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Aerodynamik: Reichlich Potenzial in der WSBK?

04. September 2017 - 12:56 Uhr

Aerodynamischer Abtrieb für bessere Performance: Bisher folgt die Superbike-WM nur bedingt der MotoGP, doch die Hersteller suchen bereits nach Lösungen

Winglet
Wird es demnächst Superbikes mit Flügelprofilen wie in der MotoGP geben?
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Jahren entfachten die Winglets in der MotoGP eine große Debatte, die durch eine Regeländerung für die Saison 2017 eigentlich beendet werden sollte. Doch auch nach dem Winglet-Verbot ist die Aerodynamik ein heißes Thema, das bisher einen Bogen um die Superbikes machte. Doch das könnte sich demnächst ändern. Ten-Kate-Honda entwickelte bereits eine neue Verkleidung für die Fireblade und versprach sich davon weniger Auftrieb bei hohen Geschwindigkeiten. Und auch andere Hersteller optimieren ihre Verkleidungen im Rahmen des WSBK-Reglements bis an die Grenzen des Erlaubten.

"Im Windkanal versuchen wir, den Auftrieb so gering wie möglich zu gestalten", gesteht Ducati-Superbike-Projektleiter Ernesto Marinelli, als wir ihn auf das Thema ansprechen. Marinelli weiß, dass eine ungünstige Verkleidungsform erhebliche Nachteile mit sich bringt: "Wenn man zu viel Auftrieb hat, dann wird die Front der Maschine bei hohen Geschwindigkeiten leicht."

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Doch von Abtrieb wie in der MotoGP ist in der Superbike-WM noch keine Rede: "Um Abtrieb bei einem Motorrad zu erzeugen, benötigt man Flügelprofile an der Verkleidung. So etwas wurde in der MotoGP bis Ende der vergangenen Saison verwendet. Wir sahen diese merkwürdigen Monster auf der Strecke", kommentiert der Italiener und fügt hinzu: "Natürlich ist es viel schwieriger, so etwas bei einem Straßenmotorrad anzuwenden."

Weniger Freiheiten als in der MotoGP

Bei einem Superbike gibt es einige Hürden, die überwunden werden müssen, bevor Verkleidungen verwendet werden, die Abtrieb erzeugen. "In der MotoGP geht es in erster Linie um die Performance. Bei einem Straßenmotorrad spielt auch die Optik ein Rolle. Ein Motorrad muss schön aussehen, damit sich die Leute dafür interessieren. Zudem sind die gesetzlichen Vorschriften ein Hindernis", erklärt Marinalli im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Ernesto Marinelli; Luigi Dall'Igna
Ernesto Marinelli und Luigi Dall'Igna suchen nach Fortschritten
© Ducati

"Man muss sich genau anschauen, was erlaubt ist und was nicht. Es ist ziemlich kompliziert. Nicht alles, mit dem man sich im Rennsport beschäftigt, kann ohne Änderungen auf die Straßenmaschinen projiziert werden", bedauert der Ducati-Manager. "Sicher ist der Rennsport gut für das Know-How eines Herstellers. Einige Dinge können gefiltert angewandt werden."

In Zeiten von 200-PS-Superbikes ist das Thema Aerodynamik wichtiger denn je. "Es ist nützlich. Je schneller die Motorräder werden, desto wichtiger wird dieses Thema. Vor allem bei Motorrädern steigert es die Sicherheit. Das Vorderrad wird auf dem Boden gehalten und das Motorrad verhält sich stabiler. Normalerweise wird das Vorderrad immer leichter, je schneller man fährt. Mit Hilfe der Aerodynamik ist es einfacher, das Vorderrad an den Boden zu bringen als mit der Änderung der Geometrie", vergleicht Marinelli.

Serienmodell grenzt die Möglichkeiten ein

Der Konkurrenz von Aprilia sind beim Thema Aerodynamik die Hände gebunden. Die RSV4 ist neben der BMW S1000RR das älteste Motorrad im Feld. Die Verkleidungsform wurde bereits an die Grenzen des Reglements gebracht. Das Milwaukee-Team konzentriert sich deshalb auf andere Bereiche der Maschine.

Eugene Laverty, Lorenzo Savadori
Die Verkleidungsform der Aprilia RSV4 wurde bereits optimiert
© Milwaukee-Aprilia

"Im Moment beschäftigen wir uns nicht besonders intensiv damit. Innerhalb der Regeln kann man nicht viel ausrichten", bestätigt Milwaukee-Aprilia-Teammanager Mick Shanley. "Die Aprilia RSV4 gibt es schon ein paar Jahre. Bevor es nicht ein neues Basismodell gibt, können wir nichts machen. Sicher ist es ein Problem."

Die jüngsten Updates bei Honda bewertet Shanley nicht über: "Ich weiß nicht, was Honda im Detail gemacht hat. Wir hatten auf dem Lausitzring Probleme mit dem Wind. In eine Richtung gab es keine Probleme mit Wheelies, in die andere Richtung schon. Wenn der Wind unter die Kanzel drängt, dann kann Auftrieb zu einem Problem werden", schildert der Brite.

"Es hängt davon ab, wie man die Regeln ausreizt. Es sind bestimmt kleine Detailänderungen möglich. Die Honda ist ein neues Motorrad. Vermutlich war deren erster Entwurf nicht besonders gut. Sie haben den Raum genutzt, den das Reglement hergibt. Die Aprilia stammt aus 2008. Die Verkleidungsform wurde bereits ausgereizt, vermute ich", so Shanley.

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