, dass er auch Marcus helfen kann, den Fahrertitel zu holen."

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