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Ford freut sich auf die Norwegen-Rallye

12. Februar 2007 - 19:43 Uhr

Die Ford-Werksfahrer freuen sich schon auf die Norwegen-Rallye - Marcus Grönholm fühlt sich auf Schnee wie ein Fisch im Wasser

Marcus Grönholm
Marcus Grönholm freut sich auf die zweite Schneerallye hintereinander
© Ford

(Motorsport-Total.com) - Neues Land, neue Rallye, neue Herausforderungen: Nur vier Tage nach dem souveränen Sieg bei der diesjährigen Rallye Schweden stellt sich das Team BP Ford in Norwegen dem nächsten Winterabenteuer. Als einer von zwei neuen Kandidaten im Rallye-WM-Kalender lockt der dritte Saisonlauf in die malerischen Waldgebiete von Kongsvinger und die Bergregion Sjusjoen ("Sieben Seen"), wo erneut schnee- und eisbedeckte Wertungsprüfungen sowie ein geradezu Rallye-fanatisches Publikum auf die weltbesten Driftkünstler warten - darunter insbesondere auf Lokalmatador Henning Solberg, der einen Ford Focus RS WRC des Werksteams Stobart M-Sport Ford pilotiert und in Schweden mit dem vierten Rang brillieren konnte.

Für die BP-Ford-Werkspiloten Marcus Grönholm und Timo Rautiainen sowie Mikko Hirvonen und Jarmo Lehtinen ist der 250-Kilometer-Trip vom schwedischen Karlstad ins norwegische, 125 Kilometer nordöstlich von Oslo gelegene Hamar zugleich ein Aufbrauch zu neuen Ufern: Hirvonen setzt zum ersten Mal einen Fuß in das Nachbarland seiner finnischen Heimat, Grönholm kennt die Wertungsprüfungen ebenfalls nur vom Hörensagen.

Voraussetzungen für alle gleich

Als Nachteil empfindet der Schweden-Gewinner dies nicht: "Diese Strecken hat so gut wie niemand von uns bisher gesehen", so der 39-Jährige, der in der Fahrerwertung mit zwei Punkten Rückstand auf Sébastien Loeb Platz zwei belegt. "Alle Teilnehmer dürfen die Prüfungen im Vorfeld nur zweimal mit geringem Tempo besichtigen, um das 'Gebetbuch' zu erstellen. Das ist schwierig, aber für alle gleich. Bereits beim ersten Abfahren kommt es enorm auf präzise Angaben an, damit wir den Aufschrieb beim zweiten Passieren der Strecke nur noch kontrollieren müssen. Aber ich liebe Winterrallyes, daher freue ich mich enorm auf Norwegen."

Auch Hirvonen - aktuell Dritter der Fahrertabelle - weiß, dass bereits vor Beginn der Veranstaltung viel Arbeit auf ihn und seinen Beifahrer wartet: "Wir müssen die Wertungsprüfungen sehr schnell und sehr gründlich lernen", so der 26-Jährige, der die Rallye Schweden nach einer starken Vorstellung auf Rang drei beendet hat. "Dabei muss Jarmo den größten Teil der Aufgabe schultern: einen kompletten Aufschrieb neu erstellen und ihn bis zum Start weiter verfeinern."

Die Konditionen, die in Norwegen die Rallyeelite erwarten, ähneln stark jenen des Sonntags in Schweden: extrem niedrige Temperaturen unter minus 20 Grad Celsius. "Die Rallye wird noch weiter nördlich ausgetragen, vermutlich liegt noch mehr Schnee auf der Straße", blickt Hirvonen voraus. "Erneut kommt es auf die Wolframnägel unserer Spikereifen an, denn sie liefern beim Bremsen, Beschleunigen und in den Kurven den notwendigen Grip. Dies bedeutet, dass wir unseren Ford Focus RS stärker im Drift bewegen können - das macht natürlich richtig Spaß."

355,99 Kilometer Gesamtlänge

18 Wertungsprüfungen über eine Gesamtlänge von 355,99 Kilometer stehen von Freitag bis Sonntag auf dem Programm. Die Strecken selbst sind etwas enger, fahrtechnisch anspruchsvoller und nicht ganz so schnell wie die Hochgeschwindigkeitsbobbahnen der Rallye Schweden. Führt die erste Etappe in den Kongsvinger-Wald südwestlich von Hamar, so konzentriert sich das Rallyegeschehen am Samstag und Sonntag auf die Bergregion rund um Lillehammer, dem Austragungsort der Winterolympiade 1994. Daran erinnert auch der Servicepark in Hamar: Er wurde in das Viking-Stadion gelegt, der olympischen Eisschnellaufhalle.

Einen besonderen Clou haben sich die Veranstalter für das Finale aufgespart: Ausgerechnet die letzte Prüfung (Start am Sonntag ab 12:14 Uhr) ist mit einer Länge von 44,28 Kilometern die längste der gesamten Rallye - und damit ein Garant, dass es in Norwegen bis zur letzten Sekunde spannend bleiben wird.

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