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Volkswagen: Mit vier Race Touareg zur Rallye Marokko

18. September 2007 - 14:38 Uhr

Bei Volkswagen gehen die Vorbereitungen auf die Rallye Dakar in die heiße Phase: Mit vier Race Touareg starten die Wolfsburger jetzt bei der Rallye Marokko

VW Race Touareg Carlos Sainz
Carlos Sainz ist mit einem der vier Race Touareg in Marokko am Start
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vier Monate vor dem Start der Rallye Dakar gehen bei Volkswagen die Vorbereitungen für den zweiwöchigen Marathon-Klassiker in die heiße Phase. Als Teil des intensiven Test- und Entwicklungsprogramms setzt Volkswagen vier Race Touareg 2 bei der Rallye Marokko (25.-30. September), vierter Lauf zum FIA Marathon-Rallye-Weltcup, ein. An den Start gehen die Werkspiloten Carlos Sainz/Michel Périn (Spanien/Frankeich), Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Deutschland) und Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) sowie im Kundenteam Lagos das Duo Carlos Sousa/Andreas Schulz (Portugal/Deutschland).

"Der Race Touareg wurde in den vergangenen Monaten im Hinblick auf die kommende Rallye Dakar gezielt weiter entwickelt", erklärt Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Zuletzt hat die Mannschaft mit allen Fahrern einen intensiven und erfolgreichen Test in Tunesien unternommen. Doch Tests sind eine Sache, die Vorbereitung im Renneinsatz ein zweiter wichtiger Faktor. Nun gilt es, bei der Rallye Marokko die Erkenntnisse aus dem Test in der Wettbewerbspraxis zu erproben. Da auch die ersten Etappen der Rallye Dakar durch Marokko führen werden, sind die Strecken dieser Weltcup-Rallye zudem für uns ein ideales Test-Terrain."

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Für den von einem 285 PS starken 2,5-Liter-TDI-Dieselmotor angetriebenen Volkswagen Race Touareg ist die Rallye Marokko der zweite Einsatz im Marathon-Rallye-Weltcup 2007. Bei der Rallye Transibérico Anfang Juni feierte Carlos Sainz mit Copilot Michel Périn seinen ersten Sieg für Volkswagen. Es war der sechste Sieg von Volkswagen bei bisher 18 Rallyes mit dem Race Touareg. Darüber hinaus stehen insgesamt 18 Podiums-Platzierungen, 54 Etappensiege und 48 Führungstage in der bisherigen Bilanz.

Vorbereitung auf die Rallye Dakar 2008

"Ich freue mich auf den Einsatz in Marokko", erklärt Volkswagen Werkspilot Carlos Sainz. "Nach unserem Sieg bei der Rallye Transibérico bin ich natürlich umso höher motiviert. Außerdem ist unser Test in Tunesien sehr positiv verlaufen. Dort hatte ich die Gelegenheit, an der Abstimmung für die Rallye Dakar und den bevorstehenden Einsatz in Marokko zu arbeiten und einige wertvolle Dauerfahrten, so genannte Longruns, zu unternehmen."

"Ich erwarte eine harte Rallye, nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Technik."
Carlos Sainz

Für Carlos Sainz ist es der zweite Start in Marokko. "Ich erwarte eine harte Rallye, nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Technik. Diese Rallye kann uns gute Erkenntnisse für die ‚Dakar' bringen, ich möchte sie vor allem nutzen, um an der Feinabstimmung zu arbeiten. Gleichzeitig ist es mein Ziel, wieder um den Sieg zu kämpfen und weiter die Zusammenarbeit mit meinem Beifahrer Michel Périn zu vertiefen." Carlos Sainz' Copilot Michel Périn siegte bereits 2005 an der Seite von Bruno Saby für Volkswagen in Marokko.

Fast ein Heimspiel für de Villiers

"Für mich ist die Rallye Marokko fast ein Heimspiel", erklärt Volkswagen Werkspilot Giniel de Villiers, einer der erfolgreichsten Piloten in Marokko. Bereits 2003 siegte er in Nordafrika, in der Saison 2005 feierte er mit Rang zwei seinen Einstand im Werksteam von Volkswagen, 2006 stand er wieder ganz oben auf dem Podium. "Wir erwarten einen Mix aus harten Steinpisten und Geröllfeldern, außerdem werden wir sicherlich einige Dünenketten kreuzen. Aus Erfahrung wissen wir, dass es die Dünen südlich von Zagora in sich haben", ergänzt Copilot Dirk von Zitzewitz. "Sicherlich gibt es einen interessanten teaminternen Wettkampf zwischen den Volkswagen Piloten."

Mark Miller erwartet vom bevorstehenden Wettbewerbseinsatz viele neue Eindrücke. "Es ist mein erster Start bei der Rallye Marokko auf vier Rädern. Deshalb bin ich sehr gespannt, was uns erwartet", so der US-Amerikaner, der seit 2005 zum Werksteam von Volkswagen zählt. "Ich kenne einige Strecken von der Rallye Dakar, zudem bin ich 1998 mit dem Motorrad bei der damaligen 'Atlas-Rallye' in Marokko gestartet."

Zu den Marokko-Kennern zählt Carlos Sousa, der mit Beifahrer Andreas Schulz einen Race Touareg im Kundenteam Lagos steuert. "Ich habe diese Rallye bereits mehrfach bestritten", so der Portugiese. "Doch einen Wettbewerbsvorteil habe ich dadurch nicht, denn die Route ist in jedem Jahr anders. Auch die Regionen, in denen die Rallye stattfindet, variieren häufig. Mein Favorit ist Carlos Sainz, denn er hat bewiesen, dass er auf den harten, Rallye-typischen Strecken wie in Marokko sehr stark ist."

Anspruchsvolle 1730 Kilometer

Insgesamt sechs anspruchsvolle Tagesetappen über 1730 gewertete Kilometer erwarten die Teams bei der Rallye Marokko. Im Vergleich zu den Vorjahren ergeben sich zwei Neuerungen: Das Rallyezentrum wurde nach Zagora in den Süden Marokkos verlegt, gleichzeitig findet die Rallye erstmals im Herbst statt im Frühsommer statt, damit sollen Teams und Piloten von kühleren Temperaturen profitieren.

Start des vierten Laufs zum Marathon-Rallye-Weltcup ist am 25. September in der Wüsten-Oase Zagora im malerischen Vallée du Drâa. Auf dem Programm stehen vier Schleifen rund um Zagora. Nach einer 344 Kilometer langen Etappe von Zagora nach Ouarzazate am 29. September steht eine abschließende Runde um Ouarzazate auf dem Programm, wo die Teams am 30. September nach insgesamt 2300 Kilometern im Ziel erwartet werden.

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