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Nach Boxengassen-Crash: Espargaro fordert Regeländerung

07. August 2017 - 11:11 Uhr

Aleix Espargaro (Aprilia) und Andrea Iannone (Suzuki) konnten einen Zusammenstoß beim Bikewechsel im Flag-to-flag-Rennen von Brünn gerade noch verhindern

Aleix Espargaro
Aleix Espargaro musste sich nach dem Vorfall drei Plätze zurückfallen lassen
© Michelin

(Motorsport-Total.com) - Hektik und Chaos brachen in der dritten Rennrunde in Brünn aus. In der Boxengasse konnten die Zuschauer tumultartige Geschehnisse beobachten. In diesem Gewühl kam es sogar zu einem Sturz. Weil die Aprilia-Truppe von Aleix Espargaro den Überblick verloren hatte, musste Andrea Iannone auf der Suzuki einen Zusammenstoß verhindern - dabei ging er zu Boden. Der Zwischenfall endete glimpflich, Espargaro bekam eine Strafe. Nun entbrannte eine Diskussion über die Regeln bei einem Bikewechsel in einem Flag-to-flag-Rennen.

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"Diese Regel müssen wir ändern", fordert Espargaro. Er war bei auftrocknender Strecke bereits zu seinem Bikewechsel an der Box, doch sein Team beging den schweren Fehler. "Wir haben eine große Chance verpasst. Der Fehler in der Boxengasse wurde vom Team gemacht. Wenn ich Team sage, meine ich uns alle. Das war unsere Schuld." Zwar haben sich Espargaro und Iannone, der in Runde drei rund fünf Sekunden hinter dem Spanier lag, nicht berührt, dennoch hatte der Zwischenfall Auswirkungen.

"Ich glaube, dass er schon gesehen hat, dass wir nicht darauf warten, bis er reinfährt. Daher hat seine Front blockiert und er ist gestürzt", schildert Espargaro den Vorfall aus seiner Sicht. Iannone erklärt nach dem Rennen: "Leider sind wir in eine unglückliche Situation geraten, denn als ich reinfahren wollte, wollte Aleix seine Box gerade verlassen. Um ihn nicht zu treffen, musste ich auf dem Abflussgitter bremsen." Das verursachte den Sturz. "Die Regeln sind klar und die Rennleitung hat danach sofort gehandelt. Ich konnte nicht mehr machen."

Espargaro wurde für das Vergehen seines Teams bestraft. Er musste sich drei Plätze zurückfallen lassen. "Das ist natürlich unser Fehler, weil mein Team mich stoppen und ihn zuerst reinfahren lassen müsste. Aber ich habe schon darauf gewartet, dass das eines Tages passiert", so der Spanier. "Weil niemand in der Boxengasse auf den anderen schaut. Niemand bleibt stehen. Wenn du dein Bike wechselst, dann löst du sofort danach die Kupplung", gibt er zu.

"Ich habe schon darauf gewartet, dass das eines Tages passiert."
Aleix Espargaro

Die Strafe traf ihn besonders, denn er lag zwischenzeitlich auf Podestkurs. "Ich musste dann auf Vale und die anderen warten, weil niemand hinter mir war", ärgert er sich. Allerdings hatte auch Suzuki allen Grund zum Ärger. Denn während Iannone beim Crash in der Box und dem verkorksten Bikewechsel - die Ersatzmaschine war noch nicht bereit - gut 50 Sekunden auf Espargaro verloren hatte, wurde auch das Rennen seines Teamkollegen beeinflusst.

Suzuki-Teammanager Davide Brivio verrät: "Weil bei dem Sturz Andreas Bike das Bike von Rins getroffen hat, wurde Alex' Rennen ebenso beeinflusst. Das ist umgefallen und der rechte Griff war verbogen. Alex musste dann mit einer Maschine fahren, die nicht optimal war." Rins holte dennoch den elften Platz, Iannone wurde nur auf dem 19. Rang geführt.

Espargaro regt an: Schaut in die Superbike-WM!

Aleix Espargaro
Espargaro glaubt: "Niemand achtet beim Bikewechsel auf die anderen Fahrer"
© GP-Fever.de

Espargaro wünscht sich nun eine Debatte über die Regel in der Boxengasse. "Natürlich wird es schwierig sein, die Regel zu ändern. Ehrlich gesagt, verstehe ich auch nicht, warum ich auf ihn warten sollte, wenn ich auf der Strecke fünf Sekunden vor ihm war", kommentiert er trotzig, fügt jedoch auch an: "Natürlich ist es sicher, das verstehe ich schon. Aber wir müssen uns eine Regel einfallen lassen, die die Sicherheit gewährleistet, wo ich aber meinen Vorsprung nicht verliere."

Bereits seit mehreren Jahren gibt es Diskussionen, auch in der Sicherheitskommission wurde das Thema angesprochen. Laut Espargaro habe Dani Pedrosa bereits Vorschläge unterbreitet - "weil es dumm ist, dem hinterherfahrenden Piloten einen Vorteil zu geben." Der Aprilia-Pilot hat sich bereits direkt nach dem Rennen bei Iannone entschuldigt. Der Italiener habe diese angenommen. "Er war natürlich verärgert, aber er konnte genau verstehen, dass ich nichts machen konnte."

Andrea Iannone
Andrea Iannone wurde in Brünn das Opfer eines "Unsafe Release"
© GP-Fever.de

Nun schlägt er vor, eine Regel ähnlich jener der Superbike-WM anzudenken. "Da hast du eine vorgeschriebene Zeit. Du kannst entspannt dein Bike wechseln. Auf dem Dashboard erscheint ein Countdown, wenn du in die Boxengasse fährst. Dann kannst du alles in Ruhe machen und auch nach hinten schauen. Jeder muss die gleiche Zeit in der Boxengasse verbringen. Dann wirst du auch nicht bestraft. Das ist eine gute Regel." Auch in der Formel E wird eine solche Regel beim Autowechsel angewandt. "Wir müssen uns jedenfalls etwas einfallen lassen, weil es ein Desaster geben könnte, wenn ein Bike einen Mechaniker trifft. Das Wichtigste ist die Sicherheit."

Marquez: Ähnlich wie in der Formel 1

Brünn-Sieger Marc Marquez vergleicht die Szene mit der Formel 1. Auch in der Königsklasse auf vier Rädern ist ein "Unsafe Release" nicht erlaubt, auch dann werden die Piloten bestraft. "Normalerweise ist es ein Teamfehler. Wenn mein Team sieht, dass jemand kommt, dann müssen sie mich stoppen. Ein Kerl in meinem Team ist dafür verantwortlich. Das ist wie in der Formel 1. Wenn die Ampel auf Rot steht, darfst du auch nicht rausfahren."

Und auch für den Vorjahressieger Cal Crutchlow ist das ein eindeutiger Fall. Nachdem Espargaro gewettert hatte, dass die Situation in der Boxengasse bei einem Flag-to-flag-Rennen immer besonders gefährlich sei, entgegnet der Brite gewohnt locker: "Es ist für jeden gefährlich. Es ist Teil der Show. Dass Iannone heute in der Boxengasse gestürzt ist, dass war bestimmt gut für die Show. Das passiert eben. Die Regel, wie sie jetzt ist, ist die beste Lösung für alle", glaubt der LCR-Pilot.

"Natürlich freut es mich nicht, wenn Iannone stürzt, aber das gehört eben dazu. Du musst einfach so schnell wie möglich wieder rausfahren. Marc und alle anderen haben es auch geschafft. Aber natürlich kann uns das im nächsten Rennen passieren", weiß der Brite.

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