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Kleinschmidt bei der Dakar schon auf Platz 23

08. Januar 2007 - 15:18 Uhr

Jutta Kleinschmidt befindet sich bei der Dakar auf dem Weg nach vorne - Carlos Sainz führt in der Gesamtwertung, Marc Coma bei den Motorrädern

Jutta Kleinschmidt
Jutta Kleinschmidt erwischte einen eher unglücklichen Start in die Dakar
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Jutta Kleinschmidt hat sich trotz eines erneuten Missgeschicks auf der ersten Afrika-Etappe bei der 29. Rallye Dakar in der Gesamtwertung weiter nach vorne gearbeitet. Auf dem dritten Teilstück über 252 Wertungskilometer von Nador nach Er Rachidia (Marokko) verbesserten sich die Kölnerin und ihre schwedische Beifahrerin Tina Thörner im BMW X3 des Quandt-Teams vom 35. auf den 23. Platz.

Nachdem die Dakar-Siegerin von 2001 zum Auftakt von einem Elektroschaden gestoppt wurde, fuhr sie sich diesmal auf einem Kamelgrasbuckel fest. Das Gras unter dem Fahrzeug fing zwar Feuer, doch konnten Kleinschmidt/Thörner die Flammen sofort löschen: "Es ist uns zum Glück gelungen, den Brand zu löschen, bevor er auf das Auto übergreifen konnte. Bis wir uns dann befreit hatten, verging aber weitere Zeit", sagte Kleinschmidt, die rund 15 Minuten durch die Panne verlor.

Kleinschmidt eine Stunde hinter der Spitze

In der Gesamtwertung liegt das Duo nun 1:00:03 Stunden hinter dem spanischen Spitzenreiter Carlos Sainz, der im VW Touareg mit dem französischen Beifahrer Michel Perin die Etappe hinter seinem Teamkollegen Giniel de Villiers mit 25 Sekunden Rückstand auf Platz zwei beendete. Der Südafrikaner liegt damit im Gesamtklassement mit Beifahrer Dirk von Zitzewitz 1:02 Minuten hinter Ex-Weltmeister Sainz zurück.

Für Ellen Lohr war die Rallye unterdessen bereits diesseits von Afrika beendet: Die frühere DTM-Pilotin aus Mönchengladbach blieb am Sonntagabend mit ihrem Mercedes ML auf der Verbindungsetappe von Portimao (Portugal) ins spanische Malaga mit einem Getriebeschaden 30 Kilometer vor dem Ankunftsort liegen und verpasste daher die Fähre nach Marokko.

"Ich bin starr vor Entsetzen", sagte Lohr, "das ist der Worst Case. Unter normalen Umständen hätte unser Service das Getriebe tauschen können, aber in der gestrigen Situation hatten sie dazu keine Chance. Unser gesamtes Team hat sehr hart gearbeitet und unsere Sponsorenpartner haben uns in allen Bereichen unterstützt. Wir sind unheimlich enttäuscht."

Lohr bei der Dakar weiterhin ohne Glück

Das Wüstenspektakel stand für Lohr damit erneut unter keinem günstigen Stern - bereits im Vorjahr war die 40-Jährige vorzeitig ausgeschieden. In der Gesamtwertung lag sie nach Problemen auf der ersten Etappe weit zurück und hatte mit ihrer französischen Beifahrerin Antonia de Roissard als 141. bereits einen Rückstand von knapp sieben Stunden auf die Spitze.

Bei den Motorradpiloten sicherte sich der Spanier Marc Coma auf seiner KTM den Etappensieg, die Gesamtwertung führt sein Landsmann und Markenkollege Isidre Esteve Pujol an. Am Dienstag führt die vierte Etappe über 679 Kilometer von Er Rachidia nach Ouarzazate (Marokko).