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Lapworth: Es geht aufwärts mit der WRC

11. Januar 2007 - 14:50 Uhr

Ex-Subaru-Teamchef David Lapworth sieht die Rallye-Weltmeisterschaft auf dem richtigen Weg und rechnet für die Zukunft mit mehr Startern

David Lapworth
David Lapworth freut sich über die Entwicklung, die die WRC macht
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Rallye-Weltmeisterschaft hat relativ stürmische Zeiten hinter sich, Teams sind gekommen und gegangen, große Hersteller wie Mitsubushi sind ausgestiegen, Citroën hat ein Jahr pausiert. Jetzt ist die Serie aber wieder in ruhigeres Fahrwasser gekommen und scheint sich auf dem aufsteigenden Ast zu befinden.

Das ist die Meinung eines WRC-Experten, nämlich die des früheren Subaru-Teamchefs David Lapworth. Er leitete das Team von 2000 bis Februar 2006 und holte mit Marcus Grönholm und Petter Solberg zwei WM-Titel, musste aber schließlich gehen, als die Mannschaft wegen anhaltenden Misserfolgs umstrukturiert wurde.

Neue Aufgaben in der Formel 1

Obwohl Lapworth seitdem das Formel-1-Projekt von Prodrive und David Richards leitet und mit der Rallye rein beruflich nichts mehr zu tun hat, beobachtet er die WRC weiterhin sehr aufmerksam. Was er über die Serie denkt, das schilderte er jetzt bei einem Besuch bei der 'Autosport International Show'.

"Das ist für jede Meisterschaft etwas ganz Normales, dass die Hersteller kommen und gehen. Man muss nur die richtige Balance finden zwischen dem Versuch, den Sport mit Neuem nach vorn zu bringen, und dem Risiko, die Leute, die schon dabei sind, damit zu verschrecken", ist sein Rat an die Macher der WRC.

Offensichtlich haben sich in der Vergangenheit viele verschrecken lassen. Das Starterfeld wurde immer kleiner, der Tiefpunkt war die Rallye Australien im vergangenen Jahr, bei der nur noch zehn Autos an den Start gingen. Doch für dieses Jahr sieht es besser aus: Mit Munchi's Ford WRT hat sich ein ganz neues Team in der WRC eingefunden, Citroën Sport ist zurückgekehrt.

Endlich ziehen alle an einem Strang

"Man hat das Gefühl, dass die ganze WRC jetzt größer wird. Das sind alles sehr gute Zeichen", schilderte Lapworth seine Beobachtungen. Außerdem habe er noch nie erlebt, dass die Organisatoren und die Hersteller so gut zusammenarbeiten, wie sie das jetzt tun: "Es herrscht einfach eine sehr große Einigkeit darüber, wohin sich der Sport in den nächsten fünf Jahren entwickeln soll."

Lapworth selbst wird in den nächsten fünf Jahren an anderen Rennstrecken zu Hause sein. Die Weichen für den Einstieg von Prodrive in die Formel 1 sind gestellt, schon im kommenden Jahr 2008 soll es soweit sein.

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