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SS15/16: Loeb übernachtet mit komfortabler Führung

11. März 2007 - 00:32 Uhr

Sébastien Loeb konnte seinen Vorsprung am zweiten Tag ausbauen, Marcus Grönholm hat als Zweiter eine Minute Rückstand - Platz drei heiß umkämpft

Sébastien Loeb
Sébastien Loeb ist auf dem Weg zu seinem zweiten Sieg in Mexiko
© Enrique Gijon

(Motorsport-Total.com) - Bereits vor der doppelten Super Special Stage zum Abschluss der zweiten Etappe zeichnete sich ab: Sébastien Loeb ist auf dem besten Weg dazu, seinen Vorjahressieg in Mexiko zu wiederholen. Zwar kam der Citroën-Pilot auf der kurzen Strecke einmal weit von der Ideallinie ab, seiner Dominanz tat das aber keinen Abbruch. Der Franzose baute seinen Vorsprung auf seine Verfolger am zweiten Tag auf 1:00.8 Minuten aus.

"Ich habe heute einen guten Rhythmus gefunden, der Grip war gut, ich war voller Zuversicht und habe Gas gegeben, um mir ein Polster herauszufahren", bilanzierte Loeb am Abend. In den verbleibenden vier Prüfungen morgen will er nun nichts mehr riskieren: "Da werde ich es wohl etwas langsamer angehen als bisher."

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Die Aufholjagd des Tages startete der WM-Führende Marcus Grönholm. Er war als Gesamtfünfter in die Etappe gestartet und schaffte in der elften Wertungsprüfung das Kunststück, gleich drei Konkurrenten zu überholen, Seitdem hat sich Grönholm auf Rang zwei festgesetzt. Den Sieg hat er noch nicht aufgegeben, auch wenn er dazu Schützenhilfe benötigt: "Ich werde weiter Druck machen, es kann aber nur klappen, wenn Sébastien ein Problem hat oder einen Fehler macht, das ist unsere einzige Hoffnung", erklärte der Finne den Reportern im Ziel.

Spannender Fight ums Podest

Heiß umkämpft war an diesem zweiten Tag Gesamtrang drei. Anwärter sind Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen, Loebs Teamkollege Daniel Sordo und auch noch Subaru-Pilot Chris Atkinson. Sie wechselten sich auf dem dritten Platz munter ab, übernachten darf auf dem Podestplatz Sordo. Sein Fazit: "Der Fight mit Mikko macht Spaß, und was am wichtigsten ist: Unser Auto ist wirklich sehr, sehr gut." Allerdings hat er nur einen hauchdünnen Vorsprung von 2,8 Sekunden auf Hirvonen.

"Es ist ein heißer Kampf."
Chris Atkinson

Etwas enttäuschend verlief der Tag für Atkinson: Er war am Morgen noch Gesamtzweiter und verlor im Tagesverlauf Platz um Platz, um sich am Ende der Etappe auf Gesamtrang fünf wiederzufinden. Schuld daran war unter anderem seine hintere Stoßstange, die den Auspuff blockierte und so für einen Leistungsverlust im Motor sorgte. "Es ist ein heißer Kampf", bilanzierte der Australier.

Er hatte noch dazu einen ungewöhnlichen Unfall: Auf einer Verbindungsfahrt kollidierte Atkinson mit einem normalen Auto und beschädigte sich die vordere Stoßstange. Im Kampf um Platz drei kann Atkinson aber noch ein Wörtchen mitreden: Nach der zweiten Etappe hat er nur 12,5 Sekunden Rückstand auf das Podest.

Traktionsprobleme bei Stohl

Kronos-Pilot Manfred Stohl hat sich an diesem zweiten Tag auf Gesamtrang sechs festgesetzt. Der Österreicher war verhalten in den Tag gestartet und griff auch bei der Reifenwahl leicht daneben. Seine Hoffnung, es Grönholm am Nachmittag gleichzutun und sich weiter nach vorn zu verbessern, scheiterte an Traktionsproblemen, die plötzlich auftauchten. Trotzdem: Nach hinten ist Stohl gut abgesichert, auf Rang sieben hat er einen sicheren Vorsprung von 1:08.6 Minuten und er kann sich seinen sechsten Platz eigentlich nur noch selbst nehmen.

Der Gesamtsiebte ist Stobart-Pilot Jari-Matti Latvala, sein Teamkollege Matthew Wilson beendete den Tag als Achter und liegt damit auch noch in den Punkterängen. Morgen stehen noch vier Prüfungen an. Der Tag beginnt mit WP 17 "Léon" um 15:23 Uhr MEZ und wird durch die letzte Super Special Stage um 18:17 Uhr MEZ abgeschlossen.