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Porträt: Panhard Dyna X Fourgonnette

Vor dem Krieg produzierte die französische Marke Panhard Luxusfahrzeuge. Danach setzte man auf Masse. Herauskam der Dyna X

Panhard Dyna Forgounette
Ein unrestauriertes Exemplar des Panhard Dyna X Fourgonette
© Classic-Car.TV

(Motorsport-Total.com/Classic-Car.TV) - Aufgrund der wirtschaftlichen Situation nach dem 2. Weltkrieg verzichtete die französische Automobilmarke Panhard auf die Produktion von Luxusfahrzeugen, wie sie vor dem Krieg produziert wurden. Um als Marke weiter bestehen zu können, musste Panhard künftig auf Massenabsatz setzen. So wurde auf dem Pariser Automobilsalon 1946 das neue Model, der Panhard Dyna X vorgestellt. Ein echtes Leichtgewicht mit sichtbaren Art Deco Designelementen.

Den Panhard Dyna X gab es in den unterschiedlichste Karosserievarianten. Als Cabriolet, Limousine und auch als kleinen Lieferwagen "Fourgonette", wie das hier gezeigte original erhaltene und unrestaurierte Exemplar. Da Stahl nach dem Krieg Mangelware war, setzte man bei Panhard auf einen alternativen Werkstoff und fertigte die Karosserien aus Aluminium über einen Gitterrohr-Rahmen. Der Chefdesigner Louis Bonier bei Panhard setzte dabei auf die Erfahrungswerte eines Prototypen, der bei AFG (Aluminium Gregory) von Ingenieur Jean-Albert Grégoire im Auftrag von Simca und Panhard gebaut wurde.

Die Produktion des Panhard Dyna X 84 Typ 100 begann dann schließlich im Mai 1947. Durch die Leichtbauweise wiegt der Dyna X nur rund 650 Kilogramm und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von ca. 110 km/h. Unter der Motorhaube arbeitet ein luftgekühlter 610ccm bis 851ccm Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit Anfangs 22PS, später sogar bis zu 40PS. Die Gänge werden über eine Hebelschaltung gewechselt.

Der Panhard Dyna X weist eine extrem gute Straßenlage auf, denn seine Fahrwerkstechnik war seinerzeit extrem innovativ. Vorne sind die einzeln aufgehängten Räder durch zwei Querblattfedern verbunden. Querlenker sorgen sowohl vorne, als auch an der hinteren Pendelachse mit Längslenker und Drehstabfedern für eine gute Spurlage. Die gelenkig aufgehängten Querstreben tragen den Namen Panhardstab und wurden schon ab 1890 in Panhard Fahrzeugen verbaut.

Die Fourgonette Modelle waren bei kleinen Händlerbetrieben sehr begehrt. Der kleine Mini Van bietet im Heck ausreichend Platz. Der gezeigte Panhard Dyna X Lieferwagen gehörte einst einem französischen Fischhändler. Wegen der zahlreichen Zierelemente an der Front der Fahrzeuge erhielten die Dyna X Modelle den Spitznamen "Dyna Louis XV". Insgesamt wurden rund 42 000 Modelle des außergewöhnlichen Franzosen gebaut.

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