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Carbonbremse im Nassen: Unnötige Diskussion?

27. September 2017 - 10:12 Uhr

Marc Marquez schwärmt von den Vorteilen der Carbon-Bremsscheiben, doch Cal Crutchlow ist überzeugt, dass der Unterschied zu den Stahlscheiben marginal ist

Carbon
Auch im Regen setzen die Fahrer auf Carbon-Bremsscheiben
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Seit etwa einem Jahr verwenden einige MotoGP-Piloten auch im Nassen Carbon-Bremsscheiben. Honda-Pilot Marc Marquez war in Misano der erste Fahrer, der damit ein Regenrennen gewinnen konnte. Der Spanier ist überzeugt, dass die Vorteile im Vergleich zu konventionellen Bremsscheiben aus Stahl überwiegen. Lediglich in den beiden ersten Runden sind die Carbonbremsen nachteilig, da die Anlage erst auf Temperatur kommen muss. Honda-Markenkollege Cal Crutchlow hingegen tut sich schwer, die Vorteile der Carbon-Bremsscheiben zu erkennen. Im Regen erkennt der Brite kaum einen Unterschied zu den bisher verwendeten Stahlscheiben.

Doch Marquez ist voll überzeugt: "Ich begann im vergangenen Jahr damit, sie in einigen Trainings zu verwenden. Dann verwendete ich sie beim Rennen in Malaysia. Ich bin sehr sensibel, was die Vorderradbremse angeht. Zudem bremse ich extrem spät und tief in die Kurven. Die Stahlbremse war nicht konstant. Es fühlte sich von einem Bremspunkt zum nächsten immer anders an", vergleicht der Spanier.

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"Wir sprachen mit den Brembo-Ingenieuren, meinem Team und Honda. Sie bereiteten die Verkleidungen vor. Ich denke, es ist die Zukunft. Natürlich muss man sich daran gewöhnen, weil Carbonbremsen nicht so feinfühlig sind. Es ist schwieriger, sie zu verstehen, doch dafür sind sie konstanter", erklärt Marquez. "Wenn man sie einmal versteht, kann man sich sicher sein, dass das Gefühl im kompletten Rennen konstant ist."

Cal Crutchlow
Auch Cal Crutchlow probierte in den verregneten Trainings die Carbonbremse
© GP-Fever.de

"Ich denke nicht, dass sie die Vorteile bringen, die sich einige Fahrer davon versprechen", kommentiert Crutchlow, der in Aragon im Freien Training Erfahrungen sammelte. "Ich kam damit gut zurecht, doch ich bezweifle, dass ich damit schneller oder langsamer gewesen wäre als mit den Stahlscheiben."

"Der einzige Unterschied ist, dass sie konstanter sind. Die Kräfte sind selbst im Regen so groß, dass sich der Bremshebel immer weiter heranziehen lässt. Es ist heftiger als bei einer Serienmaschine. Bei Marc konnte man sehen, dass beim Anbremsen im Nassen das Hinterrad hoch kam. Bei der Stahlbremse muss man den Hebel sehr stark heranziehen, um das zu erreichen. Ich mag das", stellt der Brite klar und fügt hinzu: "Ich fuhr mit den Stahlscheiben in Malaysia und hatte keine Probleme."

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