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Kawasaki vs. Ducati: Stärken/Schwächen-Analyse

26. September 2017 - 07:52 Uhr

Die Kawasaki ZX-10RR und die Ducati Panigale dominieren die WSBK: Jonathan Rea und Chaz Davies erklären, welche Vorzüge die jeweiligen Maschinen haben

Chaz Davies
Bekanntes Bild: Ducati und Kawasaki machen den Sieg unter sich aus
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Kawasaki und Ducati sind der Konkurrenz in der Superbike-WM mindestens einen Schritt voraus. Bis auf wenige Ausnahmen machten die Werkspiloten der beiden führenden Hersteller in der laufenden Saison die Podestplätze unter sich aus. Lediglich Yamaha schaffte es mit Alex Lowes und Michael van der Mark drei Mal aufs Podium. Komplett zufrieden sind aber weder WM-Leader Jonathan Rea noch Herausforderer Chaz Davies mit ihren Motorrädern. Beide erkennen einige Schwachstellen.

Wir sprechen Rea auf die Schwächen seiner Kawasaki an. "Wir müssen die Spitzenleistung und die Beschleunigung steigern. Ducati hat momentan einen großen Vorteil beim Beschleunigen aus langsamen Kurven", analysiert der Brite im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Laut Rea sind die unterschiedlichen Motorkonzepte dafür verantwortlich. Kawasaki setzt auf einen klassischen Reihenvierzylindermotor mit Screamer-Zündfolge und spitzer Leistungsabgabe. Ducati vertraut traditionell auf den V2 mit reichlich Drehmoment.

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"Die bessere Beschleunigung ist auf die Leistungscharakteristik ihres Motors zurückzuführen. Die Motorräder sind sich aber sehr ähnlich von der Performance. Auf manchen Strecken sind wir besser, auf anderen sind sie stärker. Es scheint, als ob unser Motorrad in einem größeren Fenster funktioniert. Es reagiert nicht so sensibel auf hohe oder niedrige Temperaturen. Auf neuen Strecken finden wir ziemlich schnell eine gute Basisabstimmung. Die Ducati-Piloten benötigen mehr Zeit dafür", analysiert Rea.

"Die Erfolge sind das Ergebnis der Teamarbeit und der Unterstützung von Kawasaki. Alles in allem ist unser Paket stärker", ist der zweifache WSBK-Champion überzeugt. Ende der vergangenen Saison dominierte Ducati die Superbike-WM. Nach der Sommerpause gewann Davies alle Rennen auf trockener Strecke und legte bei den finalen drei Events eine beeindruckende Siegesserie hin. Doch im Winter verlor Ducati die Vormachtstellung und musste zu Beginn der laufenden Saison einen Rückstand aufholen.

Chaz Davies: "Liegen ein bisschen zurück"

"Wir haben uns ein bisschen verbessert, doch sie haben sich deutlich verbessert", vergleicht Ducati-Pilot Davies. "Wir konnten im Winter kleine Fortschritte erzielen, doch die Kawasakis machten massive Fortschritte. Mitte der vergangenen Saison übernahmen wir das Zepter. Das war leider ein bisschen zu spät. Im Winter übernahm Kawasaki wieder die Vormachtstellung."

Chaz Davies
Ducati-Pilot Chaz Davies wünscht sich mehr Stabilität beim Bremsen
© Ducati

"Wir lieferten uns einige gute Kämpfe. Vor einem Jahr waren wir dominant, doch jetzt liegen wir ein bisschen zurück", erklärt Davies und geht ins Detail: "Sie haben in diesem Jahr mehr Leistung. Zudem verzögert ihre Maschine besser. Sie haben diese Sachen verbessert, mussten dafür aber keine Kompromisse machen. Es ist nicht so, dass sie einen Bereich verbessert haben und in einem anderen schlechter wurden. Sie haben ihre Stärken bewahrt und die Schwächen ausgebügelt."

"Wir arbeiten daran, beim Bremsen besser zu werden. Ich kann sehr spät bremsen, doch es fehlt ein kleines bisschen. Zudem wünsche ich mir, dass wir in der Phase, in der ich die Bremse in der Kurve löse, ein bisschen stärker werden", schildert Davies, der Reas Behauptungen nicht teilt. Dass das Arbeitsfenster der Panigale kleiner ist als das der ZX-10RR glaubt er nicht.

"Ich denke nicht, dass das Arbeitsfenster der Maschine zu klein ist. Grundsätzlich ist es so, dass sie immer einen halben Schritt voraus waren. Es ist egal, ob es heiß oder kalt ist oder ob wir auf abtrocknender Strecke fahren. Ich finde nicht, dass wir nur bei bestimmten Bedingungen schnell sind. Unser allgemeines Level ist einfach ein bisschen niedriger im direkten Vergleich", stellt er klar.

Kawasaki homologiert die Doppel-R

Nachdem Kawasaki im Winter 2015/2016 eine neue ZX-10R homologieren ließ, setzten sie für die Saison 2017 erneut auf eine neue Basismaschine. Die ZX-10RR gab den Ingenieuren mehr Freiheiten, da das Reglement in der WSBK über die Jahre immer seriennäher wurde. Ducatis Panigale absolviert 2017 ihre fünfte Saison, konnte aber noch keinen WM-Titel einfahren. Ist das Motorrad nicht langsam ausgereizt?

Jonathan Rea
Nachgeschärft: Kawasaki ließ im Winter die ZX-10RR homologieren
© Kawasaki

"Die Entwicklung stoppt nie. Es geht in jedem Jahr weiter", verrät Superbike-Projektleiter Ernesto Marinelli. "Wir suchen immer nach besseren Abstimmungen für das Motorrad. Im Moment stimmen uns die Ergebnisse zufrieden. Natürlich will man immer mehr. Doch im Moment gelingt es uns, regelmäßig um Siege und Podestplätze zu kämpfen."

"Es hängt alles von den Bedingungen am jeweiligen Wochenende ab. Wir sind in diesem Jahr schneller als vor einem Jahr. Unsere Gegner haben im Winter nicht geschlafen. Sie haben ein komplett neues Motorrad homologiert. Der Wettbewerb ist nun härter als Ende der vergangenen Saison", vergleicht Marinelli.

"Bei Marco (Melandri) hatten wir größere Schwankungen. Es ist sein erstes Jahr mit dem Motorrad. Wir müssen noch besser lernen, das Motorrad an seinen Fahrstil anzupassen. Mit jedem Rennen wird es besser", erklärt der Ducati-Stratege. "Wenn man bei Chaz die Stürze ignoriert, dann stellt man fest, dass wir immer um Siege kämpfen konnten. Mit etwas mehr Sicherheit und weniger Risiko wären wir jetzt weiter vorn."

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