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Ducati: Warum die Panigale einen so schweren Start hatte

07. Oktober 2017 - 08:07 Uhr

Es dauerte drei Jahre, bis die revolutionäre Panigale in der Superbike-WM Rennen gewinnen konnte - Laut Ducati lag das aber nicht am Motorrad selbst

Carlos Checa
Carlos Checa gelang 2013 mit der Ducati Panigale kein Top-3-Ergebnis
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Ducati blickt auf eine erfolgreiche Vergangenheit in der Superbike-WM zurück. In den 1990ern und den 2000ern waren die Twins aus Bologna ihrer Konkurrenz teilweise weit überlegen. Doch mit dem Generationswechsel von der 1098/1198 zur 1199 Panigale fiel Ducati in ein Loch. Die komplett neu entwickelte Panigale war der Sündenbock für die Misserfolge, doch wenn man etwas genauer hinschaut hatte die Erfolglosigkeit andere Gründe. Ducati-Superbike-Projektleiter Ernesto Marinelli erklärt, warum man sich von 2013 bis Anfang 2015 so schwer tat.

"Die Panigale kam zu einem schwierigen Zeitpunkt. Wir wurden Opfer unseres eigenen Erfolgs", erklärt Marinelli im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und kritisiert die damaligen Regeln für die Zweizylindermaschinen. An der Leistungsfähigkeit der Panigale zweifelt der erfahrene Ducati-Stratege nicht. Im Vergleich zum Vorgängermodell war die 1199 ein radikaler Schritt. Ducati brach mit Traditionen wie dem Gitterrohrrahmen, der Trockenkupplung und dem durch einen Zahnriemen angetriebenen V2-Motor. Die konservativen Ducatisti stellten in Frage, ob die radikale Panigale die richtige Antwort ist.

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"Die Panigale hatte einen guten Start. In der Superstock-Meisterschaft war die Maschine von Beginn an stark. Bei den Superbikes wurde die Panigale durch die Regeln bestraft. Zudem hatten wir zu diesem Zeitpunkt kein offizielles Werksteam. Das erschwerte es uns, die Leistungen der vergangenen Jahre zu erreichen", blickt Marinelli auf die katastrophale Saison 2013 zurück, die kein Ducati-Pilot in den Top 10 beendete.

Carlos Checa
Die Suche nach den Fehlern: Die Alstare-Crew bemühte sich vergebens
© Ducati

Die Kooperation mit der erfolgsverwöhnten Alstare-Crew endete nach nur einem Jahr mit einem Scherbenhaufen. Ex-WSBK-Champion Carlos Checa beendete nach einer Saison mit zahlreichen Verletzungspausen seine Karriere. Ducati kehrte zum Werks-Engagement zurück und verbesserte die Panigale daraufhin Schritt für Schritt. Es erfolgte eine komplette Neubesetzung, auch bei den Fahrern. Ducati verpflichtete Chaz Davies und Davide Giugliano.

"Wir haben uns aber sehr intensiv damit beschäftigt und schlussendlich zu einem Motorrad entwickelt, das auf allen Strecken stark ist. Es sorgt für sehr starke Emotionen. Für mich ist es, wie ein Baby, das Laufen lernt", schwärmt Marinelli von der Entwicklung der Panigale.

Chaz Davies, Davide Giugliano
Rückkehr zum Werksteam: 2014 wurde der Grundstein für zukünftige Erfolge gelegt
© Ducati

"Die Panigale ist das beste Serien-Superbike, das wir jemals gebaut haben. Die Maschine ist leichter als alle Vorgänger und hat den stärksten Motor, den wir jemals gebaut haben. Das Motorrad hatte einfach nur Pech. Die Umstände waren schlecht", ärgert sich der Ducati-Superbike-Projektleiter und betont: "Wir verloren damals mehr als zehn km/h auf den Geraden."

"2013 war eine Saison, in der wir sehr viel Pech hatten. Carlos war verletzt und verletzte sich erneut. Es war eines dieser Jahre, das sich nie wiederholen darf. Wir haben daraus gelernt. Wichtig ist, dass man immer seine Lehren zieht", stellt Marinalli klar. Am 12. April 2015 erlöste Chaz Davies Ducati und fuhr den ersten WSBK-Laufsieg mit der Panigale ein. Er beendete die Saison als Vizeweltmeister. Ein WM-Titel steht mit der Panigale noch aus. 2018 wird die letzte Gelegenheit sein, diesen Makel zu beheben, denn danach startet in der Superbike-WM das V4-Projekt.

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