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Apal Jet: Der Buggy aus Europa

In den 1960er Jahren wurde ein neues Lifestyle-Auto erfunden. Der Buggy ist zwar ein Kind Amerikas, aber auch die Europäer entdeckten den Trend

Apal Jet Buggy
Der Apal Jet Buggy in Action
© Classic-Car.TV

(Motorsport-Total.com/Classic-Car.TV) - Was könnte im Sommer für mehr gute Laune sorgen, als eine Fahrt im offenen Wagen! Eine frische Brise um die Nase und schon ist der Spaß im Volkswagen Apal Jet Buggy perfekt. 1962 gestaltete Bruce Meyers in Kalifornien den ersten Beach Buggy. Als Basis diente eine gekürzte Chassis Plattform des Volkswagen Käfers. Darauf wurde eine Kunststoff-Karosserie ohne Türen und Verdeck gesetzt. An der Hinterachse wurden mächtige Breitreifen angebracht und der Motor stand martialisch aus dem Heck des Buggys.

Ein Buggy hatte ein herausragendes Leistungsgewicht und damit war ein neues Spaßmobil geboren und die Meyers konnte den "Manx" - wie er ihn nannte - rund um den Globus verkaufen. Überall tauchten an den Stränden die Buggys in den Sanddünen auf. Lebensgefühl einer ganzen Generation. Auch in Europa kam der neue Trend schnell an und viele Hersteller hatten sich auf den Vertrieb von eigenen Buggy Bausätzen spezialisiert.

Wie viele Hersteller solcher Bausätze existierten, lässt sich heute nicht mehr beziffern. Wer es sich einfacher machte, kaufte sich einen fertig montierten Buggy. So wie dieser Volkswagen Apal Jet, der im Belgischen Automobil Werk Apal entstanden ist. Apal, Application Polyster Armé de Liége s.a.r.l, ist eine belgische Automobil Manufaktur, die sich vor allem auf Kunststoff Karosserien spezialisiert hat.

Auffällig am Apal Jet ist die offene keilförmige Form der Kunststoff-Wanne. Sie harmoniert mit dem bissigen Fahrverhalten des Apal, denn er sprintet aus dem Stand von 0 auf 100 km/h in 9 Sekunden. Angetrieben wird der Apal durch einen 1.750ccm Vierzylinder-Boxer-Motor mit 85 PS. Das Leergewicht beträgt nur 630 Kilogramm, etwa 300 Kilogramm leichter als ein Serienkäfer. Damit erreicht der Apal auch eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 150 km/h. Der Motor sitzt unter einer kleinen Klappe am Heck. Die Schutzgitter über dem Wärmetauscher und Abgaskrümmer sind eine Sicherheits-Vorschrift in Deutschland geschuldet.

Der Innenraum ist sehr spartanisch und nur auf das Nötigste eingerichtet. Vorne zwei wasserfeste Schalensitze, hinten nur zwei Sitzschalen, die in die Kunststoffwanne integriert sind. Am Ein- und Aussteigen erkennt man den geübten Buggy Fahrer, denn Türen gibt es keine. Der Fahrer muss über die Seitenholme steigen und sich ins Fahrzeug gleiten lassen.
Um sich vor einem plötzlichen Regenschauer zu schützen, musste man entweder entsprechend schnell fahren oder die Persenning über den Fahrerraum ziehen.

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