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Jonathan Rea: "HRC hat mein Talent nicht richtig eingeschätzt"

24. August 2017 - 08:46 Uhr

In der Saison 2012 bekam Jonathan Rea die Chance, Weltmeister Casey Stoner in der MotoGP zu ersetzen: Wir haben ihn fünf Jahre später darauf angesprochen

Jonathan Rea
MotoGP 2012: Jonathan Rea auf der Werks-Honda von Casey Stoner
© Repsol

(Motorsport-Total.com) - Das Honda-Werksteam musste in der Saison 2012 einen Ersatz für Titelverteidiger Casey Stoner finden, als sich der Australier beim Event in Indianapolis schwer verletzte und wochenlang ausfiel. Die HRC-Manager schauten sich in der Superbike-WM um und verpflichteten Jonathan Rea für die Rennwochenenden in Misano und Aragon. Rea brachte die Werks-Honda auf den Positionen acht und sieben ins Ziel. Es sollte das letzte Mal sein, dass der spätere WSBK-Champion in der MotoGP antrat.

Im Rahmen des Superbike-WM-Rennwochenendes auf dem Lausitzring sprechen wir Rea ziemlich genau fünf Jahre später auf seine MotoGP-Starts in der Saison 2012 an. Hat Honda damals die Leistungen beim Sprung ins kalte Wasser nicht richtig gewürdigt? "Ich denke schon, dass Honda mein Talent nicht richtig eingeschätzt hat", kommentiert der Brite im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

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Es gab in dieser Phase immer wieder Gerüchte über einen möglichen Wechsel von der WSBK in die MotoGP, doch Rea erhielt kein Angebot, das er als reizvoll einstufte. "Honda brauchte mich in der Superbike-WM, denn kein anderer Fahrer gewann mit dem Motorrad in der WSBK. Ich war wertvoll für sie, aber nicht im MotoGP-Paddock", bemerkt der 30-Jährige.

Rea über MotoGP: "Kann um die Top 5 kämpfen"

Jonathan Rea
Jonathan Rea konnte die HRC-Manager mit seinen Leistungen nicht überzeugen
© Repsol

"Ich hatte keinen extrem reichen Sponsor im Hintergrund, der mir half, bei Honda einen Platz zu finden", blickt Rea zurück und dankt den europäischen Honda-Managern für die gute Zusammenarbeit: "Ich wurde von Honda-Europa immer gut behandelt. Sie bezahlten mich immer gut und gingen sehr gut mit mir um. Sie wussten, dass ich wertvoll für das WSBK-Projekt bin. In der MotoGP hatte ich nie eine richtige Chance auf ein gutes Motorrad. Natürlich hatte ich Angebote für Plätze in den Teams, die um die hinteren Positionen kämpfen. Das war nie interessant für mich."

Rea wollte auch in der MotoGP um die Spitzenpositionen kämpfen. "Ich denke nicht nur sondern ich weiß, dass ich mit dem richtigen Material sofort um die Top 5 kämpfen kann", erklärt er selbstsicher und nennt die Gründe, warum er bei den beiden Rennen in Misano und Aragon nicht weiter vorne landete: "Ich absolvierte 2012 Wildcard-Starts, hatte wenige Tests und stieß am Ende der Saison dazu. Ich wurde Siebter und Achter. Die anderen Fahrer hatten sehr viele Erfahrungen mit den Bridgestone-Reifen."

Hinterher fahren oder Rennen gewinnen?

"Manchmal denke ich, es war eine verpasste Chance. Doch jetzt gewinne ich Meisterschaften in der Superbike-WM und genieße es mehr denn je", berichtet Rea, der seit seiner Kindheit daran gewöhnt war, Rennen zu gewinnen: "Ich begann mit fünf oder sechs Jahren damit, Motorradrennen zu gewinnen. Ich fuhr damals 50-Kubikzentimeter-Maschinen. Ich habe eine Siegermentalität", betont er.

Jonathan Rea
Jonathan Rea im Gespräch mit Redakteur Sebastian Fränzschky
© smg/Fränzschky

"In die MotoGP zu wechseln und keine Werksunterstützung zu bekommen, war nie interessant. Ich wollte nicht nur mitfahren. Ich bin jetzt happy. Wer weiß, was die Zukunft bereithält. Vielleicht ergibt sich etwas Interessantes in der Zukunft. Doch momentan bin ich hier sehr zufrieden", kommentiert der Kawasaki-Pilot, der auf Kurs ist, in der WSBK Geschichte zu schreiben. Bisher gelang es keinem Fahrer, drei WM-Titel in Folge zu gewinnen. Spätestens nach dem Lausitzring-Wochenende ist die erneute Titelverteidigung nur noch Formsache.

Ex-Teamchef Ronald ten Kate bewertet Reas Ausflug in die MotoGP vergleichsweise nüchtern: "Ich schätze ihn als Fahrer. Das tat ich immer. Ich weiß, dass er immer alles gibt, wenn er auf die Strecke fährt", beginnt der Holländer und stellt fest: "Soviel ich weiß hatte Johnny vorher einen privaten HRC-Test. In den Rennen erzielte er solide Ergebnisse, aber es war wohl nicht das, was Honda erwartete."

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