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"Nicht schnell genug": WM-Chancen von Dovizioso schwinden

22. Oktober 2017 - 11:58 Uhr

Ducati ist in Australien chancenlos: Andrea Dovizioso hadert mit dem alten Turning-Problem - Trotz 33 Punkten Rückstand will er nicht aufgeben: "Alles ist möglich"

Andrea Dovizioso
So groß waren die Ducati-Probleme auf Phillip Island: "Dovi" wird nur 13.
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - "Heute ist es wie 25:0 - oder?", fragt Valentino Rossi nach dem Grand Prix von Australien. Nicht ganz, denn Marc Marquez kassierte zwar für den Sieg 25 Punkte. WM-Verfolger Andrea Dovizioso kam über den 13. Platz nicht hinaus und sammelte nur vier Zähler. Deshalb vergrößerte sich der WM-Vorsprung von Marquez auf 33 Punkte. "Das", so Rossi, "ist ein großes Problem für 'Dovi', weil der Vorteil sehr groß ist und nur noch zwei Rennen verbleiben." Am kommenden Wochenende könnte Marquez bereits zum vierten Mal als MotoGP-Weltmeister feststehen.

Dovizioso war im Rennen nie in der Spitzengruppe vertreten. Zu Beginn der zweiten Runde verbremste er sich in Kurve 1 und fiel auf Platz 20 zurück. Von da an war klar, dass es für ihn ein langer Nachmittag auf Phillip Island wird. Er kämpfte sich noch bis auf Platz elf zurück, verlor auf den letzten Metern aber noch zwei Positionen an Scott Redding und Dani Pedrosa. "Bis zur letzten Kurve versuchte ich alle Türen zu schließen", seufzt "Dovi". "Aber dann kam ich extrem langsam aus der letzten Kurve heraus. Beide konnten mich noch überholen."

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"Das ist ein sehr schlechtes Ergebnis für die Weltmeisterschaft", bringt es der Italiener auf den Punkt. "Mein Fehler in der zweiten Runde hat eine schlechte Situation kreiert. Die Realität ist aber, dass wir nicht schnell waren. Dass wir nicht schnell genug waren, ist der wirklich negative Punkt." Ducati wurde nicht nur von beiden Suzuki-Fahrern besiegt, sondern auch vom KTM-Duo. "Der Freitag war sehr gut, aber das war nicht die Realität. Im Rennen hat man die Realität gesehen", wiederholt Dovizioso.

Untersteuern seit Jahren nicht gelöst

Ohne Fahrfehler wäre aber auch nicht viel mehr möglich gewesen. "Vielleicht KTM und Rins, aber nicht mehr." Fakt ist, dass die Streckencharakteristik überhaupt nicht zur Desmosedici passte. Schnelle Kurven und ein flüssig zu fahrendes Layout deckten die Schwäche der Ducati auf. "Das sind auch keine Neuigkeiten für uns. Für die Charakteristik dieser Strecke braucht man gutes Turning", betont Dovizioso. "Nun hat sich bestätigt, dass wir immer noch diese Einschränkung haben. Der Reifen war auch acht Runden vor Rennende hinüber. Ich glaube aber, dass das eine Konsequenz des Turning-Problems ist."

Andrea Dovizioso
Am Ende musste sich Dovizioso noch Redding und Pedrosa geschlagen geben
© Michelin

Untersteuern plagt Ducati schon seit Jahren. Auch Jorge Lorenzo klagte über diese Probleme. Er wurde enttäuschter 15. Dovizioso fühlte sich in Australien teilweise an seinen mühsamen Kampf der vergangenen Jahre erinnert. Er sagt: "In diesem Jahr sind wir viele gute Rennen auf Strecken gefahren, auf denen wir in der Vergangenheit Schwierigkeiten hatten. Hier kann man aber nur schnell sein, wenn man am Scheitelpunkt schnell ist und den Hinterreifen nicht zu stark belastet. Somit haben wir unsere Einschränkungen bestätigt. Schlecht ist auch, dass wir in der WM zu viele Punkte verloren haben."

Dovizioso muss nun hoffen, dass Marquez beim nächsten Rennen patzt. Der Spanier will trotz seines Polsters von 33 Punkten nicht locker lassen: "Dieser Vorsprung ist immer noch nicht genug. Ich muss ähnlich wie 2016 geduldig sein. Ich bin in dieser Saison bei den Tests und im Training viel Risiko eingegangen. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, meine Herangehensweise zu ändern. Malaysia war bei den Wintertests eine schwierige Strecke für uns. Jetzt ist unser Motorrad ganz anders, wir werden es sehen. Im Training werde ich mein Maximum geben, mich aber im Rennen vielleicht mehr kontrollieren."

Trotz des herben Rückschlags will Dovizioso noch nicht aufgeben. Schließlich holte er im Vorjahr in Sepang den Sieg. "Wir müssen positiv denken", versucht er die Moral in seiner Box hochzuhalten. "Es bleiben noch zwei Rennen und wir können um die WM kämpfen. Natürlich wissen wir, dass es sehr schwierig wird. Glücklicherweise kann in unserem Sport alles passieren. Also warum nicht?"

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