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Valentino Rossi stolz auf Platz fünf - Lob von Marquez und Co.

24. September 2017 - 19:05 Uhr

Beim Comeback in Aragon kommt Valentino Rossi nur knapp hinter Maverick Vinales als Fünfter ins Ziel - Verletzung und Reifenabbau verhageln Podestchance

Valentino Rossi, Maverick Vinales
Rossi musste sich kurz vor Rennende noch Vinales geschlagen geben
© Michelin

(Motorsport-Total.com) - Es roch nach einer kleinen Sensation: Bis Runde 15 konnte sich Valentino Rossi beim Großen Preis von Aragon auf einem Podestplatz halten. Nicht wenige hatten dem Yamaha-Star genau das nach seiner starken Qualifying-Performance am Samstag auch zugetraut. Von Beginn an war der Italiener mittendrin im Kampf um das Podium, und das obwohl sein Beinbruch gerade einmal drei Wochen her war. Doch am Ende zollte nicht nur die Verletzung ihren Tribut.

"Die erste Startreihe gestern war toll. Mir war klar, dass das Rennen schwieriger werden würde. Dennoch hatte ich einen guten Start, war in den ersten Runden stark und konnte mit Lorenzo und Marquez um den Sieg kämpfen", fasst Rossi die erste Rennhälfte zusammen. "Dann bekam ich mehr und mehr Probleme. Ich war müder als sonst und spürte Schmerzen. Zudem baute der Hinterreifen ab. Aber es war trotzdem ein toller Kampf."

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Am Ende rettete der Italiener mit 5,882 Sekunden Rückstand auf Rennsieger Marc Marquez (Honda) Platz fünf ins Ziel. Zuvor hatte er sich sehenswerte Zweikämpfe mit Teamkollege Maverick Vinales und Honda-Pilot Dani Pedrosa geliefert. Entsprechend zufrieden war "Il Dottore" mit Rang fünf, den er nicht erwartet habe: "Ich bin sehr stolz und glücklich. Noch vor einer Woche wusste nicht, ob ich hier überhaupt fahren können würde."

Rossi überzeugt: Frühes Comeback war richtig

Die Entscheidung, so kurz nach seinem Unfall auf die Rennstrecke zurückzukehren, sei richtig gewesen. "Es war vielleicht auch ein gewisses Risiko, aber ich wollte nicht noch ein Rennen verpassen. Denn je mehr Rennen man verpasst, um so länger braucht man, um sein normales Level wieder zu erreichen", weiß Rossi, der gleichzeitig zugab, dass seine Kräfte im Laufe des Wochenendes doch zusehends nachließen.

"Von Freitag zu Samstag war es ein guter Schritt. Von gestern auf heute nicht so sehr. Ich fühlte mich etwas müde und die Schmerzen machten sich bemerkbar. Aber das ist normal. Dennoch konnte ich auf einem guten Niveau fahren", so der 38-Jährige. Aufzugeben sei ihm trotz zunehmender Erschöpfung nicht in den Sinn gekommen. Das gepaart mit seinem starken fünften Platz rang auch der Top 3 von Aragon großen Respekt ab.

"Ich war schon unglaublich, dass er nach dieser Fraktur überhaupt hier war. Ich denke, niemand hätte das getan. Noch unglaublicher ist, dass er nur fünf Zehntelsekunden hinter Vinales ins Ziel kam, mit dem selben Motorrad und seiner Verletzung. Sein Talent macht den Unterschied aus", äußert sich etwa Marquez anerkennend über die Leistung Rossis. Pedrosa stimmt ihm zu: "Unfassbar, wie schnell er sich erholt hat.

MotoGP-Podest von Aragon lobt Rossis Leistung

Dani Pedrosa, Marc Marquez, Jorge Loreno
Das Podium von Aragon zeigte sich beeindruckt von Rossis Leistung
© Michelin

Doch der Spanier räumt auch ein: "Jede Verletzung ist unterschiedlich. Selbst wenn es 'dieselbe' ist, heilt sie manchmal viel langsamer und man weiß nicht warum. Und manchmal heilt sie viel schneller. Aber mit Sicherheit spielte seine Entschlossenheit eine große Rolle", sagt Pedrosa weiter. Ducati-Pilot Lorenzo zeigte sich nicht minder beeindruckt - insbesondere von Rossis Selbstheilungskräften: "Es ist ein Unterschied, ob du 38 oder 15 Jahre alt bist."

Rossi will die Zeit bis zum Großen Preis von Japan in drei Wochen nun nutzen, um sich weiter zu regenerieren. "Ich will in Motegi so fit wie möglich ankommen, sicher nicht beim Maximum, aber dennoch in einer guten Form", nimmt er sich vor, denn: "Mit Motegi beginnen drei Rennen in unmittelbarer Folge aufeinander. Das wird ein großer Stress für meinen Körper und das Bein. Deshalb muss ich auf einem guten Level sein."

Doch nicht nur die Fitness sieht der "Doktor" als eine Baustelle an. Auch bei Yamaha gebe es noch Defizite, an denen gearbeitet werden müsse. Stichwort: Haltbarkeit der Reifen. "Die zweite Rennhälfte ist für uns im Moment ein Problem, da sind Ducati und Honda besser. Daran müssen wir arbeiten", weiß Rossi. In der WM fiel der Yamaha-Star auf den fünften Platz zurück. Ihm fehlen nunmehr 56 Punkte auf den Führenden Marquez.

Doch Gedanken an den Titel scheint Rossi ohnehin nicht mehr zu verschwenden. Zwar sei seine Verletzung noch immer ärgerlich, eben weil er deshalb in Misano ausfiel und die WM-Chance schwand. Doch Rossi hakt das Ganze unter dem Motto "Shit happens" ab und konzentriert sich lieber auf das Positive: "Jetzt bin ich glücklich, zurück zu sein, und freue mich vor allem über mein Leben und dass es mir schon wieder so gut geht."

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