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140 Stürze: Neuer Crash-Rekord in der Motorrad-WM

13. September 2017 - 10:50 Uhr

Ein sieben Jahre alter Rekord wurde am vergangenen Wochenende überboten, obwohl am Renntag weniger Fahrer zu Boden gingen als in Le Mans oder Assen

Lorenzo Baldassarri
Die Streckenposten hatten beim San-Marino-Grand-Prix viel zu tun
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Das MotoGP-Rennwochenende in Misano sah die meisten Crashs aller Zeiten im Rahmen der Motorrad-WM: Über alle Klassen hinweg wurden insgesamt 140 Stürze verzeichnet. Das übertraf den bisherigen Sturz-Rekord aus Estoril 2010 um zehn Unfälle.

Diese hohe Anzahl an Zwischenfällen in Misano geht vor allem auf den Wetterwechsel von Samstag auf Sonntag zurück. Denn am Renntag regnete es teils heftig. Mehr als die Hälfte aller Misano-Stürze ereigneten sich auf nasser Strecke, 26 in den Warm-up-Einheiten und 54 in den Rennen.

In den Kategorien Moto2 und Moto3 flog jeweils knapp die Hälfte der Piloten von ihren Bikes. Die Fahrer der MotoGP-Spitzenklasse machten ihre Sache besser, wenngleich auch dort nur 15 Piloten das Rennen in der Führungsrunde beendeten. Zu den prominentesten Sturz-Opfern zählte Ducati-Fahrer Jorge Lorenzo.

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Im Vergleich der GP-Sonntage war der Misano-Renntag (80) allerdings nicht der sturzreichste in diesem Jahr: Sowohl in Le Mans (94) als auch in Assen (91) waren mehr Piloten zu Fall gekommen.

Die Spitzenreiter der "Sturzwertung" 2017

WM-Spitzenreiter Marc Marquez (Honda) zählt zu den Piloten, die in der MotoGP-Saison 2017 am häufigsten gestürzt sind. Der Spanier ging bereits 20 Mal zu Boden und hat damit seine "Bestleistung" aus dem vergangenen Jahr schon fünf Rennen vor Saisonende um drei Stürze übertroffen. Allerdings kam Marquez in diesem Jahr nur zwei Mal während eines Rennens zu Fall, in Argentinien und in Le Mans.

Die Sturz-Rangliste wird indes angeführt von Sam Lowes (Aprilia), der in der Gesamtwertung der Motorrad-WM 2017 nur den 25. Platz belegt. Er kommt bereits auf 23 Unfälle in der laufenden Saison.

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