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Kolumne: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

25. September 2017 - 07:53 Uhr

Warum Andrea Dovizioso vor den Übersee-Rennen aus mehreren Gründen in einer schwierigen Situation steckt und die psychologische Seite gegen ihn spricht

Andrea Dovizioso
Nur Platz sieben: Andrea Dovizioso konnte in Aragon nicht überzeugen
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Liebe Leser,

was war das für eine unfassbar beeindruckende Leistung von Valentino Rossi beim Grand Prix von Aragon! Dass er drei Wochen nach seinem Beinbruch in die erste Startreihe fährt, im Rennen elf Runden lang auf dem zweiten Platz liegt und am Ende Fünfter wird, damit hätte wohl niemand gerechnet. Nach dieser Vorstellung kann man einfach nur den Hut ziehen. Am Donnerstag dachte ich mir noch, warum sich Rossi so ein frühes Comeback antut. Schlussendlich ist alles gut gegangen und der "Superman" hat ein weiteres Kapitel zu seiner Heldensaga hinzugefügt.

Eigentlich müssten alle Fahrer, die hinter Rossi ins Ziel gekommen sind, schlecht geschlafen haben. Vor allem aber auch sein Teamkollege Maverick Vinales, der es gerade noch so geschafft hat vorbeizugehen und Vierter zu werden. Nach der Pole-Position war das Ergebnis für den Spanier sicher eine Enttäuschung. Nur zwei Podestplätze in den vergangenen acht Rennen werden wohl auch zu wenig sein, um Weltmeister zu werden. 28 Punkte liegt Vinales nun hinter Marc Marquez zurück und es wird wohl ein kleines Wunder brauchen, damit er noch einmal den Anschluss schafft.

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Für unsere Kolumne suchen wir uns aber einen anderen Fahrer aus, der bestimmt nicht gut geschlafen hat. Andrea Dovizioso hatte das ganze Wochenende seine liebe Mühe. Er stand klar im Schatten seines Teamkollegen Jorge Lorenzo und belegte nur den siebten Platz. Damit wuchs sein WM-Rückstand auf Marquez auf 16 Punkte an. Klar, für Dovizioso ist noch nichts verloren, aber die Felle scheinen ihm momentan aus mehrerer Hinsicht davonzuschwimmen. Sein Hoch vom Sommer scheint verpufft zu sein.

Dovizioso steht im Schatten von Lorenzo

Wie schon im Vorjahr wusste Marquez, dass Aragon seine große Siegchance ist. Er ließ im Laufe des Wochenendes auch durchklingen, dass Dovizioso seiner Meinung nach auf dieser Strecke Schwierigkeiten haben wird. So kam es dann auch. Bemerkenswert daran ist, dass Lorenzo im Qualifying und im Rennen so viel stärker war. Der Spanier hielt nach dem Rennen fest, dass er eigentlich ein komplett trockenes Wochenende braucht, um das Maximum aus der Ducati herausholen zu können. Diesmal reichten auch nur zwei Tage. Eigentlich hätte Dovizioso seine Erfahrung ausspielen müssen. Das ist aber nicht passiert.

Andrea Dovizioso, Alvaro Bautista
Im Rennen blieb Dovizioso nur knapp vor der alten Ducati von Alvaro Bautista
© Michelin

Lorenzo hat erneut gezeigt, dass er stetig Fortschritte mit der Ducati macht. Auch wenn Aragon eine seiner Paradestrecken ist (zwei Siege mit Yamaha), müssen auch seine härtesten Kritiker anerkennen, dass er bald mit der Ducati ein Rennen gewinnen wird. Lorenzo hat ganz klar Blut geleckt und wittert den ersten Sieg. Vielleicht ist das auch schon in drei Wochen in Motegi der Fall. Theoretisch sollte die Strecke der Desmosedici entgegenkommen.

Und damit bekommt Dovizioso ein weiteres Problem. Lorenzo hat zwar angekündigt, dass er bei den Übersee-Rennen seinem Teamkollegen eventuell helfen wird. Aber wenn Lorenzo gewinnen kann, dann glaube ich nicht, dass er Dovizioso Platz machen wird. Setzt sich Lorenzos Aufwärtstrend in diesem Maße fort, dann wird sich auch die Hierarchie im Team umdrehen und Dovizioso die "Nummer zwei" werden. Womöglich ist dieses Jahr seine einzige Chance, Weltmeister zu werden.

Das Momentum ist bei Marquez

Die drei Übersee-Rennen werden oft als "Mini-Saison" in der Saison bezeichnet. Bei diesen drei Grands Prix kann alles passieren. Zeitverschiebung, lange Flüge, wechselhaftes Wetter in Japan und Australien sowie die Hitze in Malaysia nagen an den Körpern. Wichtig ist, nach den Europa-Rennen von den WM-Punkten her dabei zu sein. Das hat Dovizioso geschafft.

Aber das berühmte Momentum ist bei Marquez. Das wohlkalkulierte Risiko im Regen von Misano und der Sieg in Aragon haben den Honda-Star zum Titelfavoriten gemacht. Wenn Marquez in Silverstone den Motorschaden nicht gehabt hätte, dann würde sein Vorsprung wohl schon 25+ Punkte betragen - also mehr als einen Sieg.

Spitzensport wird zu einem Großteil auch im Kopf entschieden. Mental gesehen kann Marquez die anstehenden drei Rennen ganz locker in Angriff nehmen. Zudem kehrt er nach Motegi zurück, wo er im Vorjahr Weltmeister wurde und sich in die Herzen der Honda-Bosse fuhr.

Dovizioso gilt auf der anderen Seite als sehr überlegter Fahrer und "Grübler", der jedes Detail analysiert. Knapp drei Wochen Pause und ein langer Flug nach Japan bieten viel Zeit, um sich die Situation durch den Kopf gehen zu lassen. Zu viel sollte "Desmo Dovi" aber nicht nachdenken, sondern locker die letzten Rennen in Angriff nehmen. Dann klappt es vielleicht mit dem WM-Titel.

Ihr,

Gerald Dirnbeck

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