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Vatikan kritisiert Dakar als "blutiges Rennen"

11. Januar 2007 - 08:41 Uhr

Nach dem Unfalltod von Elmer Symons steht die Dakar wieder im Kreuzfeuer der Kritik - Vatikan bezeichnet die Rallye als "blutiges Rennen"

Stéphane Peterhansel
Spiel mit dem Feuer: Die Dakar fordert fast jedes Jahr ihre Todesopfer...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Einen Tag nach dem Unfalltod des Südafrikaners Elmer Symons bei der Rallye Dakar hat der Vatikan das Wüstenspektakel als "blutiges und unverantwortliches Rennen" scharf verurteilt. In der wöchentlich erscheinenden Vatikan-Zeitung wird die Marathon-Rallye im Nordwesten Afrikas als ein Rennen bezeichnet, das "wenig mit einer gesunden Veranstaltung zu tun hat".

"Die Blutspur wird von Jahr zu Jahr länger, bei einem Rennen, dem eine unbestrittene Komponente der Gewalt zugrunde liegt. Es widerspricht allen Versuchen, westliche Modelle von Ökosystemen und menschlichem Fortschritt in eine Region zu bringen, die wenig mit dem Westen zu tun hat", heißt es im 'Observatore Romano'.

Das Blatt beschuldigt Veranstalter und Sponsoren und nennt das Rennen einen "Zynismus, der die lokalen Realitäten ignoriert und Fahrzeugwracks als rostige Monumente der Verantwortungslosigkeit hinterlässt". Der Vatikan beziffert die Anzahl der Todesopfer bei der seit 1979 gefahrenen Rallye auf 54.

Die Statistiken sind jedoch unterschiedlich, da nicht ganz zu klären ist, ob einige Todesfälle der Rallye zuzuschreiben sind. So wurde zum Beispiel 1991 ein französischer Servicemann ermordet. Gefährlich lebt der Rallyetross auch ohne Rennstress allemal.

Am Mittwoch wurde aus Mauretanien die Verhaftung dreier Terroristen gemeldet, die einer algerischen Organisation angehören. Die Festnahmen erfolgten in einer Region, die am Donnerstag auf der sechsten Etappe der Rallye passiert wird.

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