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Aprilia rechnet 2018 mit deutlicher Steigerung

13. September 2017 - 08:14 Uhr

Rennleiter Romano Albesiano ist überzeugt, dass Aprilia dank Scott Redding den Rückstand in der kommenden Saison weiter verringern kann

Aleix Espargaro
Aktuell stuft sich Aprilia hinter Honda, Yamaha und Ducati als vierte Kraft ein
© Aprilia

(Motorsport-Total.com) - Aleix Espargaro setzte Aprilia vor dem Heimrennen in Misano unter Druck und forderte, dass sich der Hersteller intensiver bemühen muss, um das MotoGP-Projekt voranzubringen. Rennleiter Romano Albesiano reagierte auf die Forderrungen seines Schützlings und versprach, dass es bald bergauf geht. Die jüngsten Motorschäden stuft Albesiano im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' als "Kinderkrankheiten" ein. Für die Zukunft ist er optimistisch.

"Der Fakt, dass wir Honda, Yamaha und Ducati anvisieren, ist sehr erfreulich, wenn man bedenkt, wie jung unser Projekt ist. Es ist wahr, dass KTM auch Fortschritte erzielt, doch man muss sich bewusst sein, dass deren Projekt nicht jünger ist als unseres. Sie fuhren mit ihrem Motorrad vor uns, doch dann entschieden sie sich für eine andere Strategie als wir. Sie bevorzugten es, ein Testjahr einzulegen", vergleicht sich Albesiano mit der Konkurrenz.

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"Wir können sehr konkurrenzfähig sein und von tollen Ergebnissen träumen. Wir müssen uns für die nächste Saison höhere Ziele stecken als für diese Saison", berichtet Albesiano im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und deutet auf die schwachen Ergebnisse von Sam Lowes hin: "In diesem Jahr erzielten wir leider nicht mit beiden Fahrern die erhofften Ergebnisse. 2018 sollte es deutlich ausgeglichener sein."

Scott Redding wird nach der laufenden Saison den Platz von Lowes übernehmen. Der Neuzugang kennt die Honda RC213V und die Ducati Desmosedici und soll Aprilia mit seiner Erfahrung helfen. "Das ist auf jeden Fall positiv für uns. Es ist sehr wichtig, wenn ein neuer Fahrer etwas sagen kann, vor allem wenn er von einer konkurrenzfähigen Maschine kommt", bestätigt Albesiano.

Romano Albesiano
Romano Albesiano steckt große Hoffnungen in Scott Redding
© GP-Fever.de

Welche Schwachstellen hat die RS-GP im Moment? "Wir müssen uns bei niedrigen Geschwindigkeiten verbessern, weil sich unser Motorrad etwas träge verhält. Bei hohen Geschwindigkeiten sind wir stark. Das bestätigen die Fahrer und die Datenaufzeichnungen", erklärt der Aprilia-Rennleiter.

"In der Rollphase, in der weder gebremst noch Gas gegeben wird, könnte das Motorrad ein etwas besseres Kurvenverhalten haben. Zudem haben wir kleine Probleme mit Chattering. Das ist aber nichts Ernstes", analysiert Albesiano und fasst zusammen: "Es gibt keine große Schwachstelle. Es sind viele kleine Dinge, die wir verbessern müssen."

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