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Droht die große Abwanderung in die IRC?
Die Teilnahme an WRC wird für viele Privatteams zu teuer, sie sehen in der IRC eine Alternative - Auch Manfred Stohl hat Angebote aus der neuen Serie
(Motorsport-Total.com) - Der Kampf um Punkte und Siege in der WRC ist eine Sache, die die großen Werksteams Ford, Citroën und Subaru unter sich ausmachen. Die Kundenteams wie Kronos oder Stobart sind selten auf dem Podest zu sehen und die kleinen Privatteams verkommen immer mehr zu Statisten, die das Feld auffüllen, aber nur noch in Ausnahmefällen um vordere Plätze mitfahren. Vielen fehlt das Geld, um bei den Entwicklungsschritten der Großen mitzuhalten.
Auch in der Produktionswagen-Weltmeisterschaft P-WRC ist die Situation offenbar nicht mehr so rosig. "Man will einen Einheitsreifen, bedenkt aber nicht, dass viele PWRC-Teams einen Reifenhersteller als Sponsor haben - diese Teams verlieren dann ihr Budget", sagte Raimund Baumschlager, der Teamchef des Red Bull Rallye Teams der Zeitschrfit 'Rallye and more'. "Sollte die PWRC nicht bald bessere Voraussetzungen liefern, könnte es durchaus sein, dass es eine Abwanderungswelle gibt."

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Berühmte Events im IRC-Kalender
Ein Ziel für die Flüchtlinge gibt es auch schon: Seit dieser Saison treten Rallye-Piloten weltweit bei der Intercontinental Rally Challenge IRC an. Im Kalender finden sich renommierte Veranstaltungen wie die Rallye San Remo oder die Safari Rallye. Die neue Serie scheint sich immer mehr zur Konkurrenzveranstaltung für die WRC zu entwickeln. Und sie könnte bald viel zuwachs bekommen: "Ein japanischer Journalist hat eine Befragung aller zurzeit in der WM vertretenen PWRC-Teams durchgeführt - mit einem haarsträubenden Ergebnis: Sämtliche Teams gaben an, dass sie zumindest in Erwägung ziehen, 2008 in die IRC zu wechseln", berichtete Baumschlager der Zeitschrift.
Das belgische Kronos-Team, 2006 mit Sébastien Loeb als "Gaststarter" Weltmeister und Heimat von Manfred Stohl, hat bereits angekündigt, 2008 mit Peugeot in der IRC anzutreten. Wie die Zukunft des Teams in der WRC aussieht, ließ Teamchef Marc van Dalen noch offen. Die Belgier finden in der IRC vielfältige Konkurrenz wieder. Sechs werke sind vertreten: Abarth, Citroen, Honda, Mitsubishi, Peugeot und Volkswagen.
Stohl kann sich Wechsel "durchaus vorstellen"
Und auch Manfred Stohl schließt für sich einen Wechsel in die neue Serie nicht kategorisch aus. Nach seinen Erfolgen als WM-Vierter im Vorjahr kämpft der Österreicher in diesem Jahr um jeden Punkt. Schon zur Saisonmitte musste er sich eingestehen, dass gegen die Werksteams wohl kein Kraut gewachsen ist.
Das bestätigte Stohl auch gegenüber der 'Rallye and more': "Für die Privatteams ist es wirklich schwierig - wenn hier nicht bald ein Umdenken stattfindet, werden die Privaten abwandern - ich bin mir derzeit nicht sicher, ob es im nächsten Jahr überhaupt noch Privatteams in der WM geben wird."
Am IRC-Kalender kritisiert er nur, dass es noch zu viele Asphalt- und zu wenige Schotter-Rallyes gibt. Ansonsten könne er sich einen Wechsel in die IRC "durchaus vorstellen", erklärte Stohl. "Ich habe da auch schon Angebote für das kommende Jahr." Momentan sei jedoch sein Ziel, auch 2008 noch in der WRC zu bleiben.









