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Kronos-Team erhält CarbonNeutral® Status

29. März 2007 - 17:59 Uhr

Kronos ist das weltweite erste CO2-neutrale Rallyeteam in der Weltmeisterschaft - Ausgleichsprojekte auch in Deutschland

Manfred Stohl
Das Kronos-Team ist in der Rallye-WM ein Vorreiter in Sachen Umweltschutz
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die OMV unterstützt das erste CarbonNeutral® Rallye Team weltweit. Die durchgeführte Qualitätssicherung ergab 1.776 t CO2-Emissionen für das gesamte Team in der Rennsaison 2007, die neutralisiert werden. Der Fokus der Ausgleichsprojekte, die den entsprechenden Level an CO2 einsparen, wurde auf Länder gesetzt, in denen die OMV aktiv ist und Veranstaltungen zur Rallye-Weltmeisterschaft gehören.

So befinden sich zwei der drei Energieeffizienz und erneuerbaren Energie Projekte in Neuseeland bzw. Deutschland. Das OMV-Pilotprojekt nutzt dadurch bestmöglich die bestehenden Rahmenbedingungen in dieser Rennserie. Zusätzlich arbeitet man aktiv an Alternativen: mit dem OMV Future Energy Fund werden Projekte zu Erneuerbaren Energien mit mehr als 100 Millionen Euro finanziell unterstützt und im Rallyesport wurde das Erdgasprojekt weiterentwickelt - in dieser Saison setzt die OMV gemeinsam mit Stohl-Racing einen CNG Mitsubishi Evo IX in der nationalen Meisterschaft ein.

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Wind und Stallmist neutralisieren Rallyeabgase

Von den insgesamt 1.776 t CO2-Emissionen werden 600 t durch den "Apiti Windpark" in Neuseeland neutralisiert. Dieses als "Gold Standard" zertifizierte Projekt versorgt mit 55 Windturbinen jährlich mehr als 45.000 durchschnittliche Haushalte mit erneuerbarer Energie und spart gesamt rund 100.000 t CO2-Emissionen.

Im deutschen Sandbeiendorf wird Stallmist nicht wie üblich offen gelagert, sondern einer Biogas-Produktionsanlage zugeführt. So werden jährlich 14.100 t CO2-Emissionen eingespart, 200 t davon werden für das Kronos-Citroën-Team Team eingesetzt. Die verbleibenden 976 t CO2-Emission werden ebenfalls mit einem Windeenergie-Projekt in der Mongolei neutralisiert. Die drei Projekte werden insgesamt mit einem Betrag von 31.000 Euro unterstützt.

Innovation und Verantwortung

Bereits 2006 neutralisierten die Veranstalter der Sport-Mega-Events wie der Olympischen Winterspiele in Turin und der Fußball-WM in Deutschland ihre CO2-Emissionen. In Deutschland waren das 100.000, in Italien 120.000 t. Und nun setzt die OMV diese Idee erstmals im Rallyesport um.

Trotz der bewusst großzügigen Kalkulation (16 WM-Läufe mit zwei World Rally Cars - obgleich für das Team lediglich ein WRC für 16 WM-Läufe und das zweite für zehn WM-Einsätze geplant sind) ergab diese eine CO2-Ausstoß von 1.776 t für die gesamte Saison 2007. Die geringsten CO2-Emissionen entstehen bei Räumlichkeiten (1,8 t), gefolgt von den Trainingsautos (11 t), Mietfahrzeugen (37 t), Citroën Xsara WRCs (46 t), Lieferungen (77 t), Hotelnächtigungen (99 t), Lastkraftwagen Transporte (168 t) und den Flugkilometern (1.336 t). Dabei zeigt sich die Belastung für jedes einzelne Teammitglied: durchschnittlich 126.000 Flugkilometer werden pro Saison zurückgelegt und 100 Nächte im Hotel verbracht.

Aktiv für Alternativen und den Rallysport

Mit dem OMV Future Energy Fund wurde im Juni 2006 eine eigene Gesellschaft gegründet, die Projekte zu Erneuerbaren Energien mit mehr als 100 Millionen Euro finanziell unterstützen wird. Damit will die OMV den Übergang von einem reinen Erdöl- und Erdgaskonzern zu einem Energiekonzern einleiten, der Erneuerbare Energien in seinem Portfolio hat. Auch wird man zum ersten Mal in dieser Saison mit einem erdgasbetriebenen Mitsubishi Evo IX in der Österreichischen Rallyemeisterschaft starten. Trotz bis zu 20 % weniger CO2-Emissionen durchläuft auch dieses Projekt bereits die Qualitätssicherung von The CarbonNeutral Company.

Somit wird das OMV CNG Rally Team in erfolgreicher Kooperation mit Stohl-Racing, das erste CO2-neutrale Rallye Team Österreichs. "Wir haben die bestehenden Rahmenbedingungen bestmöglich genützt, arbeiten aktiv an Alternativen und möchten eine 'Türöffner-Funktion' übernehmen - um interne und externe Projekte CO2-neutral zu gestalten und auch um neue Sponsoren mit solchen Innovationen für den gesamten Rallysport zu gewinnen", meint Brigitte Mühlwisch, Head of Corporate Sponsorship der OMV.

Stimmen zum Projekt:

Jon Price/The CarbonNeutral Company: "Wir freuen uns, dass die OMV sich mit Lösungen zum Klimawandel beschäftigt. Mit Reduktion und Neutralisierung der Emissionen durch ein verantwortungsbewusstes CarbonNeutral® Programm setzt die OMV ein Zeichen im Sport und wir hoffen, dass weitere diesem Vorbild folgen werden."

Teammanager Marc Van Dalen: "Erfolg ist nicht ausschließlich mit einem WM-Titel verbunden. Erfolg ist auch eine Frage der Teampräsentation. Sozialpolitisch aktiv zu sein ist ebenso wichtig, wie sportpolitisches Engagement."

Manfred Stohl, Pilot und Stohl-Racing-Geschäftsführer: "Unsere Vision heißt internationale Einsätze mit erdgasbetriebenen Rallyeautos. Mit dem Umstieg in dieser Saison auf den Mitsubishi Evo IX wollen wir gemeinsam mit der OMV dafür eine Basis schaffen. Gerade weil wir als kleines Team an internationalen Projekten arbeiten ist es eine besondere Herausforderung bei innovativen Neuerungen eine Vorreiterrolle einzunehmen."

OMV-Pilot Daniel Carlsson: "Das Kronos-Team unterstützt zusätzlich positive Aktivitäten. Von 'World Rally Against Drunk Driving' über OMV Move & Help, dem Bildungsprogramm für mehr als 35.000 Kinder bis hin zum Umweltgedanken. Ich bin stolz, dass ich in diesem Team bin und das wir in dieser Saison CO2-neutral im Einsatz sind."

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