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Citroën will Norwegen nur noch Abhaken

17. Februar 2007 - 20:48 Uhr

Rabenschwarzer Tag für Citroën Sport: Weltmeister Sébastien Loeb nach Fehlern nur 18., Dani Sordo mit Ausfall, WM-Führung ist dahin

Sébastien Loeb
Sébastien Loeb und sein Team waren heute vom Pech verfolgt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Tag hatte gut für Citroën Sport begonnnen, Weltmeister Sébastien Loeb lag auf Gesamtrang drei mit Chancen auf den Sieg. Doch dann kam alles anders. Zuerst erwischte es Loebs Teamkollegen Daniel Sordo in der neunten Wertungsprüfung. Der Spanier kam von der Strecke ab und konnte nicht mehr weiterfahren. Dank der SupeRally-Regel darf er aber morgen wieder an den Start gehen.

"Obwohl ich im Neuschnee fuhr, waren meine Splitzeiten nicht schlecht", schilderte Sordo im Servicepark, "aber ich hatte abwechselnd Unter- und Übersteuern, und in einer Linkskurve ist plötzlich mein Heck ausgebrochen. Ich habe noch versucht, gegenzulenken, wir sind dann aber von einem Schneehaufen in den anderen geschleudert, ich musste dann stoppen, sonst wäre ich noch in Bäume gefahren. Ich bin sehr enttäuscht, ich wollte Punkte für das Team holen."

Der Fluch eines norwegischen Trolls?

Drei Prüfungen später folgte das Debakel für den dreimaligen Weltmeister Loeb. In WP 10 noch schnellster, warf er in WP 12 alles weg. Manche bei Citroën vermuten schon, dass ein norwegischer Troll das Team verflucht hat. "Wir hatten ziemlich viel Pech heute Nachmittag", sagte Loeb, "in WP 11 wurde mein Luftfilter durch Schnee blockiert und wir haben Leistung verloren, in WP 12 blieb ich in einer Schneebank stecken, das hat acht Minuten gekostet."

"Es lief nicht so wie geplant, weil ich wieder einen Fehler gemacht habe."
Sébastien Loeb

Und weiter: "Danach beschlossen wir, wenigstens noch um einen Hersteller-Punkt zu kämpfen, aber das lief nicht so wie geplant, weil ich wieder einen Fehler gemacht habe. Das heutige Ergebnis ist wirklich sehr enttäuschend." Die Folgen: Sollte Ford wie erwartet den Doppelsieg holen, verliert Loeb die WM-Führung an Grönholm und Citroën muss sich bei den Herstellern von Ford überholen lassen.

Fréquelin: "Hatten schon bessere Tage"

"Wir hatten schon bessere Tage", zog Teamchef Guy Fréquelin eine bittere Bilanz, "drei Ausritte an einem Tag haben natürlich Auswirkungen auf unsere Position. Was Sébastien angeht, solche Dinge können in der Hitze des Gefechts passieren. Wir haben heute einfach am meisten unter den Bedingungen gelitten."

"Bei Dani gehört es alles zum Lernprozess", fuhr der Teamchef fort, "es ist wichtig, dass er morgen wieder an den Start gehen kann. Dann lernt er die Prüfungen kennen, die er heute nicht gefahren ist, das ist wichtig für nächstes Jahr."