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SS1: Riesenspaß im Fußballstadion

29. März 2007 - 20:15 Uhr

Mit einer spektakulären Super Special Stage im Algarve-Stadion wurde die Rallye Portugal eröffnet - Erste Bestzeit ging an Marcus Grönholm

Marcus Grönholm
Schnellster im Fußballstadion: Ford-Werkspilot Marcus Grönholm
© Les Kolczak/Ford

(Motorsport-Total.com) - Normalerweise wird im Algarve-Stadion in Faro Fußball gespielt, heute Abend aber bot es die Kulisse für einen spektakulären Auftakt zur Rallye Portugal. Zum ersten Mal nach 2001 gastiert der WM-Tross wieder in dem südeuropäischen Land und entsprechend begeistert begrüßten die Fans die WRC zurück. Die 30.000 Plätze im Stadion waren weitgehend ausverkauft, immer wieder bejubelten die Fans mit Standing Ovations die Aktionen der Piloten auf der Strecke. Die Geräuschkulisse erinnerte an ein Fußball-Länderspiel.

Das Apshaltband schlängelte sich in engen Kurven durch und um das Stadion, eine Brücke sorgte außerdem für waghalsige Sprünge. Immer wieder mussten die Piloten mit dem extrem rutschigen Untergrund kämpfen und schlitterten durch die Haarnadeln. Schnellster war Ford-Werkspilot Marcus Grönholm mit 2:05.8 Minuten mit einem deutlichen Vorsprung von 2,3 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Daniel Sordo im Citroën C4 WRC.

Weltmeister Sébastien Loeb, der sich nicht sicher war, ob bei dieser Superprüfung überhaupt eine gute Show möglich ist, wurde Dritter mit einer Zeit von 2:09.1 Minuten. Er hoffe, dass er seinen Sieg vom letzten Lauf in Mexiko in Portugal wiederholen könne, erklärte der Citroën-Werkspilot gegenüber 'WRC-Radio': "Momentan sieht alles noch gut aus, aber wir müssen morgen abwarten, noch ist es zu früh, etwas zu sagen."

Zeitgleich mit Loeb ebenfalls Dritter wurde Petter Solberg im Subaru Impreza WRC 2007, der in Portugal zum zweiten Mal zum Einsatz kommt. In Mexiko hatte er den Auftakt dominiert, musste dann aber mit Motorschaden aufgeben. Deshalb gab sich der Norweger mit seinen Prognosen vorsichtig: "Ich sage jetzt noch nichts, ich nehme einfach Prüfung für Prüfung, gebe mein Bestes, brauche etwas Glück und den Rest sehen wir am Sonntag."

Fünftschnellster war sein Burder Henning Solberg im Stobart-Ford mit 2:10.4 Minuten vor Mikko Hirvonen im zweiten Werksford, der 4,9 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit seines Teamkollegen Grönholm hatte. Siebtschnellster war Chris Atkinson im zweiten Subaru. Der überraschte übrigens mit einer neuen, extravaganten Frisur. "Das hat man davon, wenn man in Frankreich zum Friseur geht, ohne Französisch zu sprechen", erklärte der Australier, der sich die Zeit seit Mexiko mit Snowboarden in Frankreich vertrieben hatten.

Showstar Gigi Galli

Der achte Platz wurde wieder geteilt, Kronos-Pilot Daniel Carlsson und Citroën-Privatier Gigi Galli benötigten beide 2:11.5 Minuten. Galli sorgte danach für ein Showhighlight: Über seinem feuerfesten Anzug trug er ein portugiesisches Fußballtrikot und kaum über die Ziellinie gefahren, blieb er stehen, kletterte auf das Dach seines Xsara und winkte so den begeisterten Fans zu, während sein Co-Pilot das Auto langsam weiter fuhr. "Ich wollte mich bei all den Fans bedanken, dass sie gekommen sind, und dachte mir, dass da das Trikot ganz passend wäre", erklärte der fröhliche Italiener danach.

Toni Gardemeister, der mit seinem Mitsubishi in Portugal seinen nächsten WRC-Auftritt hat, rundete die Top zehn ab. Kronos-Pilot Manfred Stohl kämpfte mit dem rutschigen Kurs: In einer Kurve mähte er beinahe die Streckenbegrenzungen um. "Ich dachte mir, die Strecke sei zu eng und habe beschlossen, sie zu verbreitern", witzelte der Österreicher danach. Er wurde 14. mit einer Zeit von 2:12.7 Minuten.

Morgen startet die erste richtige Wertungsprüfung der Rallye Portugal mit der 19,92 Kilometer langen Prüfung "Tavira 1" um 11:27 Uhr MESZ.

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