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Sandro Cortese meistert den Regen: Platz sechs in Misano

11. September 2017 - 13:48 Uhr

Erfolgserlebnis für Sandro Cortese: Im Regenrennen von Misano bleibt der Deutsche cool und erobert mit dem sechsten Platz sein bestes Saisonergebnis

Sandro Cortese
Mit dem sechsten Platz eroberte Sandro Cortese (11) sein bestes Saisonergebnis
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Sandro Cortese behielt im regnerischen Grand Prix von San Marino die Nerven und wurde mit dem sechsten Platz und damit seinem besten Saison-Ergebnis belohnt. "Es war ein sehr schwieriges Rennen heute. Mein oberstes Ziel war es, auf dem Motorrad sitzen zu bleiben und die Rechnung ist auch aufgegangen", kommentiert der Deutsche die Regenschlacht. Bereits im Warm-up am Morgen zeigte er mit einem siebten Platz, dass er bei den tückisch nassen Bedingungen gut zurecht kam.

Beim Start ins Rennen über 26 Runden verlor der 27-Jährige zwar ein paar Plätze, holte dann aber mit immer schneller werdenden Rundenzeiten nach vorne auf und führte einen spannenden Zweikampf mit Fabio Quartararo. "Ich habe mir am Anfang ein bisschen schwer getan, da ich ein schlechtes Ansprechverhalten beim Motorrad hatte, drum konnte ich auch nicht so sauber ans Gas gehen", erklärt der Super-Pilot.

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Während sehr viele Fahrer stürzten, zählte vor allem, sitzen zu bleiben und ins Ziel zu kommen. Dies gelang Cortese mit Bravour, auch wenn ihn seine Suter einmal per Highsider fast abgeworfen hätte. "Generell war es aber ein super Rennen. Ich bin ruhig geblieben, denn heute galt es in erster Linie, ins Ziel zu kommen. Es ist unser bestes Saisonergebnis und das wurde auch endlich mal Zeit." Mit dem sechsten Platz sackte Sandro endlich ein paar Punkte ein und kann mit gestärktem Selbstvertrauen Richtung Aragon schauen.

Nach den vielen Rückschlägen zuletzt gab es wieder ein erfreuliches Ergebnis. Großes Lob gibt es von Teammanager Jürgen Lingg: "Ich hatte Sandro einiges zugetraut und war mir sicher, dass er, wenn er durchkommt, auch ein gutes Ergebnis einfahren würde. Er ist ein cleveres Rennen gefahren, leider ist er in den ersten Runden etwas im Verkehr steckengeblieben und hat viel Zeit verloren. In der Gischt ist es schwierig, sonst wäre vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen. Ich bin happy, immerhin ist es sein bestes Saisonergebnis bisher. Ich freue mich einfach extrem für Sandro!"

Der zweite Fahrer von Intact GP kam weniger gut über die Runden. Alex de Angelis, der den verletzten Marcel Schrötter vertrat, zerstörte nach einem Beinahe-Sturz am Anfang zunächst seine Windschutzscheibe. Dann stürzte er später beim Versuch zu Stefano Manzi aufzuholen, konnte aber weiterfahren. Schließlich wurde er sogar noch Zwölfter. "Man muss wirklich sagen, dass Alex für uns und die Technik eine große Hilfe war dieses Wochenende", bedankt sich Lingg. "Er hat uns sehr wichtige Informationen gegeben, die wir mit Sicherheit verwerten können."

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