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Wie Sandro Cortese vom Intact-Weggang profitieren könnte

29. August 2017 - 16:08 Uhr

Intact-Teamchef Jürgen Lingg trauert den verpassten Chancen mit Sandro Cortese hinterher und erklärt, warum er ihm in der Zukunft dennoch einiges zutraut

Sandro Cortese
Sandro Cortese und Intact gehen nach der Saison 2017 getrennte Wege
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Gewinn der Moto3-WM in der Saison 2012 sah Sandro Cortese die Moto2 als Zwischenstation auf dem Weg in die MotoGP an. Doch nach fünf Jahren in der mittleren Kategorie sieht die Statistik des Deutschen durchwachsen aus. Bisher schaffte es Cortese drei Mal aufs Podium und beendete nur ein Mal eine Saison in den Top 10. Nach der laufenden Saison gehen der 27-Jährige und das Intact-Team getrennte Wege.

Hätte sich Intact nicht schon eher von Cortese trennen sollen? "Dieses Thema haben wir bereits vor einem Jahr besprochen. Wir haben gemerkt, dass zu wenig passiert", kommentiert Teamchef Jürgen Lingg im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Ich konnte sehr offen mit Sandro darüber reden. Ich deutete an, dass er sich woanders vielleicht besser entfalten kann. Ich war mir nicht sicher, ob das familiäre und super harmonische Klima bei uns gut für ihn ist."

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Bei Intact blieb nichts unversucht, um Cortese zum Erfolg zu führen. "Wir haben alles probiert. Er hat von uns alles bekommen. Doch jeder Fahrer benötigt einen gewissen Druck. Sandro ist sehr clever. Er kennt uns alle in- und auswendig. Er lotet es aus und das könnte ein Handicap sein für ihn, auch wenn er das so gar nicht wahrnimmt. Ich konnte mir bereits vor einem Jahr sehr gut vorstellen, dass er in einem neuen Umfeld bessere Leistungen erreichen kann", bemerkt Lingg.

Intact: Änderungen ohne Wirkung

Sandro Cortese
Corteses Wünsche wurden bei Intact umgesetzt, verfehlten aber ihre Wirkung
© GP-Fever.de

"Wir haben uns schlussendlich gesagt, dass wir auch noch ein fünftes Jahr bestreiten. Die Trennung erfolgte in Ruhe. Er wird trotzdem ein Teil der Intact-Familie bleiben. Ich denke, wir haben eine gute Lösung gefunden", schildert der Intact-Verantwortliche, der Cortese in einem neuen Umfeld bessere Leistungen zutraut. Momentan wird er mit dem Forward-Team in Verbindung gebracht.

"Der Mensch wächst nur mit neuen Herausforderungen. Das konnten wir Sandro nicht mehr bieten. Er hat auch ganz stark darauf gedrückt, dass wir den Chassishersteller wechseln", spielt Lingg den Wechsel von Kalex zu Suter an. "Aber es hat sich nicht viel verändert, eigentlich gar nichts. Auch in der Crew haben wir Änderungen vorgenommen. Er hat einen neuen Crewchief bekommen, einen neuen Chefmechaniker. Wir haben getauscht, was man nur tauschen kann. Es hat keine Früchte getragen. Der Wechsel ist die logische Konsequenz."

Gute Erinnerngen an 2014

Sandro Cortese
Beim Grand Prix in Brünn schaffte es Cortese 2014 erstmals aufs Moto2-Podium
© Intact GP

Doch die Zeit mit dem ehemaligen Moto3-Weltmeister hielt für Lingg auch positive Erinnerungen bereit: "Ich erinnere mich natürlich gern an das Podium in Brünn 2014", kommentiert er und erklärt, warum Cortese 2014 das Zeug hatte, deutlich mehr zu erreichen als Rang neun in der Fahrerwertung: "2013 war seine erste Moto2-Saison. Das war ein Lehrjahr. Doch in seiner zweiten Saison hatte er einen Lauf. Er war bei allen Wintertests vorne dabei. Beim Qualifying zum Saisonauftakt in Katar wurde er Zweiter."

"Doch dann kam es zu diesem blöden Zwischenfall mit Torres. Ich denke, das war der Knackpunkt. Klar, hätte, wäre, wenn, aber ohne diesen Vorfall wäre es anders gelaufen. Davon bin ich überzeugt. Er war mit dem Motorrad zufrieden. Er hatte das Tempo. Es lief wirklich unglücklich. Diese Verletzung hat ihn sehr lange behindert. Vor Weihnachten wurde er operiert. Beim darauffolgenden Rennen in Austin hatte er einen weiteren Horrorcrash. Ich denke, das war der Knackpunkt, warum es nicht funktioniert hat", berichtet der Intact-Chef.

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