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Ford: Titeljagd geht in die heiße Phase

28. September 2007 - 17:28 Uhr

Die Rallye Spanien ist der erste von zwei Asphalt-Läufen innerhalb von acht Tagen - Ford und Marcus Grönholm wollen in der WM vorn bleiben

Marcus Grönholm
WM-Leader Marcus Grönholm möchte auch auf Asphalt auftrumpfen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Sommer ist vorbei und die Sommerpause der Rallye-Weltmeisterschaft mit ihm: In Spanien geht das BP Ford World Rally Team am kommenden Wochenende in die heiße Phase einer Saison, die mit dem Titelgewinn für das Werksteam und den BP Ford-Piloten Marcus Grönholm gekrönt werden soll. Das Team geht mit 46 Punkten Vorsprung in der Markenwertung ins letzte Saisondrittel, WM-Leader Grönholm liegt 10 Zähler vor seinem nächsten Verfolger.

Die zwölfte von 16 WM-Runden bildet den Auftakt zu fünf Rallyes in nur neun Wochen und ist der erste von zwei Asphalt-Läufen innerhalb von acht Tagen. Zugleich ist die "Rally de España" (4. bis 7. Oktober) für Marcus Grönholm und Co-Pilot Timo Rautiainen der erste Lauf seit Bekanntgabe ihres Rücktritts zum Saisonende. Die zweifachen Weltmeister sind entschlossen, ihre Karriere mit einem Highlight zu beenden.

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Spezialtraining auf Asphalt

Um diesem Ziel bereits auf den 352,87 - meist asphaltierten - Wertungsprüfungs-Kilometer in der Region Tarragona näher zu kommen, nutzt Marcus Grönholm eine außergewöhnliche Vorbereitung: Der Finne wird auf dem Weg nach Spanien am Montag einen Zwischenhalt in Großbritannien einlegen und mit dem ehemaligen FIA-Langstrecken-Weltmeister Rob Wilson an seinem Asphalt-Fahrstil feilen.

"Mein Teamkollege Mikko Hirvonen hat schon mit Rob gearbeitet und unser Teamchef Malcolm Wilson schätzt ihn sehr", ordnet "Magic Marcus" seinen Coach ein. "Wir werden an Bereichen wie Bremspunkte oder der Geschwindigkeit am Kurveneingang arbeiten, sodass ich mit mehr Schwung aus den Ecken komme."

"Ich mag die schnellen Strecken dort, manche fühlen sich fast an wie eine Rundstrecke."
Marcus Grönholm

2006 war Grönholm in Spanien klar der schnellste Mann, gewann zehn von 16 WP und musste erst nach technischen Problemen zurückstecken. "Ich mag die schnellen Strecken dort, manche fühlen sich fast an wie eine Rundstrecke", erklärt der 39- Jährige. "Am schwierigsten ist es, mit dem Schmutz umzugehen, der während der ersten Durchfahrt durch das Schneiden der Kurven auf die Fahrbahn geschaufelt wird. Auf Prüfungen, die wir in beiden Richtungen durchfahren, liegt der Dreck auch noch an völlig unerwarteten Stellen."

Gute Erinnerungen bei Hirvonen

Teamkollege Mikko Hirvonen und sein Co-Pilot Jarmo Lehtinen erzielten 2005 in Spanien auf einem Ford Focus WRC ihren ersten Podestplatz und gehen zum fünften Mal im Land der Paella an den Start. "Dieses Ergebnis brachte meine Karriere richtig in Schwung", erinnert sich der 27-jährige Finne. "Ich habe gezeigt, dass ich auch auf Asphalt schnell bin. Von den vier Läufen auf festem Untergrund ist Spanien der schnellste - und der, bei dem ich mir die größten Chancen ausrechne. Ich möchte um den Sieg kämpfen."

Insgesamt wird in Spanien die Rekordzahl von 13 Ford Focus RS WRC an den Start gehen - darunter auch zum dritten Mal in dieser Saison das von Abu Dhabi unterstützte BP Ford-Duo Khalid Al Qassimi/Nicky Beech. "Die Rallye Deutschland liegt zwar schon etwas zurück, aber seitdem habe ich eine bessere Vorstellung davon, wie der Ford Focus auf Asphalt funktioniert, und freue mich auf Spanien", erklärt der 35-jährige Al Qassimi.

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